Subway To Sally

Engelskrieger

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 02.11.2003
Jahr: 2003

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Redakteur(e):

Jörg Litges (* 1965, ✝ 2015)


Subway To Sally
Engelskrieger, Motor Music/Universal, 2003
Ingo Hampf Elektrische Gitarre, Laute
Eric Fish Gesang, Blasinstrumente
Bodenski Gesang, Akustische Gitarre, Drehleier
Simon Gesang, Akustische Gitarre, Trumscheit
Frau Schmitt Violine
Sugar Ray Bass
David Pätsch Schlagzeug
Produziert von: Ralph Quick & Aino Laos Länge: 45 Min 20 Sek Medium: CD
1. Geist des Kriegers7. 2000 Meilen unterm Meer
2. Falscher Heiland8. Knochenschiff
3. Unsterblich9. Wolfstraum
4. Kleine Schwester10. Verloren
5. Abendlied11.Abendland
6. Narben

Was macht eine Band wenn sie mit ihrer Art Musik alles ereicht hat? Richtig, sie begeht neue Wege, und wird damit zwangsläufig eine Menge alte Fans vor den Kopf stoßen, aber auch neue dazugewinnen.
Auch die Mittelalterrocker SUBWAY TO SALLY gehen nun in Richtung neue deutsche Härte. Nicht ganz so brachial wie RAMMSTEIN, aber doch wesentlich härter wie man von ihnen gewohnt ist.
Ich bin STS Fan der ersten Stunde, und habe dem neuen Album sehr skeptisch entgegengesehen. Allerdings kann ich auch auf Neue Deutsche Härte-Bands wie RAMMSTEIN, OOMPH oder WITT, somit trifft mich die Veränderung nicht sooo hart, jedoch war ich schon traurig, dass eine meine liebsten Kapellen ihren Stil ändern sollte...

Aber für alle anderen Besorgten: So schlimm wird's nicht!
Das Album knallt einem gleich mit Geist des Kriegers und Falscher Heiland (hätte auch in anderem Arrangement auf jedem anderen STS-Album stehen können) zwei Megahammer um die Ohren. Der Stilwechsel ist eindeutig, aber doch sind STS klar darunter versteckt. Die Texte belieben weiterhin so tiefsinnig wie wir es von den Potsdamern gewohnt waren, wenn auch wesentlich düsterer als auf den anderen Alben. Dazu tragen schon die Themen der Songs bei, wie z.B AIDS (Unsterblich), Selbstverletzung (Narben), Körperkult (Knochenschiff) oder Missbrauch (Abendlied).

Eigentlich haben STS auf "Engelskrieger" nur potentielle Hits. Auf schwerverdaulicheren harten Stoff wie Kleine Schwester folgen Songs wie Abendlied, die auch beim ersten Hören der Platte für alte Fans, die sich bisher wunderten ob sie wohl eine Fehlpressung gekauft haben, verdaulich sein sollten... gebt der CD einige Umdrehungen, sie wächst!
Stagnation war noch nie die Sache von SUBWAY TO SALLY, so auch auf diese Platte nicht!
Wer die letzten zwei CDs von STS mochte, wird hier im Prinzip die alten Melodiebögen erkennen, und wenn man nicht vollkommen taub ist auch spätestens nach Lied zwei erkennen um wen es sich hier handelt.

Ein weiteres haariges Thema faßt die Band mit 2000 Meilen unterm Meer, auch live eine Granate, an: Sterbehilfe. Der Song zeigt einmal mehr sound- und textmässig die neue düstere Seite SUBWAY TO SALLYs, er zieht einen tatsächlich 2000 Meilen unters Meer... kein Song für die melancholischen Winterabende allein zuhause...

Ich kann jedem geneigten Hörer, der die SUBWAYs schon früher mochte, nur raten der Platte eine Chance zu geben, und nicht als Ausverkauf zu bewerten. Meiner Meinung nach stellt die CD die konsequente Weiterentwicklung von "Herzblut" da. Nie sang Eric besser, nie rockten die Jungs härter....

Jörg Litges, 02.11.2003

 

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