Staind

Live From Mohegan Sun


BluRay-Review

Reviewdatum: 03.10.2012
Jahr: 2012
Stil: Nu Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Staind
Live From Mohegan Sun, Eagle Rock, 2012
Aaron LewisGesang & Gitarre
Mike MushokGitarre
Johnny AprilBass & Gesang
Joseph "Sal" GiancarelliSchlagzeug
Produziert von: Shane Elrod Länge: 116 Min 03 Sek Medium: BluRay
01. Eyes Wide Open11. For You
02. Falling12. Paper Wings
03. Right Here13. Outside
04. Throw It All Away14. Not Again
05. Spleen15. It's Been Awhile
06. Fade16. Mudshovel
07. Failing17. Something To Remind You
08. So Far AwayBonus Feature
09. CrawlInterview With The Band
10. Country BoyMike Mushok's Live Rig

2001 war ja eigentlich als das Jahr für die Odyssee im Weltraum gedacht (zumindest von Filmemacher Stanley Kubrick), stattdessen wurde es das Jahr, in dem der Nu Metal mit seinen Genregrößten wie KORN oder LIMP BIZKIT die musikalische Szene überschwemmte. Im Zuge dessen kam auch eine Band aus dem US-Bundesstaat Massachusetts in den weltweiten Charts zu Erfolgen. Der Name: STAIND. Songs wie It’s Been Awhile oder Outside vom damals aktuellen Album “Break The Cycle” rangierten in den Single-Charts und die CD erklomm die Spitzenpositionen in den USA sowie Großbritannien und in Deutschland immerhin Platz 5. Und auch die anschließenden CDs verkauften sich mehr als nur gut. Selbst nach dem Abebben der Nu Metal-Welle waren STAIND immer noch für vordere Platzierungen in den Charts gut.

Nun haben sich STAIND aufgerafft und ein Live-Album eingespielt. Es entstand im Mohegan Sun-Kasino, das auch schon die Kulisse beim Live-Mitschnitt CINDERELLA “Live At The Mohegan Sun“ bildete. Die Band liefert konsequenterweise einen Überblick über ihr bisheriges Schaffen und bewahrt sich ihre größten Hits eher für die zweite Hälfte des Sets auf. Darin liegt aber schon ein Stück weit die Krux, denn das Konzert kommt äußerst schwerfällig in die Gänge. Das liegt zum einen an den zahlreichen neueren Stücken, die STAIND zum Auftakt spielen, aber auch an der Band selber, die hier doch recht blass und teilweise fast lethargisch agiert.

Im Fokus steht dabei Frontmann Aaron Lewis, der fast ungerührt an seinem Mikrofonständer verharrt, die Augen meist geschlossen hat und seine Texte eher für sich als für das Publikum singt. Zu seiner Rechten headbangt sich Gitarrist Mike Mushok durch die Setlist, während zur Linken Basser Johnny April auch eher den Bewegungsradius von AC/DC-Basser Cliff Williams (der auf der Bühne ja auch nur fünf Schritte nach vorne zum Mikro und dann wieder zurück geht). Insofern bietet der Mitschnitt wenig Action. Das Bild und der Ton sind dafür umso ansprechender. Die BluRay kann in beiden Punkten voll und ganz überzeugen.

Überzeugend werden der Auftritt und die Publikumsreaktionen erst ab der Southern Rock-Ballade Country Boy. Endlich wacht das Publikum in Connecticut auf und ist wirklich dabei. Danach kommt – auch aufgrund der steigenden Hit-Dichte – immer mehr Stimmung in das riesige Kasino. Spätestens bei den Hits wie eben Outside oder It’s Been Awhile vibriert dann die Atmosphäre und es kommt Stimmung auf. Diese Songs haben auch nach zehn Jahren nichts von ihrer Strahlkraft verloren und berühren immer noch. Was man leider nicht von allen Liedern behaupten kann.

“Live From Mohegan Sun“ ist ein zwiespältiges Werk. Auf der einen Seite sind der exzellente Sound und die brillanten Bilder sowie einige wirklich sehr gute Rock-Songs. Auf der anderen Seite stehen aber leider gravierende Mängel in der Präsentation sowie eben auch ein paar Stücke, die kaum bis gar nicht zur Atmosphäre der Show beitragen. Daher ist es empfehlenswert mit der BluRay erst ab der Hälfte der Setlist zu beginnen, denn dann wird das Gebotene deutlich besser. Insofern bleibt die BluRay eine kleine Enttäuschung.

Marc Langels, 27.09.2012

 

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