Steve 'N' Seagulls

Brothers In Farms


CD-Review

Reviewdatum: 22.09.2016
Jahr: 2016
Stil: Country, Bluegrass

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Redakteur(e):

Marc Langels


Steve 'N' Seagulls
Brothers In Farms, Spinefarm Records, 2016
PukkiGesang, Mandoline, Klarinette, Gitarre & Double Bass
HiltunenAkkordeon, Mandoline, Kantele, Flöte & Keyboards
HermanBanjo, Gitarre, Mandoline, Vibraphon & Gesang
RemmelGesang, Gitarre, Balalaika & Mandoline
PuikkonenSchlagzeug, Percussion, Gitarre, Vibraphon & Gesang
Produziert von: Janne Haavisto & Jyri Riikonen Länge: 56 Min 50 Sek Medium: CD
01. Aces High08. Symphony Of Destruction
02. Sad But True09. Fill Up The Tank
03. Wishmaster10. Burn
04. It's A Long Way To The Top (If You Wanna Rock 'N' Roll)11. The Pretender
05. You Could Be Mine12. Self Esteem
06. November Rain13. Out In The Fields
07. In Bloom14. Born To Be Wild

Die Finnen von STEVE 'N' SEAGULLS hatten schon vor einem Jahr bei ihrem Debüt-Album, “Farm Machine“, bewiesen, dass Skandinavier offenbar eine Menge Humor haben und dass Hard Rock- und Heavy Metal-Klassiker auch als Country- und Bluegrass-Versionen extrem gut funktionieren. Und da Metal- und Rock-Fans auch einen guten Sinn für Humor haben, wenn es um Cover-Versionen ihrer geheiligten Schätze geht und es ja in der Rock-Geschichte nicht nur 13 klasse Songs gibt, war es ja nur eine Frage der Zeit, bis zum zweiten Werk der Finnen, das nun als "Brothers In Farms" erschienen ist.

14 Stücke haben sich die Herrschaften hier vorgeknöpft, darunter so erlesenen Krachern wie Aces High (IRON MAIDEN), Burn (DEEP PURPLE), Born To Be Wild (STEPPENWOLF), Symphony Of Destruction (MEGADETH), Sad But True (METALLICA) oder It's A Long Way To The Top (If You Wanna Rock 'N' Roll) (AC/DC). Daneben hat sich das Quintett auch noch Hits von Bands wie NIGHTWISH (Wishmaster), den FOO FIGHTERS (The Pretender), NIRVANA (In Bloom) oder THE OFFSPRING (Self Esteem) vorgenommen. Und GUNS ’N’ ROSES haben es gleich zwei Mal auf das Album geschafft (You Could Be Mine, November Rain). Mit Fill Up The Tank ist sogar ein eigener Song vertreten vertreten – der es aber nicht ganz mit dem übrigen Material aufnehmen kann.

Und auch dieses Mal wieder haben es die Finnen geschafft, den 14 Songs ihre höchst eigenständige und ungewöhnliche Note zu verpassen und für eine Menge Spaß beim Hörer zu sorgen. Denn wer bei Versionen wie Wishmaster ohne ein breites Grinsen im Gesicht vor der Stereo-Anlage sitzt, der leidet unter unheilbarer Gesichtslähmung. Aber natürlich darf man „seine Musik“ dann nicht ganz so bierernst nehmen, denn es geht ja in erster Linie um den Spaß – und den verbreiten Nummern wie It’s A Long Way To The Top (If You Wanna Rock ‘N‘ Roll), You Could Be Mine, Symphony Of Destrucion, Burn, Self Esteem und selbst ein im Original eher bedrücktes Stück wie In Bloom auf jeden Fall. Und der Oberknaller ist dabei, was sie aus dem Auftakt zum Gary Moore-Krachers Out In The Fields gemacht haben. Den Stil würde ich als Bluegrass-Blastbeats bezeichnen.

STEVE 'N' SEAGULLS haben es auch auf ihrem zweiten Album komplett richtig gemacht. Sie haben eine wirklich gute Auswahl an Songs gefunden, die zu ihrem Stil und ihrem Sound passen. Da machen sie es genauso Stil- und Geschmackssicher wie die Italiener DRIVING MRS. SATAN. Natürlich dürften sie sich auch mal bei der Auswahl an Bands etwas mehr trauen, denn sie haben ja nun bewiesen, dass sie IRON MAIDEN, METALLICA, AC/DC und GUNS ‘N‘ ROSES „drauf“ haben. Aber sie machen ihre Sache ja weiterhin gut – und wer weiß, vielleicht überraschen sie ich ja bei ihrem dritten Album.

Marc Langels, 19.09.2016

 

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