Sodom

Lords Of Depravity - Vol. I

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 23.01.2006
Jahr: 2005

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Redakteur(e):

Tim C. Werner


Sodom
Lords Of Depravity - Vol. I, Steamhammer/SPV, 2005
Besetzung seit 1997:
Tom Angelripper Vocals, Bass
Bernemann Gitarre
Bobby Schottkowski Drums
Medium: Do-DVD
DVD 1 - "Live Depravity":
1. Intro16. Eat Me (Sofia)
2. Among The Weirdcong (Mixclip)17. Sodom Worldwide
3. Vice Of Killing (Sofia)18. Code Red Incl. Intro (Wacken)
4. Outbreak Of Evil (Sofia)19. Aber bitte mit Sahne (Wacken)
5. Masquerade In Blood (Sofia)20. Wachturm (Wacken)
6. On Tour Worldwide21. Agent Orange (Wacken)
7. The Saw Is The Law (Mixclip)22. Fans Worldwide Backstage (Sofia)
8. Remember The Fallen (WFF)23. Sodomy And Lust Backstage (Sofia)
9. Die stumme Ursel (WFF)24. Witching Metal Backstage (Sofia)
10. M 16 (Rockhard)25. Backstage (Sofia)
11. Press Worldwide26. Ausgebombt (Sofia)
12. Napalm In The Morning (Mixclip)27. Ace Of Spades (Sofia)
13. Nuclear Winter (Sofia)28. Backstage (Sofia)
14. Tombstone (Sofia)29. Stalinhagel (Mixclip)
15. Sodomized (Sofia)30. Outro
DVD 2 - "Historical Depravity":
Die Bandgeschichte, erster Teil (1982-1995)

Man möge mir den Vergleich nachsehen, aber für mich waren Angelripper/Blackfire/Witchhunter immer die deutschen Kilmister/Clarke/Taylor.
Wie bei MOTÖRHEAD, so rumpelt auch bei SODOM eine klassische Dreierbesetzung. In beiden Fällen ist der Basser der Frontmann, der zusätzlich zum Bedienen der vier Saiten auch noch brüllt. Und wie bei den drei Briten werden auch SODOM gerne auf ihr klassisches, frühes Dreier-Line-Up reduziert.
Bei SODOM geschieht dies zum Teil auch zu Recht: Songs wie Bombenhagel, Ausgebombt oder auch Outbreak Of Evil entstammen der Zeit zwischen 1987 und 1990, als solch stilprägende Alben wie "Persecution Mania" und "Agent Orange" eingespielt wurden.

Nun aber genug des Vorgeplänkels. Kommen wir zur Besprechung der vorliegenden, edel aufgemachten Doppel-DVD "Lords Of Depravity - Vol. I".
Nach einem Vierteljahrhundert Bandhistorie musste endlich eine Dokumentation dieser 25 Jahre erfolgen, so sah man das auch im Hause SODOM. Zu erzählen gab und gibt es viel: Keiner hat die etlichen Bandmitglieder (vor allem Gitarristen) gezählt, die sich in all den Jahren bei SODOM die Klinke in die Hand gegeben haben. Von all den (zum Teil legendären) Live-Auftritten gar nicht zu sprechen.
Getreu dem Motto "Nicht kleckern, sonder klotzen" ist diese Zusammenschau gar eine Doppel-DVD mit über sechs (!) Stunden Spielzeit geworden (dementsprechend hat auch die Veröffentlichung lange auf sich warten lassen, oft angekündigt und immer wieder verschoben, erschien das Package erst vor wenigen wochen, im Dezember letzten Jahres).

DVD 1, schlicht "Live Depravity" betitelt, beinhaltet knapp 20 Songs lang SODOM live on stage, dazu gibt es massig Live-Impressionen. Das 2003 (With Full Force Open Air, Rock Hard Festival) und 2004 (Sofia) aufgenommene Material bietet eine lupenreine Best-Of-Zusammenstellung aller großen Hits des Ruhrpott-Trios. Einzelne Stücke hervorzuheben ist fast nicht möglich, einen Versuch ist's dennoch wert: Outbreak Of Evil, Remember The Fallen, Napalm In The Morning und Wachturm sind jedenfalls meine Faves auf DVD 1.
Als Bonus gibt's Videoclips von Ausgebombt, Silence Is Consent und Die Stumme Ursel.

Noch spannender finde ich jedoch DVD 2, "Historical Depravity": Hier kommen in über drei Stunden (!) sämtliche Ex-Bandmitglieder zu Wort (bis auf den Gitarristen "Strahli", der partout nicht aufzutreiben war). Dazu gibt es Statements der aktuellen Besetzung, der beteiligten Produzenten, Tourmanager und sonstwie Beteiligter (Musiker anderer Bands eingeschlossen).
Weitere Highlights sind die Interviews mit den Bergbau-Kollegen des Gelsenkirchener Thrash-Urgesteins Thomas Such (aka Tom Angelripper). Der war nämlich vor seiner SODOM-Gründung einige Jahre "unter Tage".
Überhaupt kommt der mitunter rüde Ruhrpott-Charme immer mal wieder durch. Dem Bandkopf, der nebenbei noch seine Metal-Schlager-Combo ONKEL TOM am Start hat, ist es hoch anzurechnen, dass hier nichts beschönigt oder verniedlicht wurde: Auch die immer mal wieder aufgetretenen Konflikte innerhalb der Band kommen offen zur Sprache.
Und nur zur Erinnerung: Beleuchtet werden hier lediglich die Jahre 1982 bis 1995. Die letzten 10 Jahre waren - jedenfalls was die Bandmitgliederrotation angeht - etwas ruhiger, dennoch darf man gespannt sein auf "Lords Of Depravity - Vol. II".
Lang leben die Herren der Verderbtheit!

Für SODOM-Einsteiger noch folgende Empfehlungen:
"Marooned - LIVE" (Double LP, CD, 1994)
"M-16" (CD, 2001)

Diskographie:
"Witching Metal" (Demo-Tape, 1983)
"Victims Of Death" (Demo-Tape, 1984)
"In The Sign Of Evil" (Vinyl EP, 1984)
"Obsessed By Cruelty" (Vinyl EP, 1986)
"Expurse Of Sodomy" (Vinyl EP, 1987)
"Persecution Mania" (LP, CD, 1987)
"Mortal Way Of Live - LIVE" (Double LP, CD, 1988)
"Agent Orange" (LP, CD, 1989)
"Ausgebombt" (Vinyl EP, CD EP, 1989)
"Better Off Dead" (LP, CD, 1991)
"The Saw Is The Law" (Vinyl EP, CD EP, 1991)
"Tapping The Vein" (LP, CD, 1992)
"Aber bitte mit Sahne" (Vinyl EP, CD EP, 1993)
"Get What You Deserve" (LP, CD, 1994)
"Marooned - LIVE" (Double LP, CD, 1994)
"Masquerade In Blood" (LP, CD, 1995)
"Ten Black Years - BEST OF" (Double CD, 1996
"Til Death Do Us Unite" (CD, 1997)
"Code Red" (CD, 1999)
"M-16" (CD, 2001)
"One Night In Bangkok - LIVE" (Double CD, 2003)
"Lords Of Deprivaty - Vol. I" (Double DVD)

Tim C. Werner, 23.01.2006

 

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