Stratovarius

Eternal


CD-Review

Reviewdatum: 11.10.2015
Jahr: 2015
Stil: Melodic Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Stratovarius
Eternal, earMusic, 2015
Timo KotipeltoGesang
Matias KupiainenGitarre
Lauri PorraBass
Jens JohanssonKeyboards
Rolf PilveSchlagzeug
Produziert von: Matias Kupiainen Länge: 54 Min 19 Sek Medium: CD
01. My Eternal Dream06. In My Line Of Work
02. Shine In The Dark07. Man In The Mirror
03. Rise Above It08. Few Are Those
04. Lost Without A Trace09. Fire In Your Eyes
05. Feeding The Fire10. The Lost Saga

Schon mit ihren letzten drei Alben konnten STRATOVARIUS mehr als deutlich unter Beweis stellen, dass ihnen die Abgänge von Gitarrist und Hauptsongwriter Timo Tolkki und später auch Schlagzeuger Jörg Michael (der aber immer noch im Management der Band aktiv ist) musikalisch nicht geschadet haben. Denn die beiden „Ersatzleute“ Rolf Pilve am Schlagzeug aber insbesondere Matias Kupiainen an der Gitarre haben sich als absolute Glücksgriffe erwiesen, die dem Melodic Metal-Flaggschiff neuen Wind in den Segeln beschert haben.

Nachzuhören ist das erneut auf “Eternal“, einem Album, das sich wieder durch echtes Teamwork auszeichnet. Denn alle Mitglieder – bis auf Schlagzeuger Pilve – waren wieder stark ins Songwriting eingebunden. Das war unter der Ägide von Tolkki längst nicht immer so der Fall. Aber aus der neu gewonnenen Kameradschaft speist sich offenbar auch die wiederentdeckte Stärke der Band, denn selten zuvor hat man die Band so enthusiastisch empfunden wie auf “Eternal“. Die Begeisterung für die neuen Stücke scheint aus jeder Strophe zu springen und infiziert den Hörer bereits beim ersten Durchgang.

Aber zum Glück bedeutet das nicht, dass die Lieder deshalb schnell langweilig würden. Vielmehr hat die Scheibe genügend Abwechslung zu bieten. Die Band bietet von den Hochgeschwindigkeits-Nummern der Marke My Eternal Dream und Rise Above It über künftige Live-Kracher wie In My Line Of Work oder Man In The Mirror bis hin zum abschließenden Epos The Lost Saga. Nur die eigentlich mittlerweile obligatorische Ballade fehlt hier. Fast ist man versucht zu sagen: zum Glück. Denn wahrscheinlich hätte sie den unwiderstehlichen Drive Scheibe ausgebremst. Nicht, dass die Band hier komplett auf ruhige Momente verzichtet, aber diese sind nur Einschübe und dienen nur dazu, um die Dynamik der Stücke etwas zu variieren.

STRATOVARIUS melden sich mit einem ihrer bisher besten Alben zurück, das von der ersten Sekunde an eine Menge Spaß macht. Die Band spielt befreit – ja geradezu euphorisiert auf -, hat einige Refrains dabei, die extrem catchy sind und hervorragend zur Stimme von Timo Kotipelto passen, und ein Songwriting am Start, das zehn Mal voll und ganz überzeugt. Kurz und gut: STRATOVARIUS haben ein Werk für die Melodic Metal-Ewigkeit abgeliefert – für gewöhnlich nennt man das dann Meisterwerk, hier nennt man es dann eben einfach nur “Eternal“.

Marc Langels, 08.10.2015

 

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