Syrence

Freedom In Fire


CD-Review

Reviewdatum: 23.03.2019
Jahr: 2019
Stil: Heavy Metal
Spiellänge: 49:22
Produzent: Achim Koehler

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Plattenfirma: Fastball Music

Promotion: Bob-Media GmbH


Redakteur(e):

Marc Langels


s. weitere Künstler zum Review:

Ralf Scheepers

Primal Fear

Titel
01. Freedom In Fire
02. Living On The Run
03. Your War
04. Fozzy‘s Song
05. Addicted
06. Symphony
 
07. From Ashes To The Sky
08. Evil Force
09. Red Gold
10. Wild Time
11. Kings Of Speed
12. Seven Oaks
Musiker Instrument
Franz Neumann "Johnny Vox" Gesang
Oliver Schlosser „Oschlo“ Gitarre & Gesang
Julian Barkholz „Juli“ Gitarre
Fritz Jolas Bass & Gesang
Arnd Streich „Strikar“ Schlagzeug

Das Quintett SYRENCE wurde bereits im Jahr 2008 – damals noch unter dem Namen EPIC FAIL (das war eine weise Entscheidung, den Namen zu ändern) – als Schülerband in Weil der Stadt gegründet. Heute sind aus dieser Zeit nur noch Oliver Schlosser (Gitarre) und Arndt Streich (Schlagzeug) dabei. Aber bereits von Anfang an wurden vorrangig Eigenkompositionen gespielt. Kurz nach der Gründung stieß Fritz Jolas als Bassist zu der Band. 2011 erfolgte die Umbenennung in SYRENCE. Ein großer Wendepunkt war 2015 der Einstieg von Franz Neumann (Gesang). Der harte Kern von Syrence spielt somit schon seit einigen Jahren zusammen; mit dem Ziel, an den Metal-Sound der 80er Jahre anzuknüpfen. 2016 veröffentlichte SYRENCE eine erste Demo CD mit dem Namen "5.0" mit fünf eigenen Tracks.  Anfang 2017 stieß Julian Barkholz als neuer zweiter Gitarrist zur Band, damit steht nun die aktuelle Besetzung und es folgt der nächste logische Schritt mit der Produktion eines ersten richtigen Albums.

Dieses liegt nun vor und trägt den Titel “Freedom In Fire“. Das Cover ziert eine brennende Gitarre, die direkt wohl klarmachen soll: hier geht es heiß zu. Die Band legt gleich mit dem Titeltrack sehr traditionell los, nicht unbedingt spektakulär im Riffing aber angenehm im Sound und recht eingängig. So kann Sänger Franz Neumann (oder auch „Johnny Vox“) gleich mal unter Beweis stellen, dass er sein Handwerk versteht. Dabei hat es sicherlich auch nicht geschadet, dass bei den Gesangs-Aufnahmen mit Ralf Scheepers (PRIMAL FEAR) einer der wohl besten deutschen Metal-Sänger als Co-Produzent zur Seite stand. Aber der Mann kann singen, das unterstreicht er gleich mal beim folgenden Living On The Run. Nur gut, dass ihn die Mitstreiter in der Band auch mit den passenden Songs unterstützen. Diese erfinden das Rad des Metal nicht neu, sind allesamt aber sehr kompetent komponiert und die Melodien gehen gut ins Ohr. Die beiden Gitarristen dürfen zudem bei den Soli auch ihre Fähigkeiten demonstrieren.

Dabei kommen dann immer wieder solche Kleinode wie etwa Fozzy‘s Song oder Symphony heraus, die das unbestreitbare Talent der Band am besten herausstellen. Mit leichtem Hang zum Bombast und einem guten Händchen für die nötige Abwechslung innerhalb eines Songs. Zu den anderen richtig gelungenen Nummern auf der Scheibe gehört zudem auch Evil Force, das die Band als Single vorab veröffentlicht hatte. Hier beweisen die Jungs auch ihr Händchen für meist groovende aber auch immer wieder mal donnernde Metal-Hymnen. Eine Nummer wie Your War erinnert hingegen eher an klassischen Hard Rock der 70er Jahre, wie ihn damals etwa UFO boten. Im Gesamtkontext des Albums und der Band wirkt das dann aber etwas, als ob die Band die Handbremse angezogen hätte.  Auch Addicted ist nicht wirklich zwingend. Aber so richtig schlecht ist eben auch keines der Lieder.

SYRENCE können mich immer dann am meisten überzeugen, wenn sie sich bei ihren Songs etwas Zeit nehmen, eine gewisse Stimmung aufbauen, die Melodien einen gewissen Hymnen-Charakter bekommen , wie es auch bei Red Gold und im abschließenden Seven Oaks der Fall ist, oder aber wenn sie – wie etwa bei Wild Time – im Midtempo-Bereich hart rocken. Dann zeigen SYRENCE schon einmal, was alles in ihnen steckt. Aber nun kommt die Herausforderung. Das Quintett muss beim nächsten Werk beweisen, dass die vielversprechenden Ansätze von “Freedom In Fire“ weiter ausgebaut werden können. Denn für das Debüt hat eine Band meist mehrere Jahre Zeit für das Songwriting, beim Nachfolger dann nicht mehr. Aber ein vielversprechender Anfang ist auf “Freedom In Fire“ gemacht.

 

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