Sungrazer

Mirador

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 15.09.2011
Jahr: 2011
Stil: Psychedelic Rock/Stoner

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Redakteur(e):

Ralf Stierlen


Sungrazer
Mirador, Elektrohasch, 2011
Rutger SmeetsGuitar & Vocals
Sander HaagmansBass & Vocals
Hans MuldersDrums
Gast:
Willem PhillipsenVocals (on 34 & More...)
Produziert von: MauCe Enterprises & Sungrazer Länge: 48 Min 24 Sek Medium: CD
01. Wild Goose05. Behind
02. Octo06. Mirador
03. Sea07. 34 & More...
04. Goldstrike

SUNGRAZER machen es genau richtig und halten den Kessel beständig am Kochen. Nach ihrer soeben erst veröffentlichten, in der Szene vielbeachteten EP spielten sie im Sommer auf jedem Festival, das irgendwie nach Joint…äh, Verzeihung nach Psychedlic oder Stoner Rock roch (STONED FROM THE UNDERGROUND, ROADBURN, Up In Smoke oder Duna Jam) und werfen jetzt schon einen Longplayer hinterher. Ok, das lässt sich bei dieser Musik auch handeln, die weniger auf komplexen Kompositionen und ausgefeilten Arrangements als auf langgedehnten Jams beruht, aber andererseits ist ein derartiger Arbeitseifer doch auch etwas erstaunlich, steht er doch in diametralem Gegensatz zur Grundstimmung von “Mirador“

Denn auch wenn hier ein ordentliches Brett zwischen Psychedelic, Stoner und Post Rock serviert wird, ist eine durchgängige Entspanntheit geradezu mit Händen zu greifen. Ähnlich relaxt präsentiert sich in diesen Gefilden sonst eigentlich nur noch BRANT BJORK. Sehr angenehm fällt diesmal auch auf, dass sich die Niederländer doch ein ganzes Stück von ihren ehemaligen Vorbildern COLOUR HAZE entfernt haben und deutlich vielseitiger daherkommen als auf ihrer selbstbetitelten EP.

Hier gibt es weiterhin weitschweifige beinahe-Instrumentals mit floydigen Trips (Wild Goose) aber auch die schon erwähnten Post-Rock-Anklänge mit den dafür charakteristischen Leise-Laut-Passagen (Sea, Behind), aber auch mal kurze, knappe Smasher (Octo) mit doomiger Schlagseite. Einziges kleines Manko ist das doch etwas wenig differenzierte Klangbild, das eher zu einer suhlenden Stonerband passt als eine Space-Psychedelia-Truppe wie SUNGRAZER. Aber vielleicht wird die wachsende Anerkennung über weitere Auftritte auch diesbezüglich ein paar neue Türen öffnen und beim nächsten Mal eine bessere Produktion ermöglichen. SUNGRAZER hätten es sich verdient.

Ralf Stierlen, 13.09.2011

 

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