T Bear

Fresh Bear Tracks

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 30.04.2021
Jahr: 2021
Stil: Rhythm & Blues
Spiellänge: 56:41
Produzent: Tony Braunagel

Links:

T Bear Homepage

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Plattenfirma: Quarto Valley Records

Promotion: Bertus


Redakteur(e):

Frank Ipach


s. weitere Künstler zum Review:

Steve Winwood

Joe Cocker

Delbert McClinton

Marc Cohn

Mitch Ryder

Bob Seger

Tommy Castro

Titel
01. Bring On The Night
02. Cleopatra
03. Dear John
04. Cab Calloway
05. River Of Resurrection
06. Love To Be Lonely
 
07. I Don't Care/Sunshine Hotel
08. Woe Is Me
09. Give It Up
10. Wonderland
11. She's Not There
12. Nina's Song
Musiker Instrument
T Bear Vocals, Piano, Wurlitzer
Bob Glaub, Hutch Hutchinson, Larry Taylor Bass
Doug Pettibone, Josh Sklair, Laurence Juber, Johnny Lee Schell, John Notto Guitars
Mike Finnigan, Benmont Tench Hammond B-3
Max Butler Organ
Lenny Castro Percussion
Mark Pender, Joe Sublett, Richie Rosenberg Horns
Walter Trout & Stephen Stills Lead Guitar
Robbie Krieger Slide Guitar

Nun ist er endlich aus dem Winterschlaf erwacht: der T Bear. Lange hat's gedauert, tatsächlich mehr als 25 Jahre. Mit seinem brandneuen Album "Fresh Bear Tracks" geht der etwas rundlich gewordene Richard T Bear nun wieder auf die Piste. Und der erste Höreindruck verrät uns, dass die Essenz seiner aktuellen Musik nicht allzu weit weg ist vom jugendlichen Überschwang seiner 1978/79er Hits Sunshine Hotel. Klar, das Disco-Feeling fehlt natürlich, oder sagen wir besser glücklicherweise. Denn wie klänge wohl ein gestandener Fahrensmann wie Richard T Bear im Glitzerlicht einer Disco-Kugel? Letzten Endes überzeugt der T Bear hier mit einer old school Rhythm & Blues Grundierung die mit gelegentlichen Soul Sprengseln aufgepeppt wird.

"Fresh Bear Tracks" klingt tatsächlich in all seiner Rhythm & Blues Erdigkeit satt und vollmundig, sozusagen down home und handwerklich mehr als reif und dürfte für die Hörerschaft jenseits der 50 ein gefundenes Fressen sein. Und wen sich der alte Bär alles als Teamplayer und Gastmusiker eingeladen hat. Kaum zu glauben. Schieres Namedropping mag ja mitunter etwas aufgesetzt und angeberisch wirken, doch die Cracks die hier mitmischen, lassen den Hörer erahnen wie die Platte klingt und sich anfühlt.

Produziert wurde die ganze Chose in Robby Kriegers 'Horse Latitudes Studios' in L.A. von Grammy Gewinner und Drummer Tony Braunagel (Taj Mahal, Bonnie Raitt, Buddy Guy). Der inzwischen verstorbene Ed Cherney (Jackson Browne, Bonnie Raitt, Rolling Stones, Willie Nelson, Bob Seger Ry Cooder) zeichnet für das Sound Engineering verantwortlich. Und T Bears illustre Gästeschar prangt vor glitzernden Namen wie Edgar Winter, Stephen Stills, Walter Trout, Benmont Tench, Laurence Juber, Doug Pettibone, Lenny Castro, Bob Glaub und Tom Scott. Das muss zunächst nicht viel bedeuten, doch hier bürgen diese Namen schließlich für gehaltvolle musikalische Wertigkeit.

Der wuchtige Opener Bring On The Night beispielsweise spricht Bände und präsentiert ein schönes Feuerwerk aus Rhythm & Blues Zutaten, die so oder so ähnlich auch auf einem Album solcher Hochkaräter wie Joe Cocker, Bob Seger, Steve Winwood, Tommy Castro und Delbert McClinton finden ließen. Und wenn Richard T Bear im Vorfeld der Albumproduktion meinte, er müsse erst noch seine Singstimme wiederfinden, dann ist ihm das verdammt gut gelungen. Sein reifes Raspelorgan schlittert ganz offenbar über einen Scherbenhaufen aus Gregg Allman, Marc Cohn, Bob Seger und Mitch Ryder Bruchstücken. Feine Sache, dieses Album. Kurzum, "Fresh Bear Tracks" macht richtig Spaß. Bis zum nächsten Winterschlaf ist ja noch'n bisschen hin.    

 

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