Stagewar

Living On Trash


CD-Review

Reviewdatum: 01.10.2011
Jahr: 2011
Stil: Thrash Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Stagewar
Living On Trash, Vinter Son, 2011
DeziusGesang & Gitarre
KimonGitarre
JamesBass
OliSchlagzeug
Produziert von: Stagewar Länge: 47 Min 31 Sek Medium: CD
01. Living On Trash06. Shell Shock
02. Never Before07. Last Line Of Defence
03. Sheets Are Smoking08. High Expectations
04. Mugcrusher09. Manatarms
05. The Scent Of Weakness10. Sweating Blood

STAGEWAR nennt sich eine noch relativ neue deutsche Band aus dem hessischen Neu-Anspach, die uns mit “Living On Trash“ ihre Variante von modernem Thrash Metal anbieten. Dabei mischen sie einen gehörigen Schuss Rock und traditionellem Metal aufpeppen. Dabei liegen ihre Wurzeln aber ganz eindeutig im Thrash Metal der 1980er Jahre, ganz speziell dem aus der kalifornischen Bay Area.

Gegründet wurden STAGEWAR bereits im Jahr 2003 und die Hessen haben in der Zwischenzeit bereits drei Demos veröffentlicht. Diese Erfahrung sowohl beim Recording als auch über das Feedback auf die bisherigen Kompositionen merkt man dem Songmaterial auf diesem ersten richtigen Album auch an, denn die Songs sind allesamt gut strukturiert mit ordentlichen Riffs und Soli.

Leider gibt es auch ein großes ABER. Denn irgendwie ist das alles doch ziemlich bekannt und kommt eben nicht an die Großtaten der Bay Area heran. Die Songs sind nicht so gut wie die von METALLICAs “Kill ’Em All“, EXODUS “Bonded By Blood“, FORBIDDENs “Forbidden Evil“ oder HEATHENs “Breaking The Silence“. Denn bevor ich mir eine nicht so gute Kopie anhöre, dann schnappe ich mir doch lieber einen der Klassiker aus dem Schrank und höre mir diesen an. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass dieses Album, das bereits im Winter 2009/2010 aufgenommen wurde, erst jetzt veröffentlicht wird.

Also muss man STAGEWAR im Prinzip raten, weiter an ihrem Songwriting zu arbeiten und dieses zu verbessern. Dabei sollten sie vor allen Dingen Wert darauf legen, eigenständiger zu klingen. Denn die spieltechnischen Voraussetzungen sind durchaus gegeben. Verbesserungswürdig ist zudem der Gesang, der nicht wirklich eine Stärke ist und auf die CD-Dauer doch ein wenig nervt.

“Living On Trash“ ist ein durchschnittliches Album mit leider wenigen Höhepunkten und zum Glück aber auch wenigen Ausfällen. Zudem versehen mit einem Augenkrebs-erregend hässlichen Cover wird es wahrscheinlich bald dem Vergessen anheim fallen. Dagegen hilft nur, weiter hart an sich arbeiten, um nicht eine reine Tribut-Band zu werden.

Marc Langels, 28.09.2011

 

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