Stevie Nicks

24 Karat Gold - Songs From The Vault


CD-Review

Reviewdatum: 08.10.2014
Jahr: 2014
Stil: Pop, Rock

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Stevie Nicks
24 Karat Gold - Songs From The Vault, Reprise Records, 2014
Stevie NicksVocals
Michael RhodesBass
Waddy Wachtel, Dan Dugmore, Dave Stewart, Mike Campbell, Davey JohnstoneGuitars
Chad CromwellDrums
Lenny CastroPercussion
Michael Rojas, Benmont Tench, Zach RoeKeyboards, Organ, Piano
Lady AntebellumBacking Vocals
Sharon Celani, Lori Nicks, Waddy WachtelBacking Vocals
Jim HokeClarinet
Vinnie CiesielskiTrumpet
John HincheyTrombone
Produziert von: Dave Stewart & Waddy Wachtel Länge: 63 Min 21 Sek Medium: CD
01. Starshine08. Lady
02. The Dealer09. I Don't Care
03. Mabel Normand10. All The Beautiful Worlds
04. Blue Water11. Belle Fleur
05. Cathouse Blues12. If You Were My Love
06. 24 Karat Gold13. Caroussel
07. Hard Advice14. She Loves Him Still

Schatzsuche ist doch nur was für Kinder. Falsch gedacht, auch die Großen lieben dieses Prickeln, das plötzliche und unerwartete Entdecken, die schweißigen, zittrigen Finger, die Euphorie. Stevie Nicks, die blonde Elfe der Mega-Seller FLEETWOOD MAC, nimmt uns mit auf ihre ganz persönliche Schatzsuche. Steigt auf den Dachboden, in den Keller, öffnet Schubladen, bemüht das Zahlenschloss ihres geheimen Tresors und präsentiert uns stolz Vergessenes und Liegengebliebenes. Und wer meint, man habe es hier mit Ausschussware, mit Zeifelhaftem zu tun, der sieht sich getäuscht. Glücklicherweise. Fast alles glänzt. Auch beim zweiten Hinschauen bzw. Hinhören.

Gemeinsam mit ex-EURYTHMICS Mastermind Dave Stewart und dem lockigen Uralt-Gitarrengefährten Waddy Wachtel verkroch sie sich für drei Wochen in ein Nashviller Plattenstudio und polierte ihre Funde gemeinsam mit der Nashville Studiomafia (Dan Dugmore, Chad Cromwell, Michael Rojas, Michael Rhodes) und den HEARTBREAKERS Benmont Tench und Mike Campbell auf Hochglanz.

Der Großteil der Songs stammt aus Nicks' produktivster Zeit zwischen 1969 und 1987, als das hübsche Lockenköpfchen Millionen von Platten mit ihrer Stammformation FLEETWOOD MAC unters Volk brachte ("Rumours") und ihre Solokarriere mit Erfolgsalben wie "Bella Donna" (1981) in höhere Sphären katapultierte. O-Ton Nicks: "In all diesen Songs geht es um Liebe und um gebrochene Herzen – wie man die Teile wieder aufsammelt und weitermacht. Es ist eine Chronik der Liebe vom Anfang bis zum Ende."

Stewart und Wachtel verpassen der 66-jährigen Chanteuse ein gediegenes und angemessenes Sounddesign, traditionell orientiert, dem zeitlosen Charakter ihrer Songs angepasst. Man könnte fast meinen, die Songs seien in eben jener Ära aufgenommen worden. Da schimmert jede Menge MAC und "Bella Donna"-Fluidum durch. Feinste Qualität und hohes Songwriter-Niveau inbegriffen. Stevie singt mit unverkennbarem Timbre und so eindringlich wie einst im Frühling.

Vierzehn Tracks, kein Ausfall. Sicherlich Nicks' beste Scheibe seit Jahrzehnten. Da wage sich bloß niemand zu sagen, Schatzsuche sei nur was für Kinder. Pustekuchen.

Frank Ipach, 04.10.2014

 

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