Ten Years After

A Space In Time

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 05.10.2012
Jahr: 2012
Stil: Blues, Folk, Rock′n′Roll

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Ten Years After Homepage



Redakteur(e):

Epi Schmidt


Ten Years After
A Space In Time, Chrysalis, 2012 (1971/1973)
Alvin LeeGuitar & Vocals
Leo LyonsBass
Ric LeeDrums
Chick ChurchillKeyboards
Produziert von: Chris Wright Länge: 75 Min 33 Sek Medium: CD
Original 1971 Mix:
01. One Of These Days06. Once There Was A Time
02. Here They Come07. Let The Sky Fall
03. I'd Love To Change The World08. Hard Monkeys
04. Over The Hill09. I've Been There Too
05. Baby Won't You Let Me Rock 'N Roll You10. Uncle Jam
1973 Quad Mix To Stereo:
11. One Of These Days16. Once There Was A Time
12. Here They Come17. Let the Sky Fall
13. I'd Love To Change The World18. Hard Monkeys
14. Over The Hill19. I've Been There Too
15. Baby Won't You Let Me Rock 'N Roll You20. Uncle Jam

Anno 1971 waren TEN YEARS AFTER längst in der Rock-Szene etabliert. Ihr sagenhafter Auftritt beim Woodstock Festival und der daraus resultierende Film brachten die Band einem Millionenpublikum näher und der folgerichtige Schritt war der nach Amerika und zur amerikanischen Plattenfirma Chrysalis. Der allgegenwärtige Clive Davis hatte die Band unter seine Fittiche genommen, aber bereits auf "Watt" (1970) fehlte irgendwie der "Single-Hit". Das tat dem Album keinen Abbruch, denn die Band lief auf Hochtouren und brachte die Energie ihrer ausgiebigen Touren mit ins Studio.
Erst für "A Space In Time" konnte sich die Band mal mehr als ein paar Tage für die Einspielung eines Albums Zeit nehmen. Die Band war mittlerweile nicht nur bekannt, sondern die Erfolge begannen sich auch auszuzahlen und Häuser auf dem Land mit dem entsprechenden Fuhrpark sammelten sich an.
Geht da vom Rock'n'Roll-Style ob der einfacheren Lebensführung etwas verloren? Oder hat man einfach mehr Zeit, mal zu reflektieren, was sich über die Jahre an Erlebtem oder an Emotionen angesammelt hat? Wie auch immer, "A Space In Time" wurde zu einem deutlich folkigerem Album, auf dem Akustikgitarren und leisere Töne in der Überzahl waren. Das lange vergriffene Album ist jetzt wieder erhältlich und birgt noch den 1973 "Quad Mix", den man auf Stereo "heruntergezogen" hat.

Es geht auch ziemlich leise los, bevor One Of These Days in die Stille bricht und zunächst beim bluesigen Stil der Band bleibt, die Stimme ist natürlich auch bestens bekannt, aber man hat - wohl ein Zugeständnis an den amerikanischen Markt - einiges an Effekten, wie verstärkten Hall, hinzugefügt. Die Riffs kommen meist noch recht knackig, aber besonders die Stimme ist mir zu verwässert.
Das folgende Here They Come kommt dann schon deutlich spaciger und folkorientierter. Akustikgitarren tragen den nachdenklich-melancholischen Song. Mancher könnte vermuten, da wären ein paar Züge an einem Joint mit im Spiel. Na, vielleicht auch bloß bei den Hörern.
"Hit" der Scheibe war und ist natürlich I'd Love To Change The World. Auch der Song erhält seinen "Antrieb" von akustischen Gitarren, hinter denen aber Alvin seine Lead-Gitarre wunderschönste Linien heulen lässt. Hat Drive, eine schöne Melodie und wenn Alvin aufs Gaspedal drückt, kommen natürlich immer zwangsläufig ein paar seiner typischen Solo-Licks durch. Macht Spaß und bis heute findet der Song Verwendung in Werbespots und gehört natürlich zu den großen Hits der Band.
Erstmals wurden bei Over The Hill Streicher auf einem TYA-Album verwendet. Das wird mir schon fast zu progressiv und spült mir den eigentlich ganz netten Titel zu weich.
Ja, die Möglichkeiten im Studio verführten zu Spielereien. So auch das "Radio-Intro" zu Baby Won't You Let Me Rock 'N Roll You. Hier geben Alvin und Band wieder die schnurgeraden 50's Rocker mit einem Song im Stil Bony Moronie. Nicht sehr einfallsreich, aber effektiv und das reicht mir. Geil.

Bluesiger, aber auch sehr an Country und Folk angelehnt, kommt Once There Was A Time hinterhergewackelt. Der Song nimmt mit Leo Lyons Bass-Läufen auf, wie man das von den Live-Einsätzen kennt, und Chick Churchills hämmernde Pianonoten sorgen für weiteren Speed. Da geht’s also mit der Zeit doch ganz schön ab.
Das Riff zu Let The Sky Fall hat man - in ähnlicher Form - schon öfter bei der Band gehört und verliert so etwas an Wirkung, wie auch der Song nicht richtig aus den Startlöchern kommt. Klingt ganz nett, jedoch mir zu verschwurbelt.
Auch Hard Monkey bleibt mir etwas zu verhalten. Klingt ein bisschen nach BLIND FAITH, wieder mit viel akustischen Instrumenten und einer zu weit im Hintergrund agierenden Lead-Gitarre. Ebenfalls schön, aber für mich etwas zu schön.
So bleibt es auch beim folgenden Titel, der sich praktisch fast nahtlos anschließt.
Teilweise hat es was von den ruhigeren Songs der WHO. Ob es am ebenfalls von denen bevorzugten Aufnahmeort Olympic Studios liegt? Das abschließende Uncle Jam ist auch nichts anderes als der Auszug aus einem längeren, jazzigen Jam.
Nun ja, meine Kritik klingt bestimmt zuweilen heftiger als es dieses Album verdient. Es hat sich ja gut verkauft und wenn man nicht so die heavy Blues Rock-Kelle erwartet, kommt man ganz gut klar. Mir sind die früheren Scheiben trotzdem lieber und daran ändert auch der - sicher reizvolle - "Quad To Stereo Mix" nichts. Das ist eh was für Hi-Ender. Für mich heißt es mehr: Rock'n'Roll To The World! Aber das ist ein anderes Album.

Epi Schmidt, 03.10.2012

 

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