Simply Red

Blue Eyed Soul

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 05.11.2019
Jahr: 2019
Stil: Blue Eyed Soul
Spiellänge: 36:26
Produzent: Andy Wright & Mick Hucknall

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Plattenfirma: BMG

Promotion: Networking Media


Redakteur(e):

Frank Ipach


s. weitere Künstler zum Review:

Otis Redding

Titel
01. Thinking Of You
02. Sweet Child
03. Complete Love
04. Take A Good Look
05. Ring That Bell
 
06. Bad Bootz
07. Don't Do Down
08. Riding On A Train
09. Chula
10. Tonight
Musiker Instrument
Mick Hucknall Vocals
Kenji Suzuki Guitar
Steve Lewinson Bass
Dave Clayton Keyboards
Ian Kirkham Saxophone, Keyboards
Roman Roth Drums

„Ich bin an einem Punkt in meiner Karriere angekommen, an dem ich eines von diesen düsteren, selbstreflektiven Alben hätte machen können, die heute so viele Künstler in einem bestimmten Alter aufnehmen. Eine Platte, auf der ich nochmal auf mein Leben zurück schaue“, so referiert Mick Hucknall. “Doch ich dachte mir nur: Scheiß drauf! Ich wollte lieber etwas mit viel Schwung machen und mich dabei gut amüsieren.“

Und tatsächlich, der inzwischen 59-jährige Rotschopf aus Manchester setzt auf dem 12. Album seiner Stammformation SIMPLY RED auf mehr oder weniger traditionellen Soul und der damit verbundenen Lust am Tanzen. Somit vertraut der Mann mit der unverkennbaren Raspelstimme also seiner altvertrauten Stilistik, die er zumindest in Teilen bereits auf seinem 1985er Debut „Picture Book“ pflegte. Das aktuelle „Blue Eyed Soul“ klingt jedenfalls erdiger und mehr nach old school Soul als alles was Hucknall in den letzten 10 bis 15 Jahren abgeliefert hat. Ja, und es steht der Band gut zu Gesichte.

Ihren Hang zu den alten Sixties und Seventies Vibes verdeutlichen die Herrschaften schon vorweg mit ihrem schrill-bunten Album-Cover, das offenkundig den durchaus speziellen Blaxploitation Filmplakaten aus den frühen Siebziger Jahren nachempfunden wurde. Stichwort: „Foxy Brown“ „Shaft“ und „Superfly“. Ja, das passt.

So lehnen sich einige der neuen SIMPLY RED Kompositionen tatsächlich an alte Curtis Mayfield, Bobby Womack und Isaac Hayes Muster an und grooven recht vergnügt im losgelösten Partymodus. Solch ein zuckersüßes Sahnestück wie Sweet Child erinnert dann auch schon mal an Smokey Robinson und besitzt hundertprozentiges Radiohit-Potential. Die schmusige Edelballade Complete Love wiederum huldigt unverkennbar dem großen Otis Redding. Ein tief in den Sixties verwurzelter Motown inspirierter Song wie Take A Good Look schaut unterdessen sanft zurück auf den jungen Marvin Gaye.

Mick Hucknall und seinen Gefährten gelingt mit „Blue Eyed Soul“ ein unterhaltsames und schwungvolles Hör- und Tanzvergnügen, das seinem Namen alle Ehre macht und zweifelsfrei einen der vorderen Plätze im Ranking sämtlicher SIMPLY RED Alben belegt.

 

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