Ten

Heresy And Creed

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 09.11.2012
Jahr: 2012
Stil: Melodic Rock, Melodic Metal

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Redakteur(e):

Marc Langels


Ten
Heresy And Creed, Frontiers Records, 2012
Gary HughesGesang, Gitarre & Programming
John HalliwellGitarre
Steve McKennaBass
Darrell Treece-BirchKeyboards
Dan MtchellGitarre
Max YatesSchlagzeug
Produziert von: Dennis Ward & Gary Hughes Länge: 69 Min 19 Sek Medium: CD
01. The Gates Of Jerusalem (Instrumental)08. The Last Time
02. Arabian Knights09. The Priestess
03. Gunrunning10. Insatiable
04. The Lights Go Down11. Another Rainy Day
05. Raven's Eye12. Unbelievable
06. Right Now13. The Riddle
07. Game Of Hearts

Das zehnte Album der Briten TEN, es hätte auch einfach “Ten“ heißen können. Stattdessen entschieden sich Bandkopf Gary Hughes & Co. für “Heresy And Creed“. Dabei drehen sich die Geschichten der Texte gar nicht immer um die kontroversen Themen Ketzerei (Heresy) und Glaubensbekenntnis (Creed). Vielmehr sind Lyrics zu diesen Themen eher die Ausnahme als die Regel, aber so hat die Platte immerhin einen deutlich spektakuläreren Titel bekommen.

Musikalisch bewegen sich TEN weiter im bekannten melodischen Spannungsfeld von Bands wie etwa JOURNEY, MAGNUM oder in ihren härteren Momenten auch mal KAMELOT. Schon das vergangene Album “Stormwarning“ bewegte sich deutlich weg vom einfachen Melodic Rock und schielte ein Stück weit in Richtung melodischer Metal. Diese Marschrichtung wird nun auf “Heresy And Creed“ konsequent fortgesetzt. Tracks wie Arabian Knights und Gunrunning gehören zu den bislang härtesten im Repertoire der Band. Dabei erinnert mich vor allen Dingen der Opener (das Instrumental The Gates Of Jerusalem sei mal Außen vor gelassen) rein musikalisch doch deutlich an KAMELOT - man lausche nur mal der Gitarre, da lässt Thomas Youngblood an allen Ecken und Enden grüßen.

Aber Freunde der früheren Werke sollten nicht an der Band zweifeln. Es finden sich noch genug eingängige AOR-Tracks auf “Heresy And Creed“, wie etwa The Priestess, When The Lights Go Down oder Raven’s Eye, um nur mal ein paar Beispiele zu nennen. Das bei einer Spielzeit von fast 70 Minuten nicht jede Komposition immer den Geschmack des einzelnen Hörers trifft, darf dabei nicht verwundern. So würde ich auch gut ohne Another Rainy Day leben können. Dabei dürften auch da die Meinungen auseinander gehen, welche der Songs man für verzichtbar hält. Als warnendes Beispiel seien nur mal DIE TOTEN HOSEN angebracht, die ja beinahe ausgerechnet den Track Tage Wie Diese nicht mit auf ihr jüngstes Werk “Ballast Der Republik“ gepackt (Ausführung Campino bei „Wetten Dass?“) und damit wohlmöglich einen ihrer größten Hits verpasst hätten.

Aber zurück zu TEN. Gary Hughes musste vor diesem Album erst einmal Teile der Band ersetzen und dabei hat er ein glückliches Händchen bewiesen. Denn bei der Neubesetzung von Lead-Gitarre (Dan Mitchell), Keyboards (Darrel Treece-Birch) und Schlagzeug (Max Yates) hat er drei Volltreffer gelandet. Sie hauchen der Band eine neue Energie ein und schaffen es, ihre Vorgänger mehr als adäquat zu ersetzen, was insbesondere an den Drums nicht einfach ist, wurden diese bei “Stormwarning“ von niemand geringerem als Mark Zonder (Ex-FATES WARNING) eingespielt.

Insgesamt ist TEN mit ihrem zehnten Album der Karriere wieder ein echter Treffer gelungen. Im Bereich des Melodic Rock sind sie sicherlich neben MAGNUM das Beste, was Großbritannien momentan zu bieten hat und stehen der einst schier übermächtigen Konkurrenz aus Übersee auch nicht wirklich nach. Denn im Gegensatz zu etwa dem letzten FOREIGNER-Album wird hier bei aller Melodie-Verliebtheit tatsächlich richtig gerockt. Da dürfen die Gitarren mal richtig Gas geben und das Geschehen heftig dominieren. Dabei gelingt es TEN aber eine perfekt austarierte Balance zwischen harten und zarten Tönen zu finden, die Anhänger beider Lager zufriedenstellen dürfte.

Marc Langels, 05.11.2012

 

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