Sibiir

Ropes


CD-Review

Reviewdatum: 08.10.2019
Jahr: 2019
Stil: Black Metal/Metalcore
Spiellänge: 41:19
Produzent: Oyvind Roesrud Gundersen & Sibiir

Links:

Sibiir Homepage

Sibiir @ facebook


Plattenfirma: Fysisk Format

Promotion: Noisolution


Redakteur(e):

Ralf Stierlen

Titel
01. Leeches
02. Worlds Apart
03. For The Few
04. A Tribal Of Failed Attempts
05. Transparent Lives
 
06. The Silent Repent
07. Blurred Flickering Pictures
08. Monoton
09. Old Patterns
Musiker Instrument
Jimmy Nymoens Vocals
Steffen Groenneberg Guitar
Tobias Gausemel Backe Guitar
Kent Nordli Bass
Eivind Kjoelstad Drums

Den Norwegern war ihre eigentliche Heimat Oslo noch nicht düster und frostig genug, deshalb hat man sich SIBIIR benannt, also Sibirien, einer bekanntermaßen nicht gerade lieblichen Gegend. Entsprechend kalt und erbarmungslos ist auch die Musik auf dem zweiten Album „Ropes“ Die gebündelte Wut, Aggression und Verzweiflung ob des Zustandes der Welt und der Menschheit springt den Hörer regelrecht an in Form von Riffs, die irgendwo zwischen Black Metal, Hardcore, Punk und Metalcore angesiedelt sind.

Ist der Opener Leeches noch ein Hybrid aus Black-/Death- Metal und knalligen Core-Moves, führt Worlds Apart auch ein paar Rockanwandlungen ein. Transparent Lives verfinstert nochmals nachdrücklich die Atmosphäre, während Blurred Flickering Pictures einen Brocken Doom hinzufügt. Zum Schluss gibt mit Old Patterns nochmal Hardcore in Reinkultur.

Also, nicht nur Abrissbirne, sondern auch durchaus variabel, die Norweger, dazu mit angemessen düster-gesellschaftskritischen Texten, über eine Menschheit, die sich selbst zu Grunde richtet und dies in fassungslos machender Apathie erträgt. Das Ganze von Sänger Jimmy Nymoens mit entsprechender Wut über die Rampe gebracht, sind SIBIIR mehr als nur ein Geheimtipp für alle Metalcore und Black Metal-Fans. „Ropes“ wirkt gewissermaßen wie ein vierfacher Espresso – unglaublich stark und tiefschwarz.

 

(C) 2008 - 2019 by Hooked on Music