Subway To Sally

Hey!


CD-Review

Reviewdatum: 17.04.2019
Jahr: 2019
Stil: Mittelalter Metal
Spiellänge: 49:41
Produzent: Ingo Hampf & Simon Michael

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Plattenfirma: STS Entertainment/UMG

Promotion: Another Dimension


Redakteur(e):

Ralf Frank


s. weitere Künstler zum Review:

Lord Of The Lost

Oomph

QNTAL

The Sweet

Black Sabbath

Gary Glitter

T.Rex

Titel
01. Island
02. Imperator Rex Graecorum
03. Königin der Käfer
04. Messias
05. Die Engel steigen auf
06. Anna´s Theme
 
07. Am tiefen See
08. Selbstbetrug
09. Bis die Welt auseinanderbricht
10. Alles was das Herz will
11. Aufgewacht
12. Ausgeträumt
Musiker Instrument
Erik-Uwe Hecht (Eric Fish) Gesang, Schalmei, Flöte, Uilleann Pipe
Ally Storch Violine, Viola, Nyckelharpa
Ingo Hampf Gitarre, Laute, Saiteninstrumente
Simon (Levko) Gitarre, Trumscheit, Chorgesang
Michael Boden(ski) Gitarre, Drehleier, Chorgesang
Silvio (Sugar Ray) Runge Bass
Simon Michael Drums, Percussion
Gäste:
Chris Harms (Lord Of The Lost) Gesang (# 1)
Stephan Ernst Gesang (# 2)
Dero (Oomph!) Gesang (# 8)
Syrah (Qntal) Gesang (# 6,7)
Christoph Pracht Cello (# 7)
Johannes Schlump (Cop Dickie) Programming
Voicians Programming (# 10,11,12)

In den ersten Jahren nach ihrer Gründung 1990 veröffentlichten STS ihre Alben zuerst quasi im Jahresrhythmus, ab dem Millennium alle zwei Jahre bis dann zuletzt die Abstände immer größer wurden. Zwischen den letzten beiden Alben lagen dann schon vier Jahre und bis zum aktuellen Album dauerte es jetzt sogar fümf Jahre. Wo soll das enden, fragen sich nicht nur besorgte Fans?

Natürlich waren STS in der Zwischenzeit nicht untätig, diverse Tourneen u. a. in reiner Akustikformation, die auch in einem Live Album resultierten, ein neues Projekt namens BANNKREIS und nicht zuletzt musste noch die Trennung von Silke Volland verarbeitet werden. Letztere wird nun offiziell von Ally Storch ersetzt, die „Frau Schmitt“ bereits während ihrer Auszeit 2016 auf der Bühne vertreten hatte.

STS werden in der Regel dem Mittelalter Rock zugeordnet, obwohl die Band selbst sich eher durch ihre Folk Vergangenheit beeinflusst sieht und seit ihrem 2003er “Engelskrieger“ Album mit “neuer deutscher Härte“ liebäugelt, lässt sich eine mittelalterliche Note kaum verhehlen und so ist es auch bei dem mittlerweile 14. Studioalbum “HEY!“ nicht anders. Aber “HEY!“ steht nicht nur musikalisch in einer Linie mit “Engelskrieger“, auch textlich gibt es Parallelen, wenn STS sich der aktuellen globalen Missstände annehmen.

 [Foto: Alexander Schlesier via Another Dimension]

Neben der “neuen altdeutschen Härte“, bei dem auch die Gastsänger Chris Harms von LORD OF THE LOST und Dero von OOMPH! zum Tragen kommen, gibt es natürlich auch immer wieder kleine Verneigungen an die eigene Vergangenheit, so z. B. mit  Am tiefen See eine Art Fortsetzung von Die Rose im Wasser (1999 “Hochzeit“), bei der Gastsängerin Syrah von QNTAL für Gänsehautmomente sorgt, aber auch für diverse Späßchen. So werden hier und da Zitate von THE SWEET, Gary Glitter, T.REX oder BLACK SABBATH eingestreut, die man von STS nicht unbedingt erwarten würde. THE SWEET kann man dabei sogar zweimal entdecken, aber auch nur, weil die betreffenden Songs bis auf Text und Titel mehr oder weniger gleich klingen.

Mit “Hey!“ melden sich die Potsdamer eindrucksvoll zurück und werden die kommende Festivalsaison mit Sicherheit auch mit ein paar der neuen Stücke rocken um diese für die Zukunft auf die Liste der Pflichtstücke zu setzen. Das Album erscheint neben der Standard CD und Digital Download auch als Limited Edition inkl. DVD und Bonus Track sowie als Vinyl inkl. der CD.

 

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