Solomon Burke

Live At Montreux 2006

( English translation by Google Translation by Google )

DVD-Review

Reviewdatum: 22.07.2013
Jahr: 2013
Stil: Soul

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Solomon Burke
Live At Montreux 2006, Eagle Vision, 2013
Solomon BurkeVocals
Sam Mayfield, Guitar JackGuitars
Moyen LucasDrums
Milard JacksonKeyboards
Stony DixonBass
Daniel Moretto, Carl Vickers, Joshua Lempkins, Piere Paolo ValeroHorns
Kiana Reeves, Candy BurkeBacking Vocals
Guest:
Claude NobsHarmonica
Produziert von: Julian Nicole-Kay (Director) Länge: 116 Min 00 Sek Medium: DVD
01. Baby What You Want Me To Do11. Detroit City
02. Cry To Me12. Don't Give Up On Me
03. Diamond In Your Mind13. Johnny B. Goode/Lucille/Tutti Frutti
04. Got To Get You Off My Mind/Having A Party14. What A Wonderful World
05. We Live So Close To One Another15.I Will Survive
06. I Wish I Know How It Would Feel To Be Free16. None Of Us Are Free
07. Down In The Valley17. The Lord Will Make A Way Somehow
08. Georgia On My Mind18. That's How I Got To Memphis
09. Sittin' On The Dock Of The Bay/Fa Fa Fa Fa (Sad Song), Stand By Me/In The Midnight Hour19. May The Good Lord Bless And Keep You
10. Just Out Of Reach/He'll Have To Go/I Almost Lost My Mind/It's Just A Matter Of Time20. Everybody Needs Somebody To Love/When The Saints Go Marching In

Wer nach seinem Ableben 21 Kinder hinterlässt, muss wohl eindeutig Feuer in den Lenden gehabt haben. Eine brandheiße Soul- und Bluesstimme besaß die 2010 verstorbene Soul-Ikone Solomon Burke sowieso. Insofern wundert es nicht, dass das vorliegende Montreux Konzert aus dem Jahre 2006 nur so vor Energie strotzt. Trotz Burkes enormer Leibesfülle, die ihn während seiner Konzerte auf einem stilisierten Soul-Thron sitzen ließen, strahlte der 90-fache Groß-und Urgroßvater eine ungemein ansteckende Vitalität aus.

Der bereits 1960 als 20 Jahre junger Dachs zu immensen Plattenerfolgen gekommene Burke, der auch schon als kleiner Junge in der Kirche seiner Großmutter als Gospelsänger begeisterte, präsentiert sich im Sommer 2006 mit einer feinfühligen, auf sein Kommando hörenden Big-Band aus versierten Könnern, die ein ausgewogenes und allen Wünschen gerecht werdendes Programm serviert.

Der in strahlendem Blau gewandete König des Soul hält Hof, zeigt sich freundlich und großmütig, animiert seine ergebenen Untertanen, lädt sie ein zu einer großen Soul-Party, wischt etwaige Bedenken mit einer kurzen Handbewegung hinfort, croont, gurrt, säuselt, johlt und schreit sich durch die komplette Emotionsskala, errichtet gemeinsam mit seiner willfährigen, treu ergebenen Band ein dynamisches Korsett, dass schlussendlich niemandem im Zuschauerraum des Montreux Casino eine Chance lässt, sich dem Charme, der Power, dem Sog dieses fesselnden Soul-Zaubers zu entziehen.

Spätestens im Laufe des clever inszenierten Soul-Medleys, das Burke auf liebevoll romantische Weise seinen alten Soul-Clan-Weggefährten Otis Redding, Wilson Pickett, Don Covay und Joe Tex widmet, schmilzt das Eis und das kurze Zeit später als zischende Rakete gestartete Chuck Berry Evergreen Johnny B. Goode setzt den Saal dann vollendes in Brand. Das Publikum tanzt ausgelassen auf der Bühne, lässt sich vom Meister in ausgelassene Wochenendstimmung versetzen und alle gemeinsam frönen dem Motto Having A Party bzw. What A Wonderful World. Selbst der sonst eher verhalten und distinguiert agierende Montreux-Impressario Claude Nobs lässt es sich nicht nehmen, für ein fauchendes Mundharmonika-Solo die Bühne zu betreten. Kaum verwunderlich, denn wer würde es schon wagen, den Anweisungen des Königs zu widersprechen?

Frank Ipach, 20.07.2013

 

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