Stone River

The Valley Of The Butterflies

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 07.01.2010
Jahr: 2009
Stil: Southern Hard Rock

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Stone River Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


Stone River
The Valley Of The Butterflies, Fallen Sky, 2009
Renan YildizdoganVocals
Jeff DesiletsGuitars
Darren FlowerGuitars & Backups
Jay MacedoBass & Backups
Scott LarocqueDrums
Produziert von: Tom Treumuth Länge: 40 Min 58 Sek Medium: CD
01. Southern Feeling06. Divine Child
02. Cold Black River07. Inside These Walls
03. Come On08. Dust'n'Stones
04. On These Turning Tides09. The Valley Of The Butterflies
05. Can't Help Loving Her

Hello, southern friends and gents!
Hier haben wir sie mal wieder, die würdigen Nachfolger für .. ja, für wen eigentlich? Zunächst einmal kommen diese fünf Buben nicht aus den Südstaaten, ja nicht einmal aus den "Staaten", sondern stammen aus Ontario, welches bekanntermaßen in Kanada liegt. Was aber, ebenso bekanntermaßen, kein Hinderungsgrund ist, einen ordentlichen Southern Rock auf den Amboss zu hämmern. Da gibt’s hier in Europa ebenso Beispiele, wie in Fernost.
Aber zurück nach Kanada und zurück in die Zukunft. Heutzutage reicht es nur selten aus, sich als Gralshüter zu bemühen. Will man Zugang zu des Hörers Ohrwatscheln bekommen, muss man schon für etwas Dampf im Kessel sorgen und dafür haben STONE RIVER auf ihrem Debüt offensichtlich gesorgt.
Das geht schon derb und dirty los, mit deutlichem Southern Feeling. Wie die BLACK CROWES in Bestform, noch eine Ecke härter, aber mit den typischen Riffs dieses Genres. Sänger Renan Yildizdogan (ein typisch nordamerikanischer Name) hat einen sehr kräftigen, kernigen Gesang, der durch den gospelhaften Backgroundgesang jenes "southern feeling" bekommt. Ansonsten könnte der auch in weitaus härteren Stilrichtungen beheimatet sein. Aber so klingt das heutzutage und so macht das auch ordentlich Spaß. Bands wie BLACK STONE CHERRY fallen einem da sofort ein, aber auch Vergangene, wie BROTHER CANE oder THE FOUR HORSEMEN. Wie sangen Letztere? "What have we here: some good ol' fashion music, lots of whiskey 'n beer"! Genau so ist das hier. Wobei einen diese Musik auch ohne Zusatzstoffe antreibt.

Funkig, mit ordentlich Drive, startet die nächste Nummer. Bisschen Hammond dazu gefüttert, aber die hat gegen diese heftig riffenden und rockenden Gitarren wenig Durchsetzungsvermögen. Dazu power darüber Sänger Renan ebenso wenig rücksichtsvoll. Fast unvermutet besinnt man sich mittendrin seiner - musikalischen - Wurzeln und streut ein kurzes zweistimmiges ALLMAN Intermezzo ein.
Natürlich wird auch hier mal Akustische ausgepackt, denn man sitzt ja in solchen Kreisen gern ums Lagerfeuer. Da klingt's wieder - vom Gesang mal abgesehen - stark nach den "Krähen" samt deren Vorgängern und -bildern. Mancher Hard Rock-, Metal - Act hat sich ja auch mit solchen Balladen gern geschmückt. Wider erwarten behalten STONE RIVER den akustischen Balladencharakter des Songs bis zum Schluss bei. Genug Anderen hätte da doch der Zeigefinger so lange gezuckt, bis doch der Abzug durchgezogen worden wäre.
Aber anschließend wird wieder knochentrocken gerockt. Nicht sonderlich originell, aber ein hämmerndes Piano, Stones-Gitarren und Überholspur-Attitüde - wie in Can't Help Loving Her haben noch nie ihre Wirkung verfehlt. Erinnert mich hier etwas an die Landsleute von THE TREWS.

Mehr dem Groove-Rock der, ja, man muss immer wieder erwähnen, BLACK CROWES kommt Divine Child entgegen. Aber halt mit deutlich härteren Gitarren. Leicht funky, aber immer mit Schmackes.
Auch in gröbere Stile, ohne das soundmäßig zu übertreiben, begeben sich die Kanadier gern mal, wie in Inside These Walls.
Dust'n'Bones beginnt etwas unspektakulär, ist aber dann doch wieder mit so viel geilen Riffs und Licks gespickt - eine Hammond wummert auch effektvoll im Hintergrund - dass das Dingens bald in Fahrt kommt und nahezu jeden mitreißt. Endlose Gitarrengedudel gibt es - zumindest im Studio - bei diesen Typen nicht, sondern immer reichlich auf den Punkt und damit auf die Zwölf. Macht Spaß!
Nochmal die Akustischen ausgepackt, für die Schluss- und Titelnummer, die recht episch angelegt auch die Sixties- und Jam-Fraktion zufrieden stellen dürfte.
Tatsächlich hat dieses CD schon über zwei Jahre auf dem Buckel und erschien erst jetzt in Europa, sodass zu hoffen ist, dass da bald Nachschub kommt und damit, hoffentlich, auch eine Tour. Nackenschmerzen nach den Konzerten dürften garantiert sein.

Epi Schmidt, 04.01.2010

 

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