Slayer

Christ Illusion

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 05.08.2006
Jahr: 2006

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Redakteur(e):

Tim C. Werner


Slayer
Christ Illusion, American Recordings, 2006
Tom Araya Vocals, Bass
Jeff Hanneman Guitars
Kerry King Guitars
Dave Lombardo Drums
Produziert von: Josh Abraham & Rick Rubin Länge: 38 Min 25 Sek Medium: CD
1. Flesh Storm6. Consfearacy
2. Catalyst7. Catatonic
3. Skeleton Christ8. Black Serenade
4. Eyes Of The Insane9. Cult
5. Jihad10. Supremist

Knapp fünf Jahre ist es nun her, dass am 11. September 2001, am "9/11" wie der Amerikaner zu sagen pflegt, der letzte SLAYER-Longplayer erschienen ist. Kurz nachdem die Kopien in die Verkaufsregale geräumt worden waren, zerfielen - noch am selben Tag - New Yorks Zwillingstürme zu Schuttt und Asche. God Hates Us All.
Nun also, eine halbe Dekade später, der Nachfolger "Christ Illusion". Und wenn dieser Umstand sogar die Feuilletonisten der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung umtreibt (vgl. Ausgabe vom 30. Juli 2006), dann sollte das Hooked On Music dazu nicht schweigen.

In erster Linie erwähnenswert ist die Rückkehr des Teufelstrommlers Dave Lombardo. Die Pause von seiner angestammten Formation hat er zur Weiterentwicklung von Stil und Geschwindigkeit genutzt. Man lausche nur den Gastspielen auf den Scheiben von GRIP, "The Power Of Inner Strength" (1995), und TESTAMENT, "The Gathering" (1999). Mittlerweile kann ihm wohl keiner der Kollegen das Wasser reichen: Speed und Präzision sind unerreicht. So trommelt niemand sonst.
Aber auch die Mitstreiter Araya, King und Hannemann haben ihr Handwerk nicht verlernt, im Gegenteil: Die heilige Wut des 21. Jahrhunderts wird herausgebrüllt wie selten zuvor. Die Gitarren kreischen als sei "Seasons In the Abyss" eben erst erschienen. Etwas langsamer als früher, dafür umso intensiver (Black Serenade, Supremist).

Und wieder ist das Quartett am Puls der Zeit: Die Stücke Skeleton Christ, Cult und insbesondere Jihad sind der perfekte Soundtrack für den Hass und die Gewalt im Nahen Osten.
Gerade das macht den bemerkenswerten Unterschied aus: Waren SLAYER früher nur Showmen, die so schnell wie möglich spielen und so brutale Texte wie möglich abliefern wollten (was beides gelang), so zeichnen Sie heute, zwanzig Jahre nach "Reign In Blood" und fünf Jahre nach der historischen Zäsur des 11. September 2001, ein realistisches Bild unserer kranken Welt. Wie sich die Zeiten doch ändern.

Ich hätte es nicht für möglich gehalten: SLAYER sind immer noch eine Macht.

Tim C. Werner, 05.08.2006

 

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