Stone Sour

House Of Gold And Bones Part 1


CD-Review

Reviewdatum: 01.11.2012
Jahr: 2012
Stil: Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Stone Sour
House Of Gold And Bones Part 1, Roadrunner Records, 2012
Corey TaylorGesang & Piano
James RootGitarre
Josh RandGitarre
Roy MayorgaSchlagzeug & Synthesizer
Gastmusiker
Rachel BolanBass
Stubs, Lady, Truck & SinnerGesang
Kevin FoxCello
Karen GravesVioline
Kate UnrauVioline
Anna RedekopViola
Produziert von: David Bottrill Länge: 43 Min 21 Sek Medium: CD
01. Gone Sovereign07. My Name Is Allen
02. Absolute Zero08. Tacitum
03. A Rumor Of Skin09. Influence Of A Drowsy God
04. The Travelers Pt. 110. The Travelers Pt. 2
05. Tired11. Last Of The Real
06. RU486

Welche ist denn nun die Hauptband und wer das Nebenprojekt für Corey Taylor? Haben STONE SOUR eventuell SLIPKNOT in der Gunst des Sängers überholt? Es scheint fast so, denn während das nächste Album der Maskenmänner auf sich warten lässt, stehen STONE SOUR mit "House Of Gold And Bones" Teil 1 auf der Matte und haben zudem bereits Teil 2 für das kommende (Früh-)Jahr angekündigt. Dabei wagen sich STONE SOUR nicht nur an ein Konzeptwerk, sondern auch gleich mal an ein spezielles Multimedia-Gesamtkunstwerk. Dazu gehören neben dem Album-Artwork und den Videoclips auch eine spezielle Online-Präsenz, die Live-Umsetzung bei den anstehenden Konzerten und ein begleitender Comic-Roman – besser bekannt heute als Graphic Novel.

Es ist also viel los im Hause STONE SOUR, aber ist auch alles gut? Darüber entscheidet natürlich im Endeffekt die Musik. Und wo mir das vergangene “Audio Secrecy“-Album ein wenig zu zurückhaltend und ruhig ausgefallen war, da gehen STONE SOUR nun wieder in die Vollen. Schon die beiden Opener Gone Sovereign und Absolute Zero sind zwei Knaller allererster Güter, harte Riffs, treibende Schlagzeug-Salven und ein Gesang, der prototypisch für Corey Taylor ist: eingängig und doch aggressiv. Zudem steht bereits nach einem ersten Durchlauf fest: auf “House Of Gold And Bones“ hat Corey Taylor einige der besten Gesangsleistungen und einige der eingängigsten Melodien (als Beispiel sei Tired empfohlen) seiner bisherigen Karriere gezaubert.

Auch musikalisch hauen STONE SOUR hier einen Treffer nach dem nächsten raus. Dabei ist es egal, ob sie hart (A Rumor Of Skin, Tired, RU486, My Name Is Allen, Influence Of A Drowsy God) oder zart (The Travellers Pt.1, Taciturn) zu Werke gehen. Dabei verlieren sich STONE SOUR glücklicherweise nicht in ausufernden Kompositionen und überfrachten die Stücke nicht, sondern konzentrieren sich auf den Kern der Lieder. So bleiben die Stücke knackig und spannend. James Root und Josh Rand spielen sich an den Gitarren die Bälle bei Soli und Leads traumwandlerisch zu (bestens nachzuhören im Gitarren-Solo-Doppel von Gone Sovereign) und produzieren dabei einige spannende Songs, die im reichen Fundus der exzellenten STONE SOUR-Songs sicher zu den besten Exemplaren gehören.

Dabei ist die Musik auch deshalb so packend, weil man der Band und insbesondere Corey Taylor anmerkt, dass sie mit besonders viel Herzblut bei der Sache sind. Ohne den anderen CDs der Band die Emotionen abzusprechen, gehen STONE SOUR hier mit einer ganz besonderen Leidenschaft zu Werke. Jedes Riff, jede Note und jedes Wort scheint der Band besonders viel zu bedeuten. Diese Intensität wäre schon fast beängstigend, wenn sie nicht so begeisternd wäre.

Nach diesem fulminanten Einstieg in die Geschichte ist die Spannung auf den zweiten Teil natürlich recht hoch. Wie geht die Geschichte weiter? Sind die Lieder auf Teil 2 auch so gelungen? Denn eines ist klar: mit “House Of Gold And Bones Part 1“ haben STONE SOUR die Latte sehr hoch gelegt und ihr bislang reifestes und in meinen Augen bestes Werk bis dato vorgelegt. Nun müssen sie versuchen, das noch mal überbieten.

Marc Langels, 28.10.2012

 

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