Steel Prophet

Omniscient


CD-Review

Reviewdatum: 18.09.2014
Jahr: 2014
Stil: Power Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Steel Prophet
Omniscient, Cruz Del Sur Music, 2014
Rick MythiasinGesang
Steve KachinskyGitarre, Piano, Streicher-Synthesizer, Percussion & Gesang
Vince DennisBass & Gesang
Chris SchleyerGitarre
Jimmy SchultzSchlagzeug
Produziert von: Steve Kachinsky Länge: 61 Min 59 Sek Medium: CD
01. Trickery Of The Scourge08. Aliens, Spaceship And Richard M. Nixon
02. When I Remake The World (A Key Flaw)09. Through Time And SPace
03. 91110. Funeral For Art
04. Chariots Of The Gods11. Call Of Katahdin
05. The Tree Of Knowledge12. Transformation Staircase
06. 666 Is Everywhere (The Heavy Metal Blues)13. Bohemian Rhapsody
07. Oleander Deux14. 1984 (George Orwell Is Rolling In His Grave)

Seit mittlerweile 30 Jahren sind die amerikanischen Power Metaller von STEEL PROPHET nun schon aktiv und zeigen glücklicherweise immer noch keine Zeichen von Altersmilde oder Altersmüdigkeit. Vielmehr legen sie zur Feier des runden Geburtstages eine neue Scheibe – ihre mittlerweile elfte. Das gute Werk hört auf den Titel “Omniscient“, was so viel heißt wie „allwissend“.

Nun zumindest über Power Metal wird STEEL PROPHET wohl so schnell niemand mehr etwas beibringen können, insofern dürfte der Titel in dieser Hinsicht zutreffen. Denn die Band hat ja nie etwas anderes gemacht. Auch wenn die Prog-Einflüsse des ersten Albums (mit seinen damals noch hörbaren Anleihen bei der John Arch-Ära von FATES WARNING) nunmehr eher der fernen Vergangenheit angehören.

Leider gilt das auf “Omniscient“ auch für die Qualität des Songwritings. Galten Alben wie “Dark Hallucinations“ oder “Messiah“ um die Jahrtausendwende zurecht als leider viel zu häufig übersehene Metal-Juwelen, so gilt das für das aktuelle Werk leider nicht. Viel zu herkömmlich ist die Herangehensweise, zu wenig packend die Riffs und auch der Gesang von Sänger Rick Mythiasin weiß nicht wirklich zu begeistern.

So wird das sicherlich nichts mit der erhofften Rückkehr zu alter Stärke. Denn für Metal-Fans sowie alte Anhänger von STEEL PROPHET bietet “Omniscient“ nichts Neues zu entdecken. Und mit der leider ebenso missratenen Cover-Version des QUEEN-Klassikers Bohemian Rhapsody bieten die Amerikaner zudem noch einen Grund zum Fremdschämen. Wenn man jemanden mal schnell aus seinem Haus vergraulen will, dann sollte man diese Nummer wählen. Dann ist das Haus leer. Und der Ruf als echter Musikfreund ruiniert.

Marc Langels, 15.09.2014

 

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