Slartibartfass

Schwarz verhüllt

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 11.02.2012
Jahr: 2011
Stil: Avantgarde Pagan Metal

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Slartibartfass Homepage



Redakteur(e):

Martin Schneider


Slartibartfass
Schwarz verhüllt, Twilight, 2011
PhillipVocals, Guitar
VladimirGuitar
JessicaBagpipes
ThomasKeyboards
NicolasBass
ClaudioLive Drums
Produziert von: Slartibartfass Länge: 47 Min 39 Sek Medium: CD
01. Prolog05. Kapitel IV: Angst (Der Morgen graut am Horizont)
02. Kapitel I: Sehnsucht (Dämmerung in verschneitem Wald)06. Kapitel V: Erhabenheit (Die Königin dem Grab entsteigt)
03. Kapitel II: Liebe (Vollmondnacht)07. Kapitel VI: Melancholie (Tagtraum)
04. Kapitel III: Trauer (Als das Glück noch Zukunft hieß)

Slartibartfass kennt man als den Planetenarchitekten aus Douglas Adams 'Per Anhalter durch die Galaxis', dessen berühmteste Schöpfung die norwegischen Fjorde sind. Nach ihm hat sich eine Band aus dem beschaulichen Ulm benannt, die ihren Sound mit Avantgarde Pagan Metal umschreibt.

"Schwarz verhüllt" ist das vierte Album des Sextetts und zugleich das erste Konzeptalbum der Bandgeschichte. Aber was - bei allen Göttern - darf man sich unter Avantgarde Pagan Metal vorstellen? Fortschrittliche Extremmucke für Heiden, die sich durch Radikalität auszeichnet? Das zumindest legt die Interpretation der Begrifflichkeit nahe und ganz daneben ist diese Beschreibung nicht.

SLARTIBARTFASS frönen einem komplex-anspruchsvollen, fast progressiv zu nennenden Black Metal, den sie mit Dudelsäcken anreichern. Schon haben wir einen Schuss Folk mit dabei, womit die Schwaben über ein außergewöhnliches Alleinstellungsmerkmal verfügen. Gesprochene Passagen mit Hörspielcharakter, vereinzelte Soundeffekte… der Truppe ist jedes Mittel recht, das der Atmosphäre dienlich ist.

Klirrende Eiseskälte dominiert die Szenerie, immer wieder durchbrochen von heimeligen Momenten in denen die Folkmelodien mit bleierner Schwere gotische Düsterromantik heraufbeschwören.

"Schwarz verhüllt" klingt originell und erinnert ein wenig wie ein gemeinsames Projekt von LACRIMOSA, CORVUS CORAX und DIMMU BORGIR. Natürlich ist das kein eingängiges, leichtverdauliches, musikalisches Fastfood, dafür aber überaus spannend.

Daumen hoch für eine Band, die Extremmetal nicht als Jagd nach neuen 'schneller-härter-lauter'-Rekorden interpretiert, sondern dem schwarzmetallischen Grundgedanken der 'absoluten Freiheit' folgt, indem sie innerhalb des Genres neue Ausdrucksformen sucht.

Martin Schneider, 06.02.2012

 

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