Skid Row

United World Rebellion: Chapter Two - Rise Of The Damnation Army


CD-Review

Reviewdatum: 28.07.2014
Jahr: 2014

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Redakteur(e):

Marc Langels


Skid Row
United World Rebellion: Chapter Two - Rise Of The Damnation Army, UDR Music, 2014
Johnny SolingerGesang
Scotti HillGitarre
Dave "Snake" SaboGitarre
Rachel BolanBass
Rob HammersmithSchlagzeug
Produziert von: Skid Row Länge: 28 Min 46 Sek Medium: CD
01. We Are The Damned05. Zero Day
02. Give It The Gun06. Sheer Heart Attack (QUEEN Cover)
03. Catch Your Fall07. Rats In The Cellar (AEROSMITH Cover)
04. Damnation Army

Statt alle paar Jahre ein neues Album in die Läden zu stellen, das sich anschließend eher schlecht denn recht verkauft, gehen die US-Rocker SKID ROW einen eigenen Weg. Mit "United World Rebellion: Chapter One" veröffentlichten sie im vergangenen Jahr eine EP und versprachen in den kommenden zwei Jahren die Kapitel II und III folgen zu lassen. Diese würden dann zusammen quasi ein Album ergeben. Nun liegt Teil 2 von 3 vor, "United World Rebellion: Chapter Two - Rise Of The Damnation Army" betitelt.

Dabei bleiben Dave "The Snake" Sabo, Scotti Hill, Rachel Bolan & Co. ihrer Marschroute der ersten EP treu; das bedeutet eine kleine Rückbesinnung auf das, was die Band Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre so erfolgreich gemacht hatte: Sleaziger Metal mit mächtig Dampf. Dazu hin und wieder eine wohlplatzierte Ballade. Soweit der Plan, aber leider ist den Mannen in den vergangenen Jahren das Händchen für großartige Songs irgendwo abhandengekommen, egal ob bei Rockern oder Balladen. Auf der EP kann lediglich der Opener We Are The Damned an vergangene Großtaten anschließen. Hier stimmen die Riffs, der Drive, die Attitüde, die Melodie. Dieser Song hätte auch auf die Großtat “Slave To The Grind“ gepasst.

Bei dem Rest der Songs ist das Bemühen zwar deutlich erkennbar, aber es fehlt der zündende Funke, die packende Melodie. Die Riffs sind ein paar Mal (Give It The Gun, Damnation Army) wirklich nahe dran an den Klassikern der Anfangstage, aber auch dann fehlt eben die entsprechende Gesangsmelodie, die den Song auf eine neue Ebene hieven würde. Und egal wie lange Johnny Solinger nun schon der Mann am Mikrofon bei SKID ROW ist, er kann es eben von der Stimme und vom Ausdruck her nicht mit Sebastian Bach aufnehmen. Und selbst der hätte eine Null-Nummer wie das ultra-platte Catch Your Fall nicht retten können. Was die Jungs da geritten hat, einen solchen unausgegorenen Song aufzunehmen, werden wir wohl nie erfahren.

SKID ROW bleiben auch mit "United World Rebellion: Chapter Two - Rise Of The Damnation Army" höchstens im Mittelmaß hängen. Bis auf den Opener erreicht keines der Lieder das Niveau der eigenen glorreichen Vergangenheit. Da helfen auch die ordentlichen Cover—Versionen von QUEEN (Sheer Heart Attack) und AEROSMITH (Rats In The Celllar) nicht wirklich weiter. So wird das auf jeden Fall nichts mit der Re-Aktivierung einer einstmals sehr vielversprechenden Karriere.

Marc Langels, 23.07.2014

 

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