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That's How We Roll


CD-Review

Reviewdatum: 22.03.2011
Jahr: 2011
Stil: Punk Rock, Rotz-Rock

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Redakteur(e):

Marc Langels


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That's How We Roll, VME, 2011
Mikkel NeperusGesang
Thomas PedersenGitarre
Thomas BuchwaldGitarre
Benjamin FunkBass
Brian JensenSchlagzeug
Lars RygaardOrgel & Mundharmonika
Gastmusiker
Mia ColdheartGesang (Redemption Song)
Produziert von: Kristian Thomasen Länge: 45 Min 54 Sek Medium: CD
01. Heart On Overdrive07. Redemption Song
02. Rise And Fall08. Rulers Of The Day
03. Are You Satisfied?09. From Another Planet
04. You Disgust Me10. Aim High
05. Mrs. Ferguson11. Roll The Dice
06. That's How I Roll12. Sunrise Over Reeperbahn

Dieser Newsflash erreichte uns aus Dänemark: VOLBEAT sind nicht die einzige mächtig tätowierte Rock-Band mit einem Faible für harte Rhythmen und Old-School-Einflüsse bei unseren nördlichen Nachbarn. Dabei haben die sechs Jungs von SUPERCHARGER weniger Metal im Gepäck dafür aber etwas mehr Punk-Rock im Stile von etwa SOCIAL DISTORTION.

Dabei erscheint “That’s How We Roll“ bereits gerade mal ein Jahr nach dem Debüt “Handgrenade Blues“ und setzt den rotzigen (sprich: punkigen) Rock’n’Roll des Erstlings etwas perfektionierter fort. Hier macht sich der Einstieg von Lars Rygaard an den Tasten und der Mundharmonika deutlich bemerkbar. Das bedeutet aber nicht, dass SUPERCHARGER auf pure Abgehnummern verzichten. Bestes Beispiel dafür ist That’s How I Roll, bei dem man den Neuen nicht zu hören bekommt. Insofern können sich Anhänger der ersten Stunde beruhigt zurücklehnen.

Aber SUPERCHARGER erweitern ihr Repertoire eben auch um eher ungewohnte neue Töne. So könnte der anschließende Redemption Song (ein Duett mit CRUCIFIED BARBARA-Sängerin Mia Coldheart) rein stilistisch und von der Songstruktur auch zu VOLBEAT passen. Außerdem kann man in den weiteren Songs deutliche Anleihen aus dem Country- und Blues-Bereich wahrnehmen. Aber es sind gerade diese kleinen Experimente, die “That’s How We Roll“ so viel interessanter und runder erscheinen lassen als das Debüt.

Positiv bemerkbar macht sich auch der wesentlich organischere und erdigere Sound der Produktion, für die dieses Mal Kristian Thomasen verantwortlich zeichnete. Er schafft es besser, die Stärken des Sextetts herauszuarbeiten. Und die liegen im ehrlichen „rotzigen“ Rock und ihrer Vielseitigkeit, die es ihnen erlaubt, zwischen verschiedenen Stilen und Einflüssen zu pendeln ohne dabei aufgesetzt oder willkürlich zu wirken.

SUPERCHARGER haben mit ihrem zweiten Album einen deutlichen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Auch wenn mir gerade die ersten zwei Songs ein wenig zu uninspiriert und gleichförmig klingen. Sie haben im Gegensatz zum Rest der Platte nix Neues, sondern sind einfach nur Abgehnummern, wie es sie von zahlreichen anderen Bands auch gibt. Aber danach entwickelt sich “That’s How We Roll“ zu einer stimmungsvollen, abwechslungsreichen und individuellen Rock-Scheibe, an der man viel Freude haben kann.

Marc Langels, 22.03.2011

 

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