Snew

Snew You

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 12.01.2009
Jahr: 2008

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Redakteur(e):

Marc Langels


Snew You, Maman Music, 2008
Curtis Don VitoGesang
Andy LuxGitarre
Cat TateBass
Mark OhrenbergerSchlagzeug
Produziert von: Bobby Owsinski Länge: 40 Min 10 Sek Medium: CD
01. Stand Up High06. Head Trauma
02. Got Love07. Electric Is The Law
03. Snew You08. Get It To Go
04. She's A Real Gunslinger09. Vibrator
05. Kick Me Over10. Heavy Water

Zuerst unternahmen die Australier AIRBOURNE (sehr erfolgreich) den Versuch, in die lange Zeit offene Lücke von AC/DC zu stoßen. Und nun drohen die Amerikaner SNEW sich auch noch in dieser Nische breit machen. Sie verbinden dabei den Rock, den Boogie und den Blues der frühen AC/DC (insbesondere in deren Früh-Werke "Jailbreak", "High Voltage" und "Dirty Deeds Done Dirt Cheap") mit dem leicht punkigen Einschlag von GUNS'N'ROSES zu deren "Appetite For Destruction"-Zeiten sowie die "Love It Or Leave It"-Attitüde von MOTÖRHEAD. Und SNEW haben Power; jede Menge rohe, ungezügelte Power.

SNEW machen wie ihre Vorbilder keine Mätzchen und spielen nicht lange um den heißen Brei herum. Hier gibt es keine technischen Spielereien oder verrückte Sounds, sondern harten Rock - straight und pur. Der Sound ist ebenfalls sehr roh und direkt und zündet daher schon beim ersten Hören. Es bleibt zu hoffen, dass SNEW niemals einem Produzenten wie Robert John "Mutt" Lange in die Hände fallen, denn es ist geradezu erfrischend, wie ungeschliffen die Vier an ihre Musik herangehen. Da wird eben gerade nicht so lange am Refrain herumgearbeitet, bis er Chart-tauglich ist. Und diese Ecken und Kanten geben der Musik gerade dieses besondere Feeling.

Der 4/4-Takt regiert auf "Snew You", das Schlagzeug treibt, der Bass pumpt, der Gitarrist schüttelt meisterhafte Rock'n'Roll-Riffs à la Malcolm Young oder Joe Perry aus dem Ärmel (während er bei den Soli eher weniger brillieren kann) und der Sänger schreit sich die Seele aus dem Leib (besonders beim sehr gelungenen Opener Stand Up High). Dabei klingt Curtis Don Vito wie der uneheliche Sohn von Bon Scott (AC/DC) und Udo Dirkschneider (ACCEPT / U.D.O.). So wie er hier brüllt, kreischt und schreit muss man fast befürchten, dass seine Stimme nicht mehr lange hält. Dabei wird kein Wert darauf gelegt, dass er jede Note sauber trifft, sondern dass die Intensität des Vortrags stimmt. Bei SNEW stehen eben Power, Feeling und Authentizität an erster Stelle.

Die Highlights des Albums sind der straighte Opener Stand Up High, das extrem treibende Snew You, das super-eingängige She's A Real Gunslinger, das lässig groovende Kick Me Over, das aggressive Electric Is The Law und und und. Bei ihrer Herangehensweise kommen SNEW manchmal auch dem Vorwurf des Plagiats sehr nahe: So klingt Head Trauma schon sehr nach AC/DCs Night Prowler und Snew You könnte ebenso gut auf irgendeinem MOTÖRHEAD-Album vertreten sein. Aber entscheidend ist, dass die Lieder Spaß machen und durchweg positiv überzeugen können.

SNEW geben auch nicht allzu viel darauf, ob ihre Musik gerade den angesagten Zeitgeist trifft oder eben nicht. Sie geben offensichtlich noch nicht mal viel darum, dass ihre Musik nicht gerade innovativ ist. SNEW verbeugen sich vor den Großen der Zunft: AC/DC, AEROSMITH, LED ZEPPELIN, ROLLING STONES und MOTÖRHEAD. Sie schreiben gute Songs, rocken sich von der ersten bis zur letzten Minute der CD die Seele aus dem Leib. Kurzum SNEW geben alles für die Musik, die sie lieben und das ist weiß Gott mehr als man über manchen anderen "Musiker" auf dem Markt sagen kann. Alles in allem betrachtet haben SNEW mit "Snew You" ein solides Fundament für eine viel versprechende Karriere gelegt. Die Energie quillt aus jeder Rille des Albums und steckt den Hörer an. Und im Endeffekt ist das doch alles, was man von einer guten Platte erwarten kann, oder?

Marc Langels, 12.01.2009

 

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