Suzi Quatro

Suzi... And Other Four Letter Words

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 16.02.2014
Jahr: 2014
Stil: Glam Rock

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Redakteur(e):

Epi Schmidt


Suzi Quatro
Suzi... And Other Four Letter Words, Cherry Red Records, 2014 (1979)
Suzi QuatroLead Vocals, Backing Vocals, Bass Guitar, Congos
Len TuckeyLead Guitar. Backing Vocals
Dave NealDrums, Percussion, Backing Vocals
Bill HurdKeyboards, Backing Vocals
Jamie CromptonGuitar, Backing Vocals
Produziert von: Mike Chapman Länge: 33 Min 14 Sek Medium: CD
01. I've Never Been In Love06. Mama's Boy
02. Mind Demons07. Starlight Lady
03. She's In Love With You08. You Are My Lover
04. Hollywood09. Space Cadets
05. Four Letter Words10. Love Hurts

Die berühmten "Four-Letter-Words" könnte man vielleicht am besten mit "schmutzige Wörter" übersetzen, wobei man "Suzi" ja nicht unbedingt als weiteres Wort in diese Kategorie einstufen würde. Es sei denn, es ginge um den Schmutz, der sich 1979 ja immer noch reichlich auf den Stimmbändern von Suzi Quatro befand und sie immer noch zu einer der besten Rocksängerinnen machte.
Inzwischen in Kalifornien lebend, was sich bei ihrem Job als Darstellerin der Leather Tuscadero in der amerikanischen Fernsehserie "Happy Days" ( auch hierzulande ab 1985 in verschiedenen Sendern zu sehen) anbot, spiegelte sich natürlich der Sound der Gegend und natürlich der Zeit wider. Produzent für das Album "Suzi... And Other Four Letter Words" war, wie gehabt, Mike Chapman, an den Keyboards saß nun Bill Hurd und ein zweiter Gitarrist war auch mit an Bord: Jamie Crompton, den man alsbald, für zwei Alben, auch in Diensten von WISHBONE ASH finden würde.
Außerdem hatte man ein paar weibliche Backgroundsängerinnen dabei, die den Sound zusätzlich aufmotzten. Das macht sich in I've Never Been In Love bereits deutlich. Eigentlich ist das ein flotte Rock'n'Roll-Nummer, mit geiler Stimme von Suzi vorgetragen. Nur im Refrain wird man von den "Oooh-ooh's" etwas zu sehr eingelullt und der Sound etwas zu sehr aufgebläht. Ansonsten rockt es prächtig.

Auch Song Nr. 2, Mind Demons, hat ziemlichen Drive und ist noch recht rockorientiert und wenn die Orgel etwas leiser und die Gitarren etwas lauter wären, dann könnte einem Suzis Stimme fast einen SLADE-Titel vorgaukeln.
Unbestrittenes Highlight und Hitsingle des Albums war natürlich She's In Love With You. Dieser rollende Beat erinnert an manchen STATUS QUO-Song aus jener Zeit, was damals eigentlich auch ganz gut kam, nur aus heutiger Sicht mehr Power vertragen könnte. Trotzdem geschickt gemacht und ein absoluter Ohrwurm.
Der westküstlichen Atmosphäre und einem aufkommenden allgemeinen Interesse an Reggae-Musik dürfte es geschuldet sein, dass mit Hollywood ein sommerlich leichter und karibisch angehauchter Titel folgt, bei dem der Zensur wohl am Schluss das zweimal vorkommende "fucking good" durchgerutscht ist. In Amerika lief das sicher nicht im Radio!
Auch der Titelsong pulsiert in einem lockeren Reggae-Pop-Groove, wie man ihn damals immer mal in den Charts zu hören bekam. Gleichfalls ein schöner Ohrwurm, der nur etwas zu nett gerät. Für einen beschwingten Spaziergang durch den englischen (oder amerikanischen) Garten aber bestens geeignet.
Flotter wird’s dann wieder bei Mama's Boy, ja, ohne die Keyboards ginge das schon nahezu in die Punk-Richtung. Keine Sorge, Mike Chapmans Produktion hält das schon auf Kurs, was dem Song eine gewisse Ähnlichkeit zu einigen BLONDIE-Stücken verschafft.

Dann wird’s aber doch recht poppig. Muss vielleicht nicht schlecht sein, aber Starlight Lady hätte auch mancher Schlagerdame aus Deutschland in den 70ern nicht schlecht gestanden. Was zum träumen.
You Are My Lover schlägt in eine ähnliche Kerbe. Hier dominieren Keyboard-Sounds und lediglich eine Akustikgitarre streicht daneben her, während sich Suzi auch nicht gerade verausgabt.
Space Cadets klingt für mich wie eine Mischung aus Where Have All The Good Times Gone, von den KINKS und Tom Pettys Breakdown, welches Suzi ja bereits auf ihrem Album "If You Knew Suzi…" gecovert hatte. Prinzipiell nicht schlecht, aber plätschert mit der Zeit etwa dahin.
Wer bei Love Hurts auf die NAZARETH-Hitsingle spekuliert hat, wird enttäuscht, denn zum Ausklang wird’s noch einmal etwas flotter und man kann prima zu dem rollenden Song mitwippen. Geht zwar - wie Vieles auf diesem Album - sehr in die Pop-Ecke und könnte genauso gut von ABBA oder CLOUT stammen - um nur mal zwei Bands zu nennen - aber liefert immerhin einen aufmunternden Schluss.
Für ein paar Bonus-Tracks hat es auf diesem Re-Issue leider nicht gereicht und so bleibt als Pluspunkt nur noch das informative Booklet, mit Songtexten, neuen Liner-Notes, Bildern des Singles in verschiedenen Ländern und einem Coverfoto, welches mach Suzis Aussage ihr Lieblings-Albumcover ist. Der Schmutz bleibt hier überwiegend in den Worten und somit ist mein Lieblingsalbum ist ein paar Jahre vorher veröffentlicht worden.

Epi Schmidt, 12.02.2014

 

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