Shining Line

Shining Line


CD-Review

Reviewdatum: 17.05.2010
Jahr: 2010
Stil: Melodic Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Shining Line
Shining Line, Avenue Of Allies, 2010
Pierpaolo "Zorro11" MontiSchlagzeug & Percussion
Amos MontiBass
Gastmusiker
Alessandro Del VecchioKeyboards & Gesang
Marco "Dandy" D'AndreaGitarre
Mario PercudaniGitarre
Erik MartenssonGesang
Tank PalamaraGitarre
Harry HessGesang
Michael T. RossKeyboards
Robbie LaBlancGesang
Brian LaBlancGesang
Tommy ErmolliGitarre
Douglas R. DockerKeyboards
Robin BeckGesang
Mikael ErlandssonGesang
Michael VossGitarre & Gesang
Michael ShottonGesang
Elisa PaganelliGesang
Ivan VarsiGitarre
Carsten "Lizard" SchulzGesang
Vinny BurnsGitarre
Bob HarrisGesang
Sue WilletsGesang
Tim ManfordGitarre
Ulrich CarlssonGesang
Johan BergquistGesang
Marko PavicGitarre
Phil VincentGesang
Matt FilippiniGitarre
BrunorockGesang
Jack MeilleGesang
Graziano De MurtasGesang
Walter CaliaroGitarre
Marco TansiniGitarre
Michael BormannGesang
Produziert von: Alessandro Del Vecchio Länge: 76 Min 16 Sek Medium: CD
01. Highway Of Love09. Still In Your Heart
02. Amy10. Homeless' Lullaby
03. Strong Enough11. Follow The Stars
04. Heaven's Paths12. Unbreakable Wire
05. Heat Of Light13. Under Silent Walls I - Blossom: From Night To Dawn
06. Can't Stop The Rock14. Under Silent Walls II - Alone
07. The Meaning Of My Lonely Words15. Under Silent Walls III - Overture: Death Of Cupid
08. The Infinity In Us

Dem italienischen Rock und Metal sagt man ja gerne nach, dass er mit einem dicken Zuckerguss daherkommt. Da machen auch SHING LINE keine Ausnahme. Ihr AOR wird wirklich zuckersüß serviert. Das kann dann entweder gut funktionieren, wie etwa beim ASIA-mäßigen Opener Highway Of Love und noch mit Abstrichen beim anschließenden Amy - oder aber eben auch nicht ganz so gut, wie bei allen anderen Stücken.

Aber beginnen wir vorne: der Opener ist nicht spektakulär, verfügt aber über einen Refrain, der sich auch auf Grund seiner Simplizität fast ohne Vorwarnung in den Gehörgängen festkrallt und diese einfach nicht mehr verlassen will. Da kann man nur sagen, gelungener Einstand. Zwar nehmen SHINING LINE schon beim zweiten Song mächtig den Fuß vom Gas, aber Amy schmeichelt sich wie eines dieser bekannten Richard Marx-Stücke auch noch ziemlich gut ins Ohr.

Danach wird es dann aber meist doch etwas zu banal, als dass wirkliche Freude oder Begeisterung aufkommen könnte. Can’t Stop The Rock könnte aus einer Cola-Werbung stammen. Und die Dame, die mit einer solchen Aktion Mal Bekanntheit erreichte (Robin Beck) singt zwar auf Heat Of Light unverwechselbar gut, liest ihren Zwischentext aber mehr als gelangweilt runter – was angesichts des Textes aber auch kein Wunder ist.

Die Songs sind handwerklich gar nicht mal schlecht gemacht, es passieren auch immer irgendwelche Kleinigkeiten im Hintergrund, die kurz Aufmerksamkeit erheischen. Auch der Sound ist schön fett geworden und klingt so richtig nach mächtiger 80er-Jahre-Produktion. Die Auswahl an Gast-Musikern ist ebenfalls sehr gut. Sie alle beherrschen ihr Handwerk ganz vorzüglich, aber der Funke will einfach nicht überspringen. Selbst unter den beteiligten Musikern klingt es so, als würden die Parts einfach nur runtergespielt. Hier ist kaum mal Feuer und Leidenschaft zu hören. Das Ganze wirkt irgendwie steril.

Diese CD ist wirklich nur für ganz hartgesottene AOR-Fans gedacht, denen es gar nicht klebrig und süß genug sein kann. Schwächen im Songwriting sollte man auch ertragen können, ansonsten hat man nicht lange Freude an SHINING LINE. Aber ganz ehrlich, gibt es solche Fans wirklich?

Marc Langels, 16.05.2010

 

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