Sorgente

Loma Vista Drive

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 13.09.2010
Jahr: 2010
Stil: Pop/Soul/Funk

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Sorgente
Loma Vista Drive, Eigenverlag, 2010
OjamVocals & Guitar
JacobsenGuitar
FafuuVocals & Keytar
DungeeBass
TobsenDrums
Produziert von: Ojam & Dungee Länge: 56 Min 28 Sek Medium: CD
01. Two Sisters Of Mercy08. Please Be With Me
02. S. M. Love09. My Sweet Addiction
03. Sugarman10. She Is
04. Already Missing You11. Greyhound
05. Crysta Ship12. Walking Down The Road
06. Wasted13. Restless
07. Alone

Irgendwie bin ich etwas zwiegespalten ob des neuen, zweiten Albums der Münchner Formation SORGENTE. Die musikalische Aufbereitung eines Trips der Band nach Los Angeles (wo offenbar dann auch seinerseits einige Trips mit nicht ganz legalen Substanzen realisiert wurden) gerät zwar in den Grenzbereichen zwischen Soul, Funk, Pop und Psychedelia recht edel, ist mir aber auf Dauer etwas zu entspannt und chillig geraten.

Dabei geht es eigentlich mit dem MANDRILL-Cover Two Sisters Of Mystery richtig schön feist funkig los und man hofft schon beglückt auf ein gutes Stündchen satten Grooves. Aber nach dem auch noch ziemlich ordentlich zündenden S.M. Love wird ziemlich extrem auf die Bremse getreten und danach geht eigentlich nur noch im Schleichgang voran. Ok, ich kann mir vorstellen, dass ein Aufenthalt in Beverly Hills für Körper und Seele viel Sonne bereithält (entsprechend wurde das Album auch nach der Straße benannt, in der man residieren durfte), aber dennoch ist mir hier zu viel zufriedene Trägheit im Spiel. Jungs, ihr versteht euch doch in erster Linie als Funk-Rocker, da muss es dann mal öfter ein bisschen krachen.

So hat man eben eine gute Handvoll relaxten Songwriterstoff mit gelegentlichen Soulanklängen und mitunter etwas in (Drogen-)Nebel gehüllten Verneigungen vor der in der Stadt der Engel ansässigen Musikszene (das DOORS-Cover Crystal Ship oder der mehrfach anklingende Sugarman von SIXTO RODRIGUEZ). Das kommt alles recht geschmeidig daher und fängt vermutlich die bei der Band vor Ort empfundenen Stimmungen perfekt ein – ist mir insgesamt aber einfach eine Spur zu relaxt geraten. Sicherlich eine internationalen Ansprüchen genügende Scheibe für die Bar zum Absacken, aber ich persönlich wünsche mit fürs nächste Mal wieder ein bisschen mehr Pfeffer.

Ralf Stierlen, 13.09.2010

 

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