Steely Dan

Donald Fagen

Northeast Corridor & The Nightfly Live

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 09.10.2021
Jahr: 2021
Stil: Pop, Jazz
Spiellänge: 100:00
Produzent: Patrick Dillett & Donald Fagen

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Plattenfirma: Universal Music

Promotion: Promoteam Schmitt &Rauch


Redakteur(e):

Frank Ipach

Titel
Steely Dan – Northeast Corridor
01. Black Cow
02. Kid Charlemagne
03. Rikki Don't Lose That Number
04. Hey Nineteen
05. Any Major Dude Will Tell You
06. Glamour Profession
07. Things I Miss The Mist
08. Aja
09. Peg
10. Bodhisattva
 
11. Reelin' In The Years
12. A Man Ain't Supposed To Cry
Donald Fagen – The Nightfly Live
13. I.G.Y.
14. Green Flower Street
15. Ruby Baby
16. Maxine
17. New Frontier
18. The Nightfly
19. The Goodbye Look
20. Walk Between Raindrops
Musiker Instrument
Donald Fagen Vocals, Fender Rhodes Piano, Melodica
Keith Carlock Drums
Freddie Washington Bass
Jon Herington Guitar
Connor Kennedy Guitar
Jim Beard Piano, Keyboards
Michael Leonhart Trumpet, Flugelhorn
Jim Pugh Trombone
Walt Weiskopf Tenor Sax, Alto Sax
Roger Rosenberg Baritone Sax, Bass Clarinet
Carolyn Leonhart Vocals, Percussion
Catherine Russell Vocals, Percussion
La Tanya Hall Vocals, Percussion
Jamie Leonhart Vocals, Percussion

Eine Institution. Ein Wunderwerk der Musik. Zeitlose Kunst. Unvergänglich. Die Großmeister des 'sophisticated' Pop-Jazz. Wir sprechen natürlich über STEELY DAN, deren Blütezeit definitiv in ihren Gründerjahren zwischen 1972 und 1980 lag. Eine unvergessliche Ära, die die beiden New Yorker Musik Nerds Walter Becker und Donald Fagen mit sieben außergewöhnlich guten Alben füllten.

Nach dem leider viel zu frühen Tod seines kongenialen Partners Walter Becker (2017) obliegt es nun dem schrulligen Fagen, das Erbe dieser heiß geliebten Band mit Bedacht und Hingabe zu pflegen. Einen kleinen Querschnitt dieser für die Ewigkeit geschriebenen Melodien präsentiert der inzwischen 73-jährige Donald Fagen nun auf seinem "Northeast Corridor" betitelten Live-Potpourrie, das zwar keine großartigen Überraschungen parat hält, aber schon für einige kleine Aha-Momente sorgt. Brauche ich das wirklich, wird womöglich der eine oder die andere sagen. Die alten Studioversionen bleiben eh unerreicht. Jein. Entscheidet selbst.

Mal ganz davon abgesehen, dass Mr. Fagen seine manchmal etwas überhastet wirkenden Lead Vocals nicht mehr ganz so überzeugend rüberbringt wie einst im Frühling und sich nur allzu gerne im vierköpfigen Background-Vocals Polster bettet, bleibt dennoch das eine oder andere pfiffige Arrangement-Schmankerl hängen. Verglichen mit den Urversionen variiert die hochkarätige Truppe gerne mal die Tempi der Songs und streut das eine oder andere mitreißende Solo ein, wo sich insbesondere Gitarrist und Musical Director Jon Herington hervortut, der beispielsweise dem in Stein gemeißelten Kid Charlemagne Larry Carlton Solo ein paar frische Nuancen abgewinnen kann. Wie gesagt, alles recht nuanciert, aber für jemanden der die alten Versionen verinnerlicht hat, bergen diese Momente doch einige kleine aber feine Überraschungen. Und wenn man dann nochmals so ein Meisterwerk wie das gut achtminütige Aja hört und Keith Carlock in Steve Gadds Fahrwasser trommeln hört, wird einem doch ganz warm um's Herz und man gerät ins Schwärmen. Was haben die Jungs doch für schöne Songs geschrieben. Zeitlose Kunst. Unvergänglich.

Gleiches gilt auch für Donald Fagens Soloscheibe "The Nightfly", die ihn 1982 nach dem vorübergehenden Split von STEELY DAN wieder in den Fokus aller Musikliebhaber rückte. Ein essentielles Meisterwerk, wobei sich die Kompositionen schon ein wenig an die letzten beiden DAN Alben "Aja" und "Gaucho" anlehnten und den gewohnten Soundkosmos hegten und pflegten. Die Live-Umsetzung dieses Evergreens wird hier mit derselben Band gefeiert, die auch den "Northeast Corridor" beschritt. Hier scheinen die bemerkenswerten musikalischen Überraschungen hinsichtlich markanter Arrangementänderung noch rarer gesät als auf der oben abgehandelten Live-Scheibe. Kann man den "Northeast Corridor" aufgrund seiner immer wieder aufblitzenden Arrangement-Highlights noch mehr oder weniger uneingeschränkt empfehlen, klebt die "Nightfly" Live-Interpretation doch verdammt nah an den alten Originalaufnahmen und lässt ein wenig an mitreissender Vitalität vermissen. Da kann man sich tatsächlich sein altes Vinylschätzchen auflegen und in Erinnerungen schwelgen.

 

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