Sons Of The Sea

Sons Of The Sea


CD-Review

Reviewdatum: 12.03.2014
Jahr: 2014
Stil: Alternative Pop

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Redakteur(e):

Marc Langels


Sons Of The Sea
Sons Of The Sea, Membran, 2014
Brandon BoydGesang & Musik
Brendan O'BrienMusik
Josh FreeseSchlagzeug
Jamie MuhobericPiano
Produziert von: Brendan O'Brien Länge: 50 Min 15 Sek Medium: CD
01. The Black Crow08. Avalanche
02. Space And Time09. Lady Black
03. Untethered10. Hey, That's No Way To Say Goodbye
04. Plus Minus11. Space And Time (Bonus Track - Acoustic Version)
05. Great Escape12. Come Together (Bonus Track - Acoustic Version)
06. Come Together13. Lady Black (Bonus Track - Acoustic Version)
07. Where All The Songs Come From

Mit seiner Band INCUBUS verkaufte Brandon Boyd insbesondere um die Jahrtausendwende Millionen Alben und wurde so zu einer Art Poster-Boy der Alternative Rock-Szene. Mittlerweile ist es um INCUBUS etwas ruhiger geworden, da nutzt der Frontmann die Gunst der Stunde, um ein weiteres Solo-Album aufzunehmen. Wobei ganz solo ist er dabei gar nicht. Denn für “Sons Of The Sea“ holte er sich aber nicht irgendwen als Unterstützung dazu, sondern ein echtes Schwergewicht der Musik-Szene: Brendan O'Brien griff ihm helfend unter die Arme und brachte die Erfahrung seiner Tätigkeit für unter anderem PEARL JAM, AC/DC, Bruce Springsteen oder RAGE AGAINST THE MACHINE mit. So entstand nicht nur das Album sondern auch die Formation mit dem Namen SONS OF THE SEA.

Herausgekommen ist dabei ein Album, das in zahlreichen verschiedenen Schattierungen populärer Musik glänzt, ohne sich dabei zu sehr Boyds Haupt-Band anzunähern. Auch wenn einige der Grundideen sicherlich als Fundament für einen INCUBUS-Song gut gepasst hätten. Aber so richtig zum rocken können sich Boyd und O'Brien hier nicht entschließen, viel mehr kommen zwar gut gelaunte aber auch durchaus kritisch-reflektierende Vibes in den Liedern durch. Diese münden dann in entspannten aber immer auch eingängigen Songs, die man gut und gerne als Alternative Pop bezeichnen könnte. Die beiden Köpfe hinter dem Projekt bezeichnen es wohl als Oddball-Pop. In gewisser Hinsicht fühle ich mich dabei an TEARS FOR FEARS erinnert.

Besonders positiv herauszustellen ist insbesondere die Bandbreite an verschiedenen Sounds und Stimmungen, die Boyd und O'Brien hier in den Songs verarbeiten. Die insgesamt 13 Lieder bekommen zum einen damit einen jeweils deutlich eigenen Anstrich. Und zum anderen glänzt das Album dadurch eben auch durch seinen Abwechslungs- und Ideenreichtum und bleibt vom ersten bis zum letzten Song interessant und spannend.

Boyd und O'Brien ist mit SONS OF THE SEA ein wirklich rundum gelungener Einstand gelungen. Natürlich werden sich Anhänger von INCUBUS darüber wundern, warum denn hier so wenig gerockt wird. Aber ein Album im Stile von Boyds Haupt-Band zu veröffentlichen, macht ja nun auch wirklich wenig Sinn. Denn dann hätte man es eben auch mit INCUBUS aufnehmen sollen. Stattdessen bewusst mal etwas anderes machen war da sicherlich die bessere Entscheidung. In dieser Form werden SONS OF THE SEA hoffentlich keine Eintagsfliege bleiben.

Marc Langels, 10.03.2014

 

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