Superseed

Superseed


CD-Review

Reviewdatum: 26.01.2019
Jahr: 2019
Stil: Alternative Rock
Spiellänge: 66:41
Produzent: David Edgar

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Plattenfirma: Rock Of Angels Records

Promotion: Gordeon Music


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

The Beatles

Oasis

The Mission

Foo Fighters

Titel
01. My Time Is Now
02. Country Mile
03. Turn The Screw
04. Messenger
05. Interference
06. The Face That Followed You Back Home
07. Static
08. No One‘s Getting Out Of Here Alive
 
09. Heavy Times
10. Let Yourself Go
11. Quicksand
12. Already Done
13. Someone Broke It
14. You Failed!
15. Uneasy Swarm
16. This Is The Way To Go
Musiker Instrument
David Edgar Gitarre & Gesang
Dan Armson Gitarre & Gesang
Ben Taylor Gitarre & Gesang
Keith Bowers Bass
Matt Colley Schlagzeug
Gastmusiker:
Jon Maries Hammond
Rich Hall Trompete
Dom Self Saxophon

Die britische Stadt Bristol im Südwesten Englands hat bisher eine ganze Reihe an bekannten Künstlern hervorgebracht, da wären zum einen der Pop-Musiker Nik Kershaw, dann THE MISSION-Frontmann Wayne Hussey, den Trip-Hop-Pionier Tricky, Tenor Paul Potts und der wohl bekannteste Street Art-Künstler weltweit, Banksy. Was in dieser – zugegeben doch recht rudimentären – Aufzählung noch fehlt, das ist eine große Rockband, die – ähnlich wie etwa OASIS für Manchester und die BEATLES für Liverpool – der Stadt ihren Stempel aufdrückt. Einen Anlauf dazu unternimmt nun das Quintett mit dem vielversprechenden Namen SUPERSEED. Und nur knapp zwei Jahre nach ihrer Gründung legen die fünf Musiker ihr Debüt vor.

Und sie waren wirklich fleißig: gleich 16 Stücke umfasst der Erstling und bringt es auf rund 66 Minuten Spielzeit. Die Band verfügt nicht nur über drei Gitarristen sondern auch drei Sänger, was sich insbesondere in den Refrains positiv niederschlägt. Die Musik hat ihre Wurzeln in der harten Rockmusik der 1990er Jahre hat. Hier trifft krachender Post-Grunge auf Garage-Rock und Elemente aus dem Pop-Punk. Aber insbesondere in manchen Gesangsmelodien – und im speziellen dann, wenn alle drei Sänger zusammen singen – dann meint man im Gegensatz zu vielen ihrer skandinavischen oder auch amerikanischen Kollegen auch die Einflüsse der englischen Bands der Swingin‘ Sixties durchzuhören. Man höre sich beispielweise nur das Ende von This Is The Way To Go an und wird wohl unweigerlich an die Fab Four denken müssen.

(Zur Verfügung gestellt über Hear The Music)

Aber getragen wird der Klang der Band dabei natürlich – wie kaum anders zu erwarten bei dieser Besetzung - von einer mächtigen Wand aus zumeist mächtig verzerrten Gitarren. Stilistisch erinnert die Musik manches Mal an frühe FOO FIGHTERS, dann aber auch mal an WEEZER oder die BREEDERS. Dabei kommen dann so treibende Nummern wie My Time Is Now oder Static sowie kleine Hymnen à la Turn The Screw, No One‘s Getting Out Of Here Alive und Already Done heraus. Bei Uneasy Swarm wird im Hintergrund auch ein wenig mit Bläser-Sounds gearbeitet, die teilweise aber auch von der Gitarre kommen. Das passt ganz hervorragend zum Sound und ist ein weiteres sehr gelungenes Beispiel für die Vielfalt der Band. Dazwischen findet sich aber auch manche eher durchschnittliche Nummer, die auch nach wiederholten Durchgängen nicht richtig zünden will. Was man aber nicht dabei hat, das sind richtig gehende Ausfälle, die den Hörer nach der Skip-Taste auf dem CD-Player suchen lassen.

SUPERSEED habe hier ein gutes Debüt vorgelegt, das mit einigen Highlights das auf jeden Fall vorhandenen Potenzial der Band deutlich macht. Dass dabei nicht jeder der 16 Songs auf dem Album ein Volltreffer ist, kann daher locker verschmerzt werden, denn die überwiegende Zahl der Lieder macht Laune auf mehr von diesem Quintett. Dabei folgen sie zum Glück nicht nur stur den klanglichen „Vorgaben“ anderer Bands sondern setzen durchaus ihre eigenen Akzente, wie zum Beispiel mit dem überraschenden Break im Opener, den oben schon angesprochenen Bläser-Klängen oder dem Satzgesang. Vielleicht bekommt Bristol ja doch noch seine eigene große Rockband. Die Anlagen dafür sind bei SUPERSEED vorhanden.

 

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