Sideburn

#Eight


CD-Review

Reviewdatum: 06.05.2017
Jahr: 2017
Stil: Hard Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Sideburn
#Eight, Fastball Music, 2017
Roland PierrhumbertGesang & Mundharmonika
Mike RiffartGitarre
Nick ThorntonBass
Lawrence LinaGitarre
Lionel BlancSchlagzeug
Produziert von: Sideburn Länge: 49 Min 03 Sek Medium: CD
01. All The While08. Give Me A Sign
02. Call Me A Doctor09. Long Road Paradise
03. Turn Away10. Save Your Soul
04. Drop Zone11. Got To Move On
05. Get Your Ride On12. No Class
06. No More Room In Hell13. Wings Of Liberty (Bonus Track)
07. Driving On The Main Line

Die Musiker der Schweizer Hard Rock-Band SIDEBURN treiben zum Teil schon seit über 30 Jahren in der Szene ihr Unwesen. Der Vorgänger GENOCIDE wurde 1985 gegründet und hatte sich noch dem klassischen Heavy Metal verschrieben. Im Jahr 1997 erfolgte mit der Umbenennung in SIDEBURN auch die musikalische Umorientierung in Richtung Hard Rock à la AC/DC oder KROKUS. Seit 2011 ist einzig Sänger Roland Pierrhumbert von den Gründungsmitgliedern noch dabei. Aber frisches Blut muss ja nicht immer was Schlechtes sein. Und so rocken SIDEBURN gerade so weiter als sei nichts gewesen.

“#Eight“ ist – wie sollte es auch anders sein – das mittlerweile achte Studiowerk der Band und sicherlich – so viel sei verraten – eines ihrer besten. Denn die Band schafft es, hier insgesamt 13 Tracks zu produzieren, die jeden Fan der beiden oben genannten Bands aber auch Anhänger von GREAT WHITE sofort in ihren Bann ziehen werden. Da zünden die Riffs, da begeistern die Melodien und die Soli verleiten zum Luft-Gitarren-Wettbewerb. Zudem zeigt Pierrhumbert, dass er die perfekte Stimme für diese Art Musik hat.

Dazu schaffen es die Songs hier geradezu mühelos, sich in den Gehörgängen einzunisten und umgehend für gute Laune beim Hörer zu sorgen. Am schnellsten mag sich gerade letztere beim Genuss von Get Your Ride On einstellen. So beschwingt, lässig und mitreißend muss eine Rock ‘n‘ Roll-Hymne sein. Aber auch All The While, Call Me A Doctor, Turn Away, Drop Zone, No More Room In Hell, Give Me A Sign rocken so kraftvoll und zugleich locker-leicht daher, als wäre es das Einfachste auf der Welt einen eingängigen und mitreißenden Rock-Song zu schreiben. Zudem sind die Lieder schön abwechslungsreich gehalten, so dass keine Ermüdung oder Langeweile eintritt, weil man zehn Mal Variationen ein und desselben Songs vorgesetzt bekommt.

Machen wir uns nichts vor, wäre dieses Album von AC/DC oder auch KROKUS würde die Weltpresse von einem neuen Meilenstein in der Band-Geschichte fabulieren. Da es sich aber „nur“ um SIDEBURN handelt, wird “#Eight“ wohl leider nicht den Respekt und wohl auch nicht – was ich viel schlimmer finde – die Aufmerksamkeit bekommen, die diese Scheibe eigentlich verdient hätte. Aber wenn ihr das hier lest und auf Riff-Rock der Marke AC/DC steht, dann kauft euch dieses Album! Ihr könnt mir dann später danken. Und für den großen Durchbruch ist es ja auch nach teilweise mehr als 30 Jahren im Geschäft nicht zu spät.

Marc Langels, 04.05.2017

 

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