Snarling Adjective Convention

Bluewolf Bloodwalk

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 13.12.2008
Jahr: 2008

Links:

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Redakteur(e):

Michael Koenig


Bluewolf Bloodwalk, Unicorn Digital, 2008
Roger EbnerSaxophone, Wind Synthesizer, Trippy Laughter on Track 02, Breathing on Track 07
Joe KopeckyGuitars
William KopeckyBass
Dan MaskeKeyboards, Trumpet, Flute, Percussion, Primal Vocalizations on Track 02
Craig WalknerDrums
Guest
Sophie KopeckyPoetry Recitals on Tracks 03 & 07
Produziert von: Snarling Adjective Convention Länge: 47 Min 25 Sek Medium: CD
01. Provocation05. Necklace Of Forever
02. Lunatic Engine06. Bluewolf Bloodwalk
03. Immaculate Risen Descents07. Masks
04. Nightwater

SNARLING ADJECTIVE CONVENTION nennt sich ein amerikanisches Quintett. Die fünf abenteuerlustigen und äußerst talentierten Künstler aus dem Bundesstaat Wisconsin verfolgen mit ihrer Musik einen sehr experimentellen Ansatz. Sie kombinieren Bestandteile von Prog Rock, Avantgarde Jazz, Free Jazz, Psychedelic, Metal und Dark Ambient.

Die nachfolgend etwas ausführlicher vorgestellten Ensemblemitglieder sind in den Kreisen, die sich mit experimenteller und progressiver Rockmusik auseinandersetzen, bestens bekannte Instrumentalisten mit reichlich Erfahrung:
Roger Ebner spielt Windsynthesizer und Saxofon, er wirkt außerdem bei dem Dark Ambient Projekt YETI RAIN (Debütalbum 'Discarnate' bei Unicorn Digital erschienen) mit;
Joe Kopecky bedient die Gitarren und spielt noch bei KOPECKY (Album 'Blood' bei Unicorn Digital erschienen);
William Kopecky (Bruder von Joe) am Bass gilt als einer der besten seiner Zunft im Prog Rock und ist unter anderem bei YETI RAIN, KOPECKY, PARALLEL MIND, PÄR LINDH PROJECT, FAR CORNER und MICHAEL ANGELO BATIO aktiv;
Dan Maske, seines Zeichens Doktor der Musik, Hauptkomponist und Bandleader von PARALLEL MIND, sowie Autor des Buches "Progressive Rock Keyboard" ist für Keyboards, Trompete, Flöte und Perkussion zuständig;
Craig Walkner ist ein preisgekrönter Schlagzeuger, welcher ebenfalls den Line-ups von FAR CORNER und YETI RAIN angehört.

Die Amerikaner haben ihrem ersten gemeinsamen Album als SNARLING ADJECTIVE CONVENTION den nicht gerade anheimelnden Titel 'Bluewolf Bloodwalk' gegeben und ein dementsprechendes Artwork verpasst.

Die fünf Herren scheren sich herzlich wenig um Konventionen. Sie nehmen sich ganz einfach alle Freiheiten, die ihnen ins Konzept passen. Das Ergebnis ist ein herrlicher Mix aus ungewöhnlichen, zum Teil chaotischen, schrägen und improvisiert wirkenden Tönen. Nichtsdestotrotz hat alles seinen Zweck. Die Musiker vermitteln dem Zuhörer, nicht zuletzt durch ihr Können, sowohl auf kompositorischem, als auch auf musikalischem Terrain das Gefühl, dass sie genau wissen was sie tun und jederzeit die Herren der Lage sind. 'Bluewolf Bloodwalk' ist eine bemerkenswert frische, abwechslungsreiche und spannende Platte, auf der es so manche Überraschung zu entdecken gilt. Wir haben es hier im weiteren Sinne mit instrumentalem (die paar Stimmeffekte und zwei in französischer Sprache rezitierte Gedichte zählen nicht als Gesang) und höchst experimentellem Prog Rock zu tun. Wobei es letztendlich sehr schwer ist, die Musik eindeutig einem bestimmten Genre zuzuordnen. Da sie schlussendlich alle bereits genannten Stile absorbiert und dadurch eine ziemlich große Bandbreite erreicht. Dass es dabei auch disharmonisch und atonal zur Sache geht, sollte möglichen Interessenten klar sein. SNARLING ADJECTIVE CONVENTION nehmen jeden, der schwindelfrei ist und über die nötige Toleranz verfügt, auf eine wilde und ungezähmte, teilweise halsbrecherische Achterbahnfahrt mit. Davon kann man letztendlich, wenn die erste Angst überwunden ist, gar nicht genug kriegen.

Alle, denen viele der herkömmlichen Prog Rock Alben zu bräsig und zu öde sind, wovon es bestimmt nicht gerade wenige gibt, können sich beruhigt an 'Bluewolf Bloodwalk' halten. Es sollte ihr Schaden nicht sein. Denn eines kann man SNARLING ADJECTIVE CONVENTION auf keinen Fall vorwerfen, nämlich dass sie sich auf ausgetretenen Pfaden bewegen.

Michael Koenig, 13.12.2008

 

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