Slade

Cum On Feel The Hitz – The Best Of Slade

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 02.10.2020
Jahr: 2020
Stil: Glam Rock
Spiellänge: 157:21
Produzent: n.b.

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Plattenfirma: BMG


Redakteur(e):

Epi Schmidt


s. weitere Künstler zum Review:

Sweet

Status Quo

Titel
CD 1:
01. Cum On Feel The Noize
02. Squeeze Me, Pleeze Me
03. Mama Weer All Crazy Now
04. Coz I Love You
05. Take Me Back 'Ome
06. Gudbuy T' Jane
07. My Friend Stan
08. Far Far Away
09. My Oh My
10. Everday
11. The Bangin' Man
12. Look Wot You Dun
13. Thanks For The Memory
14. Run Runaway
15. We'll Bring The House Down
16. In For A Penny
17. Let's Call It Quits
18. How Does It Feel
19. All Join Hands
20. Get Down And Get With It
21. Radio Wall Of Sound
 
CD 2:
01. Lock Up Ypur Daughters
02. My Baby Left Me: That's Alright
03. Gypsy Roadhog
04. (And Now The Waltz) C'est La Vie
05. Myzsterious Mizster Jones
06. Ruby Red
07. Do You Believe In Miracles
08. Wheels Ain't Coming Down
09. 7 Year Bitch
10. Still The Same
11. The Shape Of Things To Come
12. Know Who you Are
13. Nobody's Fool
14. Burning In The Heat Of Love
15. Give Us A Goal
16. Giny Ginny
17. Sign Of The Times
18. Knuckle Sandwich Nancy
19. Ooh La La In L. A.
20. That What Friends Are For
21. We Won't Give In
22. Merry Xmas Everybody
Musiker Instrument
Noddy Holder Vocals, Guitar
Dave Hill Lead Guitar, Backing Vocals
Jim Lea Bass, Violin, Piano
Don Powell Drums

Mit so einem Nebelhorn als Sänger, wie Noddy Holder, können nur ganz wenige Bands aufwarten. “Konnten“, muss es richtiger Weise heißen, aber dafür ist das auch gültig, für die kompletten fast 70 Jahre Rock'n'Roll, die wir mittlerweile notieren können. Ich weiß nicht, was da in Mittelengland verfüttert oder getrunken wird, aber irgendwas ist da drin. Nur mal so als Beispiel: Ebenso wie SLADE, stammt auch DOGS D'AMOUR-Frontmann TYLA aus Wolverhampton.

Aber zurück zum Thema: Der Glam Rock und wie er sich entwickelt hat, wäre ohne SLADE nicht vorstellbar gewesen und dann auch noch die Headbanger der 1980er Jahre zu überzeugen, dass hat wahrlich kaum eine Band aus diesem Genre geschafft. Deswegen darf man von Zeit zu Zeit auch mal an dieses Quartett erinnern, auch wenn es schon einige “Best Of“-Scheiben gibt und die Band schon längst nicht mehr in der Ur-Besetzung tourt (Gitarrist Dave Hill hält das Fähnchen aufrecht). Zwischen 1970 und 1991 gab es jedenfalls reichlich gutes Material und einiges davon ist hier versammelt. Ich hätte es schöner gefunden, wenn das chronologisch vollzogen worden wäre, aber wer fragt mich schon? Jedenfalls auch nicht die Intelligenzbestie, die die Idee hatte, die Hälfte des Booklets mit weißer Schrift auf gelbem Hintergrund zu gestalten. Man fragt sich wirklich, was die Leute denken...

Anyway, so viel zum Lesen gibt’s ja nicht und so kann die Party mit einem lauthals geraspeltem “Baby, baby, babyyy!“ beginnen. Cum On Feel The Noize steht nicht nur als Namensgeber für diese Doppel-CD, sondern auch als Garant für high'n'dirty Boogie-Glam-Rock! Wer auf puren Rock'n'Roll steht, dem läuft bereits hier ein Schauer über den Rücken. Simpel? Ja! Und gut!!!

Sechs Hit-Alben liefern genug Stoff um den Druck im Kessel hoch zu halten. Angeblich hat Sänger Noddy Holder Songs wie Mama Weer All Crazee Now überhaupt nicht gemocht, aber davon lassen wir uns den Spaß nicht verderben, zumal er das ja wahrlich beeindruckend singt. Vor allem, wie sich das zum Ende hin immer mehr steigert. Irgendwie klingen fast alles frühen Songs, als wären sie bei einem Live-Gig in einem kleinen Club voller durchgedrehter Fans aufgenommen. Get Down And With It ist da mein Lieblingsbeispiel. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man mit diesem Song Leute, die nicht so die Rock'n'Roll-Fanatiker sind, zur Weißglut treiben kann.

Dann und wann gibt’s auch mal “ruhigere“ Songs. Also, so ruhig, wie das bei Holders Stimme möglich ist. Ist eigentlich schonmal jemand die Ähnlichkeit von Coz I Luv You zu QUEENs Killer Queen aufgefallen? Erstgenannter Songs ist allerdings drei Jahre früher erschienen. Hört man sich so durch die Scheiben, entdeckt man vielleicht manch alten Freund wieder. Wie etwa My Friend Stand. Far Far Away und My Oh My hört man ja heute noch allenthalben, und sei es am Lagerfeuer. Allerdings wohl selten mit dieser einzigartigen Stimme, für die man den Begriff “mit Reißnägeln gurgeln“ erfunden hat. Wem genannten Balladen zu abgedroschen sind, der sollte es vielleicht mal mit Everday probieren.

Heutzutage klingt Run Runaway etwas banal und effekthascherisch, aber Anno 1984 hat es gute Dienste geleistet. 1991, bei Radio Wall Of Sound war man zu sehr an den Zeitgeist angepasst. Oder was immer man da gedacht hat. Die Musik von SLADE braucht nicht viel, wie Lock Up Your Daughters zeigt: Dave Hills einfache aber zielsichere Gitarrenriffs (mit Solos hat er selten seine Zeit vertrödelt), Noddy Holders krähendes Power-Organ und den stampfende Rhythmus von Jim Lea und Don Powelll – fertig ist das Schleudertrauma.

Mit Know Who You Are hat man eine früher Nummer (1970) hier mit drauf, die ebenso nach frühen STATUS QUO, wie nach SWEET oder 1960er Band, wie die PRETTY THINGS klingt und mit Give Us A Goal einen richtigen steinzeitlichen Stampfer, bei dem man gern mal auf einem Konzert der Band gewesen wäre.

Abgeschlossen wird dieses Album natürlich mit dem unvermeidlichen Merry Xmas Everbody, ohne das eigentlich kein Weihnachtsfest stattfinden darf.

Als Kritikpunkt muss ich anbringen, dass das grandiose Rock'n'Roll Preacher (ich empfehle hierzu zwingend sich das Video aus Manfred Sexauers “Musikladen“ zu gönnen) fehlt, aber “Til Deaf Do Us Part“ ist ohnehin eine der Scheiben von SLADE, die man als Rocker im Schrank stehen haben muss. Als Querschnitt macht “Cum On Feel The Hitz“ eine ganz gute Figur.

 

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