Tab Benoit

Medicine

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 23.05.2011
Jahr: 2011
Stil: Blues

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Redakteur(e):

Frank Ipach


Tab Benoit
Medicine, Telarc, 2011
Tab BenoitGuitar, Vocals
Anders OsborneGuitar, Backing Vocals
Corey DuplechinBass
Ivan NevilleHammond B3
Brady BladeDrums
Michael DoucetFiddle, Vocals
Produziert von: Tab Benoit & Anders Osborne Länge: 50 Min 46 Sek Medium: CD
01. Medicine07. In It To Win It
02. Sunrise08. Can't You See
03. A Whole Lotta Soul09. Nothing Takes The Place Of You
04. Come And Get It10. Next To Me
05. Broke And Lonely11. Mudboat Melissa
06. Long Lonely Bayou

Für den einen ist es Gift, für den anderen Medizin. Was auch immer Tab Benoit im Titelsong seines neuen Albums "Medicine" meint, er schreit vehement und gierig danach, weil er weiß, dass es ihm gut tut. In ungewohnt blues-rockiger Manier, schwer stampfend und kochend, mit aufschreiender Sologitarre, bereitet der Blues-Mann aus den Sümpfen Louisianas den Weg für ein weiteres tolles Album, dass sein letztes Studiowerk "Power Of The Pontchartrain" (2007) zwar nicht übertrumpfen kann, aber das hohe Niveau locker hält.

"Medicine" klingt bei aller typischen Blueslastigkeit Benoits ein wenig anders als seine Vorgänger. Es saß zwar wieder David Z. (Prince, Jonny Lang, Buddy Guy, Gov’t Mule) an den Reglern des Mischpults, doch als Co-Producer, Co-Author und Rhythmusgitarrist hat sich Benoit den in den Südstaaten höchst anerkannten Anders Osborne hinzu gebeten. Neben einigen Fremdkompositionen aus der Feder solcher Leute wie Augie Meyers (Sir Douglas Quintet), Johnny Otis und Tommy Malone/John Magnie (The Subdudes) bringen es die beiden auf satte sieben gemeinsame Songs.

"Medicine", das im legendären Dockside Studio (Vermilion Bayou) aufgenommen wurde, folgt einem leicht geänderten Soundkonzept. Diese elegant groovende, dennoch unverfälscht kantige und schroff klingende Blues-, Soul- und Cajun-Mixtur fließt so unmittelbar und direkt zum Kopf des Hörers, dass man sich wie in einem Live-Konzert fühlt. Die relativ prominente Bandbesetzung aus Ivan Neville (Sohn von Aaron Neville), der ja auch zuletzt für Warren Haynes Soloalbum in die Tasten griff, sowie Anders Osborne, plus Corey Duplechin (Bass) und Drummer Brady Blade (Emmylou Harris, Steve Earle) sorgt für einen kraftvollen und packenden Sound. Hin und wieder mischt sich die Cajun-Größe Michael Doucet (Beau Soleil) mit seiner Fiddle ins Geschehen ein und sorgt für lokale Erdverbundenheit. Wie sagt man noch so schön? "This band is cooking..."
Die Hauptperson bleibt natürlich Tab Benoit mit seiner soulgetränkten Stimme und dem unverkennbaren Telecaster-Ton, der auf "Medicine" extrem pur und hart wirkt, und dennoch beschleicht einen nie das Gefühl, man habe es hier mit einer One-Man Show zu tun, sondern mit einer Band, die die Gesetzmäßigkeiten eines kongenialen Zusammenspiels total verinnerlicht hat. Dieses Album ist nichts anderes als eine wirkungsvolle und mitreissend gute Medizin für die lechzende Blues-Gemeinde. Get your potion right now.

Frank Ipach, 22.05.2011

 

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