Starbreaker

Dysphoria


CD-Review

Reviewdatum: 18.02.2019
Jahr: 2019
Stil: Melodic Metal
Spiellänge: 45:16
Produzent: Starbreaker

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Plattenfirma: Frontiers Music

Promotion: cmm promotion


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Judas Priest

Titel
01. Pure Evil
02. Wild Butterflies
03. Last December
04. How Many More Goodbyes
05. Beautiful One
 
06. Dysphoria
07. My Heart Belongs To You
08. Fire Away
09. Bright Star Blind Me
10. Starbreaker
Musiker Instrument
Tony Harnell Gesang
Magnus Karlsson Gitarre, Keyboards & Gesang
Jonni Lightfoot Bass
Anders Köllerfors Schlagzeug

STARBREAKER entstanden im Jahr 2005 aus einem geplanten Solo-Projekt von Tony Harnell, als dieser noch Sänger bei TNT war. Zusammen mit dem Gitarristen Magnus Karlsson (unter anderem PRIMAL FEAR, ALLEN/LANDE, THE FERRYMEN und Magnus Karlsson‘s FREE FALL), Bassist Fabrizio Grossi und dem ehemaligen TNT-Schlagzeuger John Macaluso (der außerdem für RIOT, ARK, Yngwie Malmsteen, SYMPHONY X, LYNCH MOB und viele andere aktiv war) erschienen nicht nur das selbstbetitelte Debüt sondern auch noch der Nachfolger “Love‘s Dying Wish“ (auf dem dann schon Jonni Lightfoot für Grossi mit an Bord war). Dann folgte allerdings eine Dekade Pause, bevor nun das dritte Album der Band (nun auch noch mit Anders Köllerfors als Drummer) erschien.

Der Auftakt mit Pure Evil erinnert denn erst auch Mal an Karlssons kompositorische Hauptwirkungsstätte, die ja bei den deutschen JUDAS PRIEST-Verehrern PRIMAL FEAR liegt. Die Nummer hätte genau so gut auf einem der letzten PF-Werke stehen können und dafür hätte man keine noch so kleine Veränderung vornehmen müssen. Eine Metal-Granate allererster Güte. Auch in der Folge merkt man von der klanglichen Ausrichtung her immer wieder die Handschrift von Karlsson, der ja eine Vorliebe für auf Hochglanz polierte Metal-Nummern jeglicher Geschwindigkeit hat, die aber natürlich ganz hervorragend zu der scheinbar ewig jungen Stimme von Harnell passen. Es ist wirklich faszinierend, wie sich der 56-jährige Amerikaner hier immer wieder in schwindelerregende Höhen aufschwingt.

Die Lieder bieten – wie schon gesagt – die gesamte Bandbreite dessen, was im Bereich des Metal möglich ist, von den Double-Bass-getriebenen Stücken bis hin zur sanften Piano-Ballade. Dabei ist manches einfach ein bisschen zu glatt und andere nicht packend und mitreißend genug, um hier von einem wirklich tollen Album zu sprechen. Aber auf der anderen Seite ist alles stark genug, um eben nicht als belanglos oder langweilig abgetan werden zu können. Die beteiligten Herrschaften kennen sich eben aus in der Szene und bei den Hörgewohnheiten der Metal-Fans, insbesondere immer dann, wenn sie - wie im Titeltrack - auch mal ein wenig abwechslungsreicher und überraschender zu Werke gehen. Leider passiert mir das nicht häufig genug. Und so nimmt sich die Band zum Abschluss hier noch den JUDAS PRIEST-Klassiker Starbreaker vor, der der Band wohl ihren Namen brachte und kann (neben dem Opener) damit am meisten punkten.

STARBREAKER sind ein Vehikel für die Fähigkeiten von Harnell und Karlsson. Kein Wunder also, dass ihre Namen denn auch neben dem Band-Logo auf dem Cover erscheinen. Der Amerikaner beweist, dass er immer noch eine tolle Stimme hat, die den Stücken ihren Stempel aufdrücken kann. Und Karlsson hat sich schon längst als einer der besseren Songwriter (und Gitarrist) einen exzellenten Namen in der Szene erworben. Hier mag er zwar nicht immer seine allerbesten Vehikel am Start haben, aber da hätten wohl auch seine Haupt-Auftraggeber wohl etwas dagegen gehabt. So bleibt ein gutes Melodic Metal-Album, bei dem die beiden Haupt-Protagonisten stellenweise glänzen können.

 

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