Sister Crayon

Bellow

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 29.03.2011
Jahr: 2011
Stil: Trip Hop

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Redakteur(e):

Dirk Schulte


Sister Crayon
Bellow, Manimal Vinyl, 2011
Terra LopezVocals, Guitar & Synthesizer
Dani FernandezVocals & Synthesizer
Genaro UlloaElectric Piano & Synthesizer
Nicholas SuhrDrums
Produziert von: J. Robbins Länge: 46 Min 11 Sek Medium: CD
01. I'm Still The Same Person06. Anti-Psalm
02. Here We Never Die07. Thief-Boxer, Asleep
03. And Glass...08. Stem
04. (In) Reverse09. Ixchel, The Lady Rainbow
05. Every Third Hour10. Souls Of Gold

Wow, was für ein Debüt! Heute nehme ich meine Wertung mal gleich vorweg, denn was SISTER CRAYON hier auf CD gebannt haben ist in meinen Ohren einfach herausragend. Gut, ich gebe zu, dass ich Trip-Hop (so ordne ich das was das Quartett aus Sacramento hier zu Gehör bringt mal ein) mag und fast alles von MASSIVE ATTACK besitze. Wo diese aber mitunter sehr wuchtig daherkommen ist der Sound der “Geschwister“ deutlich minimalistischer und verspielter. Auch fehlt ihnen jegliche Strenge und das Verkopfte, was beispielsweise PORTISHEAD an den Tag legen. Allerdings sind die 10 Songs auf “Bellow“ wiederum zu komplex um als einfacher Synthie Pop durchzugehen. Stilistische Nähe zeigen sie durchaus zu SAINT ETIENNE und zu den frühen MOLOKO. In einigen Passagen erinnert mich die Stimme von Frontfrau Terra Lopez zumindest stark an Róisín Murphy.

Die zehn Songs zeigen in knapp einer dreiviertel Stunde Spielzeit eine starke stilistische Bandbreite. Angefangen von der zarten Eröffnung I’m Still The Same Person, hier gibt das Schlagzeug ein scheinbar stoischen leichten Marschrhythmus vor bevor der noch recht zaghafte Gesang einsetzt, bis hin zum letzten Stück Souls of Gold – ein Lied das auch in jeder angesagten Disco den Tanzboden füllen könnte, hier setzen ausnahmsweise Bläser die fetzigen Akzente.

Dazwischen liegt mit Anti-Psalm der absolute Höhepunkt der Platte. Ein minimalistisch-eingängiges Synthie-Motiv trifft auf Loops und Breaks und das garniert mit zwischen Terra und Dani wechselnden Gesangslinien, traumhaft!

Alle Songs verströmen eine geheimnisvolle Atmosphäre, der Gesang changiert zwischen melancholisch und eindringlich oder wird düster und hypnotisch wie bei (In) Reverse, der gewisse Parallelen zum Übersong Unfinished Sympathy von MASSIVE ATTACK aufweist, diesem aber durchaus das Wasser reichen kann.

Leider gibt der Waschzettel der Promo-Agentur und auch der Digi-Pack nur wenig Infos zur Band, auch im Netz ist noch nicht viel zu finden. So habe ich die obige Besetzung und die Instrumentenzuordnung mehr oder minder zusammengepuzzelt. Zumindestens die Namen der vier Bandmitglieder (2 Frauen, 2 Männer) sollten aber stimmen.

“It was the first band ever that was available to be signed whose music actually made me tear up,” wird Manimal Vinyl-Inhaber Paul Beahan zitiert. Recht hat der Mann!

Dirk Schulte, 28.03.2011

 

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