Stealing The Bride

Roommates

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 05.06.2009
Jahr: 2009
Stil: Alternative Rock

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Stealing The Bride
Roommates, Eigenverlag, 2009
Patricia WosnitzkaVocals
Uli PaulusGuitar
Alexander SchmittBass
Robert SchremlDrums & Keyboards
Gast:
Oliver KullmannKeyboards
Produziert von: Robert Schreml Länge: 41 Min 39 Sek Medium: CD
01. The Desert Inside06. Invaders
02. Agravic Grooves07. November Heat
03. Going To Extremes08. Contagious
04. Cry Wolf09. Train Song
05. La Mala Vida10. Roommates

Ein unauslöschliches Spiel bei Hochzeiten ist die Brautentführung, die manchmal Schwung in die Veranstaltung, in jedem Falle aber einen Ortswechsel der Hauptpersonen und ein tiefes Loch in der Kasse des Bräutigams mit sich führt, der seine Holde ja wieder auslösen muss. Der Vierer aus Mainz, der sich STEALING THE BRIDE nennt, geht nicht gar so feucht-fröhlich zu Werke (schließlich wird die Braut gleich ganz geklaut), sondern mischt bei seinem eigenproduzierten Debüt “Roommates“ Alternative mit Gothic Rock. Dabei kommt das bewährte Prinzip “dunkel-böse rockende Band trifft auf singende Elfe“ zur Geltung.

Denn Patricia Wosnitzka sorgt mit ihrer klaren, ausdrucksvollen Stimme für Querverweise zu Bands wie EVANESCENCE, THE GATHERING oder LACUNA COIL. Das Songmaterial ist ziemlich rockig geraten (The Desert Inside; Cry Wolf), da die Gitarren dank der Riffs von Uli Paulus dominieren und kaum Keyboards eingesetzt werden. Dadurch vermeidet man allzu offensichtlichen Genre-Schleim (der immer als “Atmosphäre“ beschönigt wird), ohne auf lyrische Momente zu verzichten (Contagious). Bei Invaders schaut man sogar kurz in die progressive Ecke hinein.

Positiv fällt vor allem die Dichte und Kompaktheit des Klangbildes auf, die Band überzeugt durch ihr funktionierendes Teamplay. Auch die Produktion ist für ein Debüt in Eigenregie sehr ordentlich geraten und lässt kaum Wünsche offen. Insgesamt ist “Roommates“ ein sehr gelungenes Debüt, das für die Band, sofern es ihr gelingt, noch etwas stärker die eigenen Konturen zu schärfen, eine viel versprechende Zukunft verheißt.

Ralf Stierlen, 03.06.2009

 

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