Stephen Duffy

I Love My Friends

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 29.01.2006
Jahr: 2005

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Stephen Duffy
I Love My Friends, Cooking Vinyl, 2006
Stephen Duffy Vocals, Guitar, Bass, Harmonica, Keyboards
Andy Partridge Bass, String Machine, Background Vocals
Ric Menck, Justin Welch, Dave Mattacks Drums
Alex James, Anna Piva Bass
Aimee Mann Vocals
Produziert von: Stephen Street, Andy Partridge Länge: 73 Min 09 Sek Medium: CD
1. Tune In11. Twenty Three
2. Eucharist12. The Postcard
3. 1713. One Day One Of These Fucks Will Change Your Life
4. Lovers Beware14. Mao Badge
5. You Are15. In The Evening Of Her Day
6. The Deal16. Barbarellas
7. She Belongs To All17. House Of Flowers
8. Autopsy18. Comedown
9. What If I Fell In Love19. Hey Kat
10. Something Good20. Holding Hands With Grace

Stephen Duffy, der Pleiten-Pech-und-Pannen-Mann des Showbiz, einst Mitbegründer der zuckersüssen DURAN DURAN (die er zu früh verließ, um Millionen zu scheffeln) und später dann Kopf der semilegendären THE LILAC TIME, nun Songwritingpartner von Darling Robbie Williams, verzeichnet auf der Wiederveröffentlichung seines 1998er Albums "I Love My Friends" einige großartige Momente.

Duffy, der schon immer ein Talent für Ohrwurmmelodien jenseits des allzu Alltäglichen besaß, wird derzeit aufgrund seiner Zusammenarbeit mit Robbie Williams von wohlmeinenden Kritikern in den siebten Himmel gelobt, was aber mit der aktuellen Autorengemeinschaft auf Robbies "Intensive Care" wohl eher wenig zu tun haben kann. Ist doch Robbies aktuelles Werk sein bislang schwächstes. Wem übertragen wir die Schuld daran? Stephen Duffy? Ich möchte es nicht entscheiden...
Fest steht, dass Stepen Duffy auf seinem "I Love My Friends"-Reissue eine Menge mehr guter Momente aufzuweisen hat, als so manch anderer Popsong-Komponist der letzten Jahre. Als kleines Dankeschön und interessanter Bonus an die immer noch zu kleine Fanschar fungieren die 7 Bonustracks dieser Neuauflage, die "I Love My Friends" zu einem 20-Song-Kompaktwerk mit über 70 Minuten Spielzeit anwachsen lassen.
In welcher Form sich Stephen allerdings zur Zeit befindet, werden wir wohl erst mit seinem nächsten aktuellen Werk überprüfen können. Voraussichtlich anno 2007.

1998 jedenfalls kanalisierte er so manchen Karriere- und Seelenfrust in kompakte, meist recht einschmeichelnde Gitarren-Popsongs, mit knackigen E-Gitarren-Licks oder auch kontemplativen Folkmustern und garnierte seinen Striptease mit geradezu offenherzigen, autobiografischen Texten.
Duffy, der in englischen Musikerkreisen ein hohes Ansehen genießt, vertraut neben gestandenen Produzenten und Musikern wie Stephen Street und Andy Partridge ebenfalls auf die Hilfe kompetenter Mitstreiter wie Aimee Mann, Ric Menck und Dave Mattacks und lässt seine Elaborate von niemand geringerem als Tontechniker par excellence Bob Clearmountain in ein transparent glitzerndes Soundgewand betten.

Zwar wirkt der eine oder andere Song durch leicht überkandidelte Streicherarrangements etwas aufgebläht (z.B. das PET SHOP BOYS-mäßige You are), doch die Essenz des Ganzen wird trotz allem niemals in Frage gestellt. Dafür sorgen schon die folkig reduzierten Tracks wie Twenty three und das todtraurige The postcard.
Doch auch die verhalten rockigen Gitarrenprachtstücke Eucharist und 17 zeichnen ein klares Bild von Duffys kompositorischem Geschick und man fragt sich unweigerlich, warum der sympathische Engländer 1998 keinen nennenswerten Erfolg mit diesem ausgewogenen und größtenteils gelungenen Album hatte. Ständig zur falschen Zeit am falschen Ort.

Wenn der sogenannte Mainstream-Pop immer so klänge wie auf "I Love My Friends" käme man wohl kaum auf die Idee, sich Sorgen um die Zukunft unserer sogenannten Hitparaden zu machen. Bleibt zu hoffen, dass Duffy demnächst ein wenig mehr Aufmerksamkeit zuteil wird.

Frank Ipach, 29.01.2006

 

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