Stryper

No More Hell To Pay


CD-Review

Reviewdatum: 12.12.2013
Jahr: 2013
Stil: White Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Stryper
No More Hell To Pay, Frontiers Records, 2013
Michael SweetGesang & Gitarre
Robert SweetSchlagzeug
Timothy GainesBass & Gesang
Oz FoxGitarre & Gesang
Produziert von: Stryper Länge: 51 Min 36 Sek Medium: CD
01. Revelation07. Marching Into Battle
02. No More Hell To Pay08. Te Amo
03. Saved By Love09. Sticks And Stones
04. Jesus Is Just Alright10. Water Into Wine
05. The One11. Sympathy
06. Legacy12. Renewed

In den 1980er Jahren galten Hard Rock und Heavy Metal noch weithin als Musik des Teufels, die den armen Hörer auf direktem Wege in die Hölle transportieren würden. Damals gab es auch so genannte "Experten" - gerne christlich-fundamentalistischer US-Ausprägung -, die hinter dem international bekannten Kürzel AC/DC die Kurzform für Anti Christ/Devil's Child oder unter KISS nichts anderes als Knights In Satan's Service verstanden. Damals taten sich vier Musiker aus Orange County im US-Bundesstaat Kalifornien zusammen, um der Welt zu zeigen, dass man sowohl ein guter Christ wie auch ein guter Heavy Metal-Musiker sein kann. Unter dem Namen STRYPER bildeten sie die Speerspitze dessen, was als Kontrapunktion zu VENOMs "Black Metal" als White Metal bezeichnet wurde. In den 80ern veröffentlichten sie mit "Soldiers Under Command" und "To Hell With The Devil" sowie "In God We Trust" drei exzellente Alben, die eigentlich in jede komplette Metal-Sammlung gehören.

Nach einer längeren Pause sind STRYPER seit einigen Jahren wieder aktiv. Dabei verlief der Start etwas holprig. Das Live-Album "7 Weeks: Live In America" hatte einen schwachen Sound und auch das letzte Album mit neuem Material "Murder By Pride" klang etwas halbgar. Aber durch die Rückbesinnung auf die Wurzeln ihrer Musik, zunächst mit dem Tribut-Album "The Covering" und dann mit den eigenen früheren Großtaten in Form von "The Second Coming", scheinen STRYPER wieder in die musikalische Spur zurückgefunden zu haben.

Das belegt auch ihr neuester Streich "No More Hell To Pay". Darauf rocken STRYPER wieder wie damals in ihren besten Tagen und singen dabei das Hohelied ihres Glaubens. Und auch wenn sie hier beileibe keine Neuigkeiten präsentieren, so machen die 12 Kompositionen doch nahezu durchgehend Spaß. Dabei wissen insbesondere die ersten Songs Revelation, No More Hell To Pay, Saved By Love und Jesus Is Just Alright vollauf zu gefallen. Mit Marching Into Battle bieten STRYPER zudem das vielleicht härteste Lied in ihrer Geschichte auf. Eigentlich mag nur das etwas ungelenke Te Amo nicht wirklich zu überzeugen. Zudem kommt einem das ein oder andere Riff etwas abgegriffen vor, aber es gelingt Michael Sweet & Co zumeist dann noch einen ohrenschmeichelnden Gesang drauf zu legen, der die Vorhersehbarkeit erträglich macht.

STRYPER sind mit "No More Hell To Pay" wieder in der richtigen Spur angekommen. Das Album wird Anhängern der Band sicherlich gefallen, bietet es doch all das, was die Band einst so bekannt gemacht hat: eingängige Songs, gute Gitarren-Arbeit und prima Vocals. Quasi "Back to basics" und "back to the future" in einem. So bleibt man auch in der zweiten Dekade des dritten Jahrtausends und der dritten Dekade der Band-Geschichte relevant. Gut gemacht.

Marc Langels, 09.12.2013

 

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