Smokey Fingers

Columbus Way


CD-Review

Reviewdatum: 09.10.2011
Jahr: 2011
Stil: Southern Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


Smokey Fingers
Columbus Way, Tanzan Music, 2011
Gianluca PaternitiGesang
Fabrio CostaBass
Daniele VaccchiniSchlagzeug & Percussion
Diego DragoniGitarre & Banjo
Gastmusiker
Mario PercudaniGitarre & Gesang
Paolo Apollo NegriHammond & Rhodes
Josh Zighetti, Barbara Boffelli & Elisa PaganelliGesang
Produziert von: Mario Percudani & Smokey Fingers Länge: 58 Min 27 Sek Medium: CD
01. Old Jack07. Die For The Glory
02. The Lover08. The Good Countryside
03. Chains Of Mind09. Sweet Tears
04. Born To Run10. Country Road
05. Ride Of Love11. Crazy Woman
06. Over The Line12. Devil's Song

Southern Rock kommt traditionell aus dem Süden der USA, aber das bedeutet nicht, dass er nicht auch woanders her kommen könnte. Aus dem Süden von Europa zum Beispiel. Und in diesem Fall aus Italien. “Columbus Way“ heißt das Debüt-Album der Band SMOKEY FINGERS aus Lodi in der Lombardei. Also reingeographisch gesehen kommt dieser Southern Rock aus dem Norden des Süden.

Aber entscheidend ist auf der Scheibe und da hört das Exotentum auf. Denn SMOKEY FINGERS bieten traditionellsten Southern Rock mit allem was dazugehört, wie Slide-Gitarren, Hammond- und Wurlitzer-Sounds und einem kleinen Background-Chor. Leider ist auch das Songwriting fast durchgängig als traditionell und wenig spektakulär am treffendsten beschrieben. SMOKEY FINGERS klingen wie hunderte andere – meist amerikanische – Southern-Rock-Bands auch und bieten kaum echte Hinhörer.

Der einzige Ausreißer ist dabei die Power-Ballade Born To Run, die wirklich alles bietet, was ein guter Song braucht. Eine spannende Dramaturgie, schöne Dynamik-Wechsel von cleanen, gezupften Gitarren zu Beginn zu verzerrten Breitwand-Sounds im Refrain, eine eingängige Hookline, abwechslungsreiche Instrumentierung mit einem kurzen Rhodes-Intermezzo und ansonsten wummernden Hammond-Sounds im Hintergrund. Rundum einfach ein rundum gelungener Song.

Davon gibt es aber leider einfach zu wenige, als dass man diese CD im Schrank stehen haben müsste. Denn die restlichen Songs sind weitestgehend durchschnittlich. Sie sind keine Ausfälle, aber für Southern Rock Fans auch nicht wirklich essentiell. Die im Promozettel so hoch gelobte eigene Art kann ich leider nirgendwo entdecken. Vielleicht ja beim nächsten Mal.

Marc Langels, 07.10.2011

 

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