Simon McBride

Crossing The Line

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 16.10.2013
Jahr: 2013
Stil: Blues-Rock

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Simon McBride Homepage



Redakteur(e):

Marc Langels


Simon McBride
Crossing The Line, Nugene Records, 2013
Simon McBrideGesang & Gitarre
Paul HamiltonSchlagzeug
Carl HarveyBass
Gastmusiker
Mia SimoneGesang
Davy HowellSaxophon
Linley HamiltonTrompete
Produziert von: Simon McBride Länge: 45 Min 50 Sek Medium: CD
01. Lead Us Away07. One More Try
02. Go Down Gamblin'08. A Rock And A Storm
03. No Room To Breathe09. Heartbreaker
04. Don't Be A Fool10. Home To Me
05. Starve This Fever11. Down To The Wire (Revisited)
06. Alcatraz

Irland hat schon einige beeindruckende Blueser hervorgebracht. Die beiden Säulen-Heiligen in der irischen Ruhmeshalle des Blues sind dabei natürlich Rory Gallagher und Gary Moore. Einer der aussichtsreichsten Kandidaten dafür, die Fackel des irischen Blues weiter hochzuhalten ist Simon McBride, ein Musiker mit einer bewegten Geschichte. McBride stammt aus Belfast und begann mit zehn Jahren Gitarre zu spielen. Fünf Jahre später gewann er den „Young Guitarist Of The Year“-Award des Guitarist Magazine. Ein Jahr später war er dabei, als sich die nordirische Metal-Band SWEET SAVAGE reformierte, dabei ersetzte McBride Vivian Campbell (DEF LEPPARD, früher DIO). SWEET SAVAGE nahmen mit McBride zwei Alben auf. 1998 verließ er die Band und tat sich für die folgenden sechs Jahre mit Sänger Andrew Strong (Ex-THE COMMITMENTS) zusammen. Dabei bestand das Programm zumeist aus Soul- und Rhythm & Blues-Nummern, die McBride wieder näher an die Einflüsse seiner Jugend brachten.

Diese liegen in der Kombination von Blues und Rock. Und um diese auszuleben, startete McBride dann auch seine Solo-Karriere. Dabei legt er nun mit "Crossing The Line" sein viertes Album vor, wobei die CD bereits im letzten Jahr erschien und nun noch einmal neu aufgelegt wird. Darauf präsentiert der Sänger und Gitarrist insgesamt elf Songs. Dabei vertraut der Mann auch nicht so sehr wie andere Blueser - unter anderem ja auch Joe Bonamassa - auf Fremdkompositionen, sondern hat lediglich zwei Stücke gecovert. Ein mutiger, aber aus meiner Sicht vollkommen richtiger Schritt.

Denn generell darf man festhalten, dass das Songwriting von McBride ein durchgängig hochklassiges Niveau erreicht. Dabei bildet der Blues die Basis-Station, von der McBride mit seinen Musikern Paul Hamilton (Schlagzeug) und Carl Harvey (Bass) aus mal in traditionellere oder auch mal popigere Richtungen hin aufbricht. In dieser Hinsicht wie auch beim eher glatten Gesamt-Sound erinnert das schon stark an Bonamassa. Dabei wäre McBride meines Erachtens mit einem etwas raueren, lebendigeren, sprich live-haftigeren Sound etwas besser bedient gewesen. Aber auch so tönt sein Blues kraftvoll und spielfreudig aus den Boxen.

Neben dem wirklich gelungenen Songwriting zeichnet sich “Crossing The Line“ auch durch die exzellente Gitarrenarbeit des Maestros aus. Dabei meint man manchmal ein wenig den Einfluss von Gary Moore herauszuhören. Zumal McBride mit One More Try auch einen Song ganz im Stile Moores auf dem Album vertreten hat. Aber man darf ihn nicht als bloße Kopie ansehen, denn in Stücken wie der BLOOD, SWEAT & TEARS-Nummer Go Down Gamblin' zeigt er, dass seine spieltechnischen Wurzeln neben vielen anderen Stilen auch im Delta-Blues liegen.

Nach einer beachtlichen und vor allen Dingen wechselhaften Karriere ist Simon McBride dort angekommen, wo er eigentlich hingehört: als Sänger und Gitarrist seiner eigenen Blues-Band. Dabei wird das aktuelle Werk allen Freunden des rockigen Blues sicherlich gut gefallen, denn neben den Saiten-Feuerwerken und der Stimm-Akrobatik versteht sich McBride eben auch auf die Kunst des Songwritings. Er wird auch mit "Crossing The Line" sicherlich nicht Rory Gallagher oder Gary Moore von ihrem Thron als Irlands Blues-Legenden stoßen, aber er bringt sich damit als potenzieller Nachfolger für die beiden Größen nachhaltig ins Gespräch.

Marc Langels, 14.10.2013

 

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