Soulhunter

Beyond The Twilight

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 29.12.2010
Jahr: 2010
Stil: Hard Rock

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Redakteur(e):

Martin Schneider


Soulhunter
Beyond The Twilight, Thunderblast Records, 2010
Markus GlasVocals, Guitars
Rudi FiehlBass
Klaus NaitanaDrums
Produziert von: Soulhunter Länge: 53 Min 19 Sek Medium: CD
01. Beyond The Twilight07. Soulhunter
02. Can't Be True08. Walkin' On The Deadline
03. Love, Fire And Desire09. World Keeps Turnin'
04. One Under Thousand10. Best Friend
05. Love's Like A Prostitute11. Best Friend (Radio edit)
06. Redlight Woman

SOULHUNTER haben mit "Beyond The Twilight" ein eigenartiges Album vorgelegt. Das Trio aus München setzt auf klassischen Heavy Rock, der seine Wurzeln in den Siebzigern und Achtzigern hat. Das hat etwas von der Ruppigkeit der New Wave Of British Heavy Metal, klingt unüberhörbar nach Teutonen Metal und spielt mit bluesgetränkten Rockeinflüssen, die nicht selten leichtes Südstaatenflair vermitteln.

Um ein paar Namen in den Ring zu werfen: Frühe MOLLY HATCHET meets GUN BARREL meets THUNDERHEAD meets CLOVEN HOOF. So weit so gut.. das ist eine Mischung mit der man sich durchaus anfreunden kann.

Der Teufel steckt allerdings im Detail. Markus Glas steht nämlich auch noch auf Yngwie Malmsteen und ähnlich neoklassisch inspirierte Saitenhexer. Er lässt diese Einflüsse zwar nur sporadisch anklingen, aber dafür fallen sie auch jedes Mal überaus unangenehm auf. Das mag einfach nicht zum ansonsten staubtrockenen Bandsound passen, der doch eher von roher Energie und reduziertem, effektiven Riffing lebt.

Der Sound der Scheibe ist für meine bevorzugten Hörgewohnheiten viel zu flach und arm an Dynamik. Vor fünfzehn Jahren wäre das für eine Band im Demostadium akzeptabel gewesen, verglichen mit dem 'State of the art' 2010 klingt es, ähnlich wie die jüngste MOLLY HATCHET, einfach erbärmlich. Aber: Ich bin mir sicher, dass SOULHUNTER ganz bewusst diesen Klang angestrebt haben und prinzipiell passt auch er zum Stil der Band. Zeitgemäß geht halt anders.

Last, not least: Man hört der Band ihre deutsche Herkunft an. Musik, die durchaus Ecken und Kanten vertragen kann, wird klinisch steril und mit übertriebenem Hang zur Perfektion - vor allem hinsichtlich der englischen Aussprache - dargeboten. Das klingt bemüht und hölzern, irgendwie seelenlos. Dazu Songtitel in bestem Denglisch wie One Under Thousand… Hilfe!

Für die 2009 ins Leben gerufene Band kommt diese Scheibe wohl einfach etwas zu früh. Zur Ehrenrettung von SOULHUNTER sei noch auf das durchaus ordentliche Songwriting verwiesen. Wenn es den Jungs in Zukunft gelingt die eigentlichen Stärken besser herauszustellen und stimmiger zu präsentieren, dann klappt es auch mit einer positiveren Besprechung.

Martin Schneider, 29.12.2010

 

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