Suzanne Vega

Live At Montreux 2004

( English translation by Google Translation by Google )

CD & DVD-Review

Reviewdatum: 29.11.2006
Jahr: 2006

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Suzanne Vega Homepage



Redakteur(e):

Frank Ipach


Suzanne Vega
Live At Montreux 2004, Eagle Vision, 2006
Suzanne Vega Vocals, Acoustic Guitar
Billy Masters Electric Guitar
Mike Vesceglia Bass
Doug Yowell Drums
Länge: ca. 90 Min Medium: DVD & CD
DVD:
1. 99.9 F°10. The Queen And The Soldier
2. Marlene On The Wall11. Behind Blue Eyes
3. Caramel12. Solitude Standing
4. When Heroes Go Down13. Blood Makes Noise
5. Gypsy14. In Liverpool
6. (I'll Never Be Your) Maggie Mae15. Luka
7. Penitent16. Tom's Diner
8. Solitaire17. Calypso
9. Left Of Center18. Have You Met Miss Jones

Momentan feiern wir die Wochen der Wegbereiter. James Brown und Van Morrison, Pat Metheny und nun auch, endlich, darf man wohl sagen, Suzanne Vega. So lange ist diese liebenswerte Künstlerin schon im Rennen, dass man beinahe vergisst, was sie Mitte der Achtziger für den einfachen Folk-Song respektive für das seinerzeit brachliegende Singer-Songwriter-Repertoire geleistet hat.
Oh weh, in den Achtzigern wurden wir überschwemmt mit Synthies und (aus heutiger Sicht) bescheiden klingenden Gitarren und Drums, so dass es ein Mädel wie Suzanne Vega schwer hatte, sich bei den Companies durchzusetzen und zunächst auf Granit biss, bis 1983 endlich A&M Records nachgab und die seinerzeit 24-jährige Vega verpflichtete. Es dauerte allerdings noch bis 1985, um das von Lenny Kaye (Patti Smith-Gitarrist) co-produzierte Debutalbum auf den Markt zu werfen. In Großbritannien gleich freudig erregt akzeptiert (wurde später sogar mit Platin veredelt), prallten die Karriereabsichten der scheuen Suzanne in der amerikanischen Heimat auf schulterzuckende Ablehnung.
Das änderte sich aber mit dem zweiten Album "Solitude Standing" und der Mega-Single Luka, dieser zwar fiktiven, aber nichtsdestotrotz aufrüttelnden Geschichte über Kindesmissbrauch. The rest is history...

Nach 2000, ihrem ersten Auftritt im schweizerischen Montreux, der auf der vorliegenden DVD im Bonusteil mit drei Titeln gewürdigt wird und wo Suzanne einzig und allein mit ihrem alten Weggefährten Mike Vesceglia am Bass musiziert, folgte sie dem Ruf Claude Nobs' ein weiteres Mal im Jahre 2004. Jetzt mit kompletter Band, klein zwar, aber sehr fein. Suzanne, wie üblich, mit akustischer Gitarre, Vesceglia, der grandiose Basser immer noch mit von der Partie, zudem ein einfühlsamer Drummer namens Doug Yowell und ein ausgefuchster Gitarrist, Billy Masters, der auch mit Leuten wie Dar Williams, Richard Schindell und Lucy Kaplansky gearbeitet hat.
Eine supertighte Combo, wirklich gut dabei und sehr einfühlsam auf die sensiblen, mitunter fragilen Songgebilde Suzanne Vegas reagierend. Billy Masters hält so einige kleine soundtechnische Kapriolen bereit und Mike Visceglia stiehlt der sympathischen Suzanne mit seinen Bassläufen beinahe die Show. Fast, denn diese Band agiert letztlich als reibungsloser Verbund, wo jeder von jedem profitiert und sich niemand mutwillig in denVordergrund drängt.

Miss Vega bringt einen Querschnitt ihrer nicht grade läppischen Karriere, währenddessen sich auf der Bühne die Güte, die Klasse, die Reichhaltigkeit ihrer Kompositionen entfaltet. Was hat die liebe Suzanne schon alles geschrieben? Zumindest schon mal diese 18 (bzw. 21) hier auf der Konzert-DVD vertretenen Songs. Es ist absolut kein einziger Ausfall zu verzeichnen. Selbst während der Zugabe, eine augenzwinkernde Hommage an die Urspünge des Festivals, welches einst (1967) als Montreux-Jazz-Festival startete, behält Vega ihre gute Figur, als sie den Klassiker Have you met Miss Jones ins nächtliche Montreux haucht.
Vega singt nicht laut, aber sie singt hübsch und anschmiegsam und unverkennbar, mit einer Stimme, die man aus hunderten heraushört. Und mit Texten, deren Tiefgründigkeit nach und nach ins Bewußtsein des Hörers dringt. Wir sollten ihr dankbar sein. Ein wirklich tolles Konzert.

Warum aber auf der beiliegenden CD dieser netten 'Collector's Edition' nur popelige 12 Songs enthalten sind, will mir nicht in den Kopf. Da hätten doch durchaus noch 4 oder 5 Titel drauf gepasst (bei einer Laufzeit von knapp 47 Min.). Somit hätte man DVD und CD fast identisch produzieren können. Wie gesagt, die DVD enthält 18 Tracks. Aber es gibt Schlimmeres...

Frank Ipach, 29.11.2006

 

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