Status Quo

On The Level - Deluxe Edition

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 26.03.2016
Jahr: 2016
Stil: Boogie Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Status Quo
On The Level - Deluxe Edition, Universal Music, 2016 (1975)
Francis RossiLead Guitar, Vocals
Richard ParfittSecond Guitar, Vocals
Alan LancasterBass Guitar, Vocals
John CoghlanDrums
Produziert von: Status Quo Länge: 99 Min 22 Sek Medium: CD
Disc One: "On The Level":
01. Little Lady06. Down Down
02. Most Of The Time07. Broken Man
03. I Saw The Light08. What To Do
04. Over And Done09. Where I Am
05. Nightride10. Bye Bye Johnny
Disc Two:
01. Down Down (Single Edit)Live in Mainz 22/02/1973:
02. Roll Over Lay Down (Live EP)06. Backwater
03. Gerdundula (Live EP)07. Just Take Me
04. Junior's Wailing (Live EP)08. Claudie
05. Roadhaouse Blues (Live in Southend 1975)09. Little Lady
10. Little Lady
11. Most Of The Time
12. Down Down (Demo)

Die viel umjubelten ”Frantic Four” kehrten vor ein paar Jahren nicht nur für eine finale Tour wieder, sondern bescherten uns auch Neuauflagen ihrer Alben aus den 1970er Jahren. Schön und opulent gemacht, aber natürlich erinnern wir uns, dass 2005 schon einmal ein ganzer Schwung remasterter Alben auf den Markt geworfen wurde.
Nichtsdestotrotz, man kann da hier meine damaligen Betrachtungen dazu nachlesen, aber ein wichtiges Album fehlte – zumindest mir – da ja noch: “On The Level”!
Gerade zusammen mit den Alben “If You Can’t Stand The Heat“ und “Whatever You Want” erschienen, und wie diese relativ günstig zu erwerben, kommt auch das 1975er QUO-Album als mehrfach aufklappbares Digi-Pack, welches eine zusätzliche Disc mit raren Aufnahmen enthält.
Wir bewegen uns da ja mit Riesenschritten auf das legendäre Live-Album von 1977 zu, und dazu sollte “On The Level“, mit den Songs Little Lady, Most Of The Time und Bye Bye Johnny einen (ge-) wichtigen Teil dazu beitragen. Eigenartiger Weise wurde dabei auf die Hitsingle Down Down verzichtet.
Wie auch immer, das Album “On The Level“ fängt besagtem Little Lady, einem furiosen Rocker und ewigen Fan-Favoriten, aufs Beste an und das vom folkigen Beginn in einen schweren 12-Takter-Blues übergehende Most Of The Time folgt sofort danach. Mit den zwei Songs hat man bereits die halbe Miete für das Album eingefahren.

Mit dem lockeren Good-Time-Boogie I Saw The Light nimmt man das später auf “If You Can’t Stand The Heat“ zu hörende Let Me Fly in gewisser Weise vorweg, aber man macht in beiden Fällen nichts verkehrt und wippt hier wie da gepflegt im Spreizschritt mit.
Für Lancaster-Verhältnisse ist Over And Over recht poppig ausgefallen, aber der auch später immer mehr kultivierte, mehrstimmige Gesang lässt die Nummer gut ins Ohr gehen. Rossi experimentiert hier schon mit einigen Melodien und Akkorden, die man noch häufiger bei ihm hören sollte.
Parfitts Nightride sticht im Repertoire nun nicht unbedingt heraus, aber beendet die erste Hälfte doch – auch durch Rossis typisches, kompromissloses Solo – recht ordentlich.
Down Down war nicht unbedingt geeignet, die ewigen Kritiker der Band zu überzeugen, aber bei Fans und Musikhörern kam die rasante Nummer damals so gut an, wie heute noch im Konzert. Textlich wohl wahrlich keine Offenbarung, aber wie viele kommerzielle Songs sind das schon? Und an Drive ist die Nummer wohl kaum zu überbieten.

Broken Man erinnert mich teilweise an Junior’s Wailing, aber auch an die poppigeren Songs in den 80er Jahren. Lancasters Gesang kommt jedenfalls hier wieder richtig gut.
Ein kleines Spässchen erlaubt man sich mit dem Studio-Geplänkel vor What To Do, bei dem ich mich irgendwie wundere, warum der nicht öfter seinen Platz im Live-Repertoire gefunden hat. Lediglich das leicht country-mäßige, aber auch den die ganz frühen Tage der Band erinnernde Where I Am reißt mich nicht so mit, aber Abwechslung muss wohl sein.
Das Rossi kein Lead-Gitarrist vor dem Herrn ist, weiß man, und weil er sich so schwer mit dem Intro von Bye Bye Johnny tat, auch die entsprechende Einzählung durch Alan Lancaster, wie man im Booklet erfährt. Die Chuck Berry-Nummer beendet denn auch Album wie unzählige Konzerte in der Zukunft.

Die Bonus-CD birgt zum einen die damals veröffentlichte “Live-EP“, mit den Songs Roll Over Lay Down (und mitreißender Fassung), Gerdundula und Junior’s Wailing, zum anderen Down Down als Single-Version und das ursprüngliche Demo dazu. Und dann noch einen Live-Mitschnitt aus Mainz, vom 22.2.1975. Die Qualität ist da, trotz aller Mühen, nicht so umwerfend, wurde aber als “Zeitzeuge“ hier mit dazu genommen, und immerhin bekommt man einen Eindruck davon, wie rau die Band auf der Bühne klang. Oft ganz schön weit entfernt vom Studio-Sound.
Außerdem hat man Just Take Me, ebenso wie das fast SMOKIE-hafte Claudie später nicht mehr so oft live gehört.
Dafür rockt es beim über 12-minütigen Roadhouse Blues (aufgenommen in “The Kursaal“ in Southend, 1975) wieder prächtig, spannungsgeladen und mit jeder Menge Publikumseinbeziehung wie eh und je. Auch wenn man bei Rossis Soli manchmal schon leicht gequält schauen muss.
Wäre die Qualität aus Mainz besser, würde ich sagen, unverzichtbar für QUO-Fans. So aber immer noch eine Überlegung wert.

Epi Schmidt, 25.03.2016

 

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