Stokes

Almost A Decade

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 26.03.2012
Jahr: 2011
Stil: Irish Folk

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Redakteur(e):

Michael Koenig


Stokes
Almost A Decade, DMG Germany/Broken Silence, 2011
Kevin SheahanVocals, Guitars
Jörg GlebaBanjo, Mandolin, Backing Vocals
Ariane BökerFiddle, Tin Whistle
Guests And Friends:
Fiachra O'ReganUilleann Pipes, Tin Whistle
Joe KroegerDouble Bass
Paddy SchmalöerBacking Vocals
Fionn RuadhCeltic Harp
Roland NoackTin Whistle
Robin NoackFiddle
Produziert von: Kevin Sheahan & Jörg Gleba Länge: 57 Min 45 Sek Medium: CD
01. Welcome Poor Paddy Home10. The Story Of The Crabfish
02. Eileen Óg + Kesh Jig11. Far Away In Australia
03. I'm A Rover12. Brian O'Lynn (Jig) + Galway Races
04. Jig Set:13. Red Roses For Me
- The Haunted House14. Rambling Rover
- My Darling A-Sleep15. The Spanish Lady
- Club Ceili16. The Town I Loved So Well
05. Fiachra's Slow Air17. The Gentleman Soldier
06. The Lark In The Morning (Song)18. Seven Deadly Sins
07. The Lark In The Morning (Tune)
08. The Road And The Miles To Dundee
09. Mormon Braes + Mrs. Thompson (Reel)

Das irisch-deutsch-österreichische Irish Folk Trio STOKES beging 2011 sein achtjähriges Bestehen. Das bedeutet vor allem: Acht Jahre Konzerte. Mehr als achthundert sind es angeblich inzwischen. Darunter Tourneen und Gastspiele mit Noel McLoughlin, Seán Cannon (THE DUBLINERS), SHASKEEN, THE CHIEFTAINS und Christy Moore. Grund genug für Kevin Sheahan, Jörg Gleba und Ariane Böker dieses, nicht ganz runde, Jubiläum mit einem Album zu feiern. “Almost A Decade“ (= “Fast ein Jahrzehnt“) heißt es treffend und sorgt seit seinem Erscheinen für allerbeste Stimmung bei Folk-Fans.

Weit überwiegend stehen Traditionals auf der Titelliste. Dazu kommen dann noch ein paar traditionell arrangierte Coverversionen, wie zum Beispiel The Town I Loved So Well (Phil Coulter) und Seven Deadly Sins (Jim McLean). Diese Programmgestaltung macht deutlich, worauf es dem dreiblättrigen Kleeblatt in allererster Linie ankommt. Auf möglichst unverfälschten und authentischen Irish Folk nämlich. Da fliegen einem die Jigs, Reels, Tunes und sehr zurückhaltend eingestreuten, leicht poppigen Klänge nur so um die Ohren. Wem das nicht ins Tanzbein fährt, den bewegt wirklich gar nix mehr.
Dass hierbei neben der Musik natürlich auch die Texte eine tragende Rolle spielen, versteht sich wohl von selbst. Schließlich schleppen die Iren nicht von ungefähr das Klischee mit sich herum, Geschichtenerzähler par excellence zu sein. Doch, wenn man ehrlich ist, stimmt das ja sogar. Also aufgemerkt, es ist beileibe längst nicht alles bierernst gemeint, was die Iren so erzählen. Sie nehmen ihr Gegenüber schon ganz gerne auf die Schippe. Dem entsprechend sind die auf “Almost A Decade“ vorkommenden Lyrics zu bewerten.

Genau so, wie in der irischen Brust zwei Herzen, nämlich ein heiteres und ein melancholisches, schlagen, spannt auch die traditionelle irische Musik den Bogen zwischen der frohen und der betrüblichen Gefühlswelt. Die STOKES, sowie ihre Studiogäste und Freunde, beherrschen die Klaviatur der Emotionen virtuos und erinnern dabei durchaus an THE DUBLINERS. Die einschlägige Fachpresse geht sogar so weit, den Dreier zu deren einzigen legitimen Nachfolgern zu küren. Außerdem wählte der irische Fremdenverkehrsverband Tourism Ireland das Trio 2004 und 2005 jeweils zur besten Irish Folk Band des Jahres.

Wer also anerkannten, hochwertigen, auf die althergebrachte Weise dargebotenen, Irish Folk mag und mal wieder so richtig Spaß haben will, sollte Augen und Ohren offen halten, um die nächste Gelegenheit, die STOKES bei einem ihrer Konzerte zu erleben, auf keinen Fall zu versäumen. Die Zwischenzeit bis dahin kann er ja mit “Almost A Decade“ überbrücken.

Michael Koenig, 11.03.2012

 

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