Slayer

Repentless

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 09.09.2015
Jahr: 2015
Stil: Thrash Metal

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Redakteur(e):

Kay Markschies


Slayer
Repentless, Nuclear Blast Records, 2015
Tom ArayaGesang, Bass
Kerry KingGitarre
Gary HoltGitarre
Paul BostaphSchlagzeug
Produziert von: Terry Date Länge: 41 Min 57 Sek Medium: CD
01. Delusions Of Saviour07. Chasing Death
02. Repentless08. Implode
03. Take Control09. Piano Wire
04. Vices10. Atrocity Vendor
05. Cast The First Stone11. You Against You
06. When The Stillness Comes12. Pride In Prejudice

Nun steht es also fast in den Plattenläden, das neue SLAYER-Studioalbum und die erste Veröffentlichung nach dem tragischen Tod von Jeff Hanneman.
Sechs ganze Jahre sind vergangen seit der letzten, eher durchwachsenen Scheibe "World Painted Blood" und in dieser Zeit hat die Band eine ganze Reihe von Umwälzungen hinter sich bringen müssen.

Nicht nur das Ableben von Hanneman galt es zu kompensieren, vor knapp zwei Jahren trennte man sich nach einem vertraglichen Disput auch erneut von Schlagzeuger-Legende Dave Lombardo und fand mit Paul Bostaph letztendlich einen alten Bekannten als Ersatz.

Das neu mit EXODUS-Gitarrist Gary Holt aufgefüllte Quartett nutzte zuerst einmal die Zeit, um sich live auf der Bühne miteinander einzugrooven. Unter anderem spielte man 2014 als Headliner auf dem Wacken Open Air und war 2015 großflächig in den Staaten im Rahmen des Mayhem Festivals unterwegs.

Im stillem Kämmerlein von Kerry King entstanden dabei die Ideen und Songstrukturen zu "Repentless", das der 51-jährige Gitarrist diesmal quasi im Alleingang komponiert hat. Konnte King dieser Verantwortung gerecht werden oder ist nun ein neuer stilistischer Einschlag zu fürchten ? Ich meine ja und nein, denn was sich den Fans auf den 12 Tracks des Albums offenbart, ist weit davon entfernt, neue Pfade oder Wege einzuschlagen. Im Gegenteil, bereits auf dem Instrumentalintro Delusions Of Saviour ist der typische SLAYERsound spürbar, Erinnerungen an die ersten Akkorde von "South Of Heaven" werden wach.
Danach begeben sich die vier Kalifornier auf eine Berg- und Talfahrt, sprich: In Repentless und Take Control begibt man sich in höhere BPM-Sphären, Trommelfelle werden gegerbt, Gitarrensaiten gequält. Beides sind schnelle Songs allererster Güte und stehen den "Hits" der Band in nichts nach.

Danach wird das Tempo etwas gedrosselt und wir finden uns bei den nächsten vier Songs in Midtempo-Gefilden wieder. Insbesondere das vorab veröffentlichte When The Stillness Comes bringt mit seinen halb verzerrten Gitarren etwas Farbe in den ansonsten harten Stakkato-Alltag.
Spätestens mit Implode nimmt "Repentless" jedoch wieder Fahrt auf. Im gesteigerten Tempo geht es auch fast bis zum Ende der Platte weiter, bevor sich der Vierer mit dem abschließenden Pride In Prejudice noch einmal fast ins Doom Metal-Genre bewegt.

Wie lautet das Fazit ? Allen, die Angst hatten, der tragische Abgang von Jeff Hanneman würde sich negativ auf die Kreativität der Band auswirken, kann man getrost beruhigen. "Repentless" bietet auf allen 12 Tracks hochqualitative SLAYER-Kompositionen, die die Enttäuschung über den letzten Longplayer mit Leichtigkeit fortwischen.
Auch Bostaph und Holt fügen sich nahtlos in das Geschehen ein, so dass man SLAYER nur eine verheißungsvolle Zukunft vorhersagen kann.

Kay Markschies, 08.09.2015

 

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