Suzi Quatro

Live And Kickin'

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 13.02.2014
Jahr: 2014
Stil: Glam Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Suzi Quatro
Live And Kickin', Cherry Red Records, 2014 (1977)
Suzi QuatroBass Guitar, Lead Vocals
Len TuckeyLead Guitar, Backing Vocals
Dave NealDrums, Backing Vocals
Mike DeaconKeyboards, Backing Vocals
Produziert von: Suzi Quatro Länge: 79 Min 47 Sek Medium: CD
01. The Wild One08. Glycerine Queen
02. The Honky Tonk Downstairs09. What's It Like To Be Loved
03. Heartbreak Hotel10. Can The Can
04. Half As Much As Me11. Devil Gate Drive
05. Cat Size12. Roxy Roller
06. Make Me Smile13. Tear Me Apart
07. American Lady14. Keep A-Knockin'

Manchmal ist es halt wie verhext und irgendwie stand dieses Album von Beginn an unter keinem guten Stern. Wie so viele Bands und Interpreten schaffte es auch Suzi Quatro nicht, dass Karriere definierende Live-Album zu ihren Glanzzeiten abzuliefern, wie es beispielsweise DEEP PURPLE, STATUS QUO, RAINBOW und JUDAS PRIEST - um nur ein paar zu nennen - gelungen ist. Gegensätzlich Beispiele gibt es gleichsam genügend und gerade aus dem Glam Rock-Bereich hat es da kaum einer auf die Liste geschafft. Das "Strung Up"-Album von SWEET war zwar ganz nett, aber irgendwo auch nur Stückwerk.
Vielleicht war es auch nicht so einfach, den mit Overdubs aufgepeppten Studiosound, den Produzenten wie Mike Chapman kreierten, auf die Bühne zu bringen und von dort wieder ebenbürtig einzufangen. Nun, jedenfalls spielten 1977 noch andere Faktoren mit hinein, warum dieses Album eine schwierige Geburt war und letztlich nur in Japan und Australien erschien (ja, eine halboffizielle Veröffentlichung gab es dann mal, welche ich damals auch gekauft habe, aber die war reichlich lieblos gemacht) und nun erstmals durch Cherry Red Records eine Art offizielle Veröffentlichung erfährt.

Zu den Widrigkeiten um dieses Album gehören u. a., dass man nur zwei Konzerte mitschnitt und Suzi beim ersten Konzert bereits mit dem dritten Song Stimmprobleme bekam. Die waren beim folgenden Konzert leidlich behoben, aber etwas Energie ging da vielleicht schon flöten. Das asiatische Publikum ist kein schottischer Pub und so wurde das zwar eifrig mitgeklatscht, auch mal gejauchzt, aber die Stimmung überträgt sich dann doch nicht so toll. Der Produzent, den Suzi und Len favorisierten, Micky Most, schaffte es aus irgendwelchen Gründen nicht zu den Terminen, sodass die Sängerin und ihre Ehemann das Album selbst produzierten.
Was dann noch zum Nicht-Erfolg beitrug, ist, dass die Sängerin die Rolle als Darstellerin in der amerikanischen Soup "Happy Days" annahm, anstatt sich um Veröffentlichung und Promotion der als Doppel-LP geplanten Live-Scheibe zu kümmern.
Vielleicht war sie mit ihrer stimmlichen Leistung nicht komplett zufrieden? Das nachträglich im Studio auszubügeln wäre allerdings eine Option gewesen, bei der zahlreiche Kollegen weder gezögert hätten noch haben. Nicht nur THIN LIZZY wissen davon ein Lied zu singen.
Immerhin muss man sagen, dass bei dieser Neuveröffentlichung der Sound ein ganzes Stück besser ist, als beim Erstling, was die ganze Sache druckvoller erscheinen lässt. Leider ist immer noch die Gitarre unterrepräsentiert und dass nach dem recht flotten Start mit The Wild One gleich ein paar eher gemächlich rockende Nummern, wie The Honky Tonk Downstairs und Elvis' Heartbreak Hotel folgen, bremst die Euphorie eher etwas.
Half As Much As Me widmet Suzi den anwesenden Girls, die vom leicht funkigen Song auch angetan gewesen sein dürften, aber mir wäre mehr Rock'n'Roll eigentlich lieber. Dafür spielt sich Len Tuckney, mit seinem Gitarrenspiel immer mehr in den Vordergrund und der Song steigert sich zu einem wilden Finale. Ist es der noch angegriffenen Stimme geschuldet, dass dann die melancholische Ballade Cat Size folgt?
Coverversionen gab es praktisch fast immer auf den Alben der Glam-Queen und mit Steve Harleys Make Me Smile (Come Up And See Me) bringt sie hier einen recht aktuellen Hit der 70er. Erst mit dem Stampf-Rhythmus von Glycerin Queen und ihrem alten Stil steigt Stimmung und Spannung wieder.

Mir ist immer noch das Piano zu dominant und die Gitarre zu sehr im Hintergrund, aber bei Can The Can und Devil Gate Drive ist man doch ganz gut dabei. Zwar fehlt Suzis Stimme ein bisschen die gewohnte Power, aber die Songs sind halt Stimmungsgaranten.
Roxy Roller war schon als Single nicht der Hit und hält auch hier die Stimmung nicht auf dem Siedepunkt. Tear Me Apart ist ein netter Rausschmeißer, der mit der Zugabe Keep A-Knockin' nur wenig getoppt wird.
Letztlich ist "Live And Kickin'" kein schlechtes Live-Album, aber die Power der ersten Studio-Alben und vor allem der Hit-Singles bringt es auch im verbesserten Sound nicht rüber.
Da es jedoch, zumindest offiziell, nichts anderes und besseres gibt, muss und kann der Fan damit leben. Ein bisschen "kicken" tut's ja hin und wieder.

Epi Schmidt, 08.02.2014

 

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