Soleil Moon

Warrior


CD-Review

Reviewdatum: 15.09.2019
Jahr: 2019
Stil: AOR
Spiellänge: 52:24
Produzent: Jeff Breakey

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Plattenfirma: Frontiers Music

Promotion: cmm promotion


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Journey

Survivor

Toto

Richard Marx

Titel
01. ‘72 Camaro
02. Here For You
03. You And I
04. Just So You Know
05. Can’t Go On
06. Halfway To Nowhere
 
07. How Long
08. Nothing Matters
09. When I’m With You
10. Before The Rainbow
11. Warrior
12. 420 (Bonus Track)
Musiker Instrument
Larry King Gesang & Piano
Khari Parker Schlagzeug
Michael Thompson Gitarre
Alan Berliant Bass
John Blasucci Keyboards
Ricky Peterson Orgel

Das bislang letzte Mal landete die Band SOLEIL MOON vor sieben Jahren auf meinem Schreibtisch. Damals mit dem Werk “On The Way To Everything“. Seitdem war es wieder still geworden um die Gruppe, die ja eigentlich ein Duo aus Larry King und John Blasucci und einer Reihe an exzellenten Sessionmusikern ist. Doch jetzt liegt da wieder ein neues Album vor mir.

Das gute Stück hört auf den Namen “Warrior“ aber keine Angst, SOLEIL MOON gehen neuerdings nicht martialisch-metallisch zu Werke, sondern sind auch hier ihrem klassischen AOR-Sound treu geblieben. Schon der Opener `72 Camaro ist wieder ein perfekter Song zum Autofahren mit schönen Harmonien und einem guten Drive. Das Ganze klingt schon sehr nach Kalifornien, entspanntem West Coast-Sound und Cabrio fahren entlang der Küste.

Das Werk bietet dabei einen gelungenen Mix aus moderaten Rock-Nummern und gefühlvollen Balladen. Bei genauem Hinhören entdeckt der Hörer aber recht schnell, wie viel Arbeit sich die Beteiligten Musiker gemacht haben, die Nummern möglichst vielschichtig und harmonisch interessant aufzubauen. Da merkt man, warum zwischen den beiden Alben so viel Zeit vergangen ist. Gut Ding will eben Weile haben, insbesondere dann wenn dabei solche leicht Funk-beeinflusste Nummern wie You And I herauskommen, die mit ein paar Bläsern glatt als CHICAGO-Nummer durchgehen könnte.

Auch dieses Mal wenden sich SOLEIL MOON mit ihren Songs an Fans von SURVIVOR, 80er-Jahre TOTO und JOURNEY, REO SPEEDWAGON etc. Dabei gehen sie sehr geschmackvoll und niemals übermäßig kitschig zu Werke. Bei einer Ballade wie Halfway To Nowhere klingt das dann frappierend wie Richard Marx, auch wegen der angenehm angerauten Stimme von King, der perfekt zu dieser Art AOR passt.

SOLEIL MOON haben mit “Warrior“ ein wunderbar zeitloses AOR-Werk vorgelegt, mit dem sie in den 1980er Jahren sicherlich weltweit große Erfolge gefeiert hätten. Zum Glück gibt es aber auch heute noch Freunde dieser Musikrichtung, die sich dann daran erfreuen werden, wenn sie sich diese Scheibe in ihre Plattensammlung stellen. Denn “Warrior“ macht von Anfang bis Ende wirklich gute Laune. Da hat sich das Warten und die ganze Arbeit definitiv gelohnt.

 

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