The Avett Brothers

The Carpenter

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 01.12.2012
Jahr: 2012
Stil: Folk, Country

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Redakteur(e):

Holger Müller


The Avett Brothers
The Carpenter, American Recordings, 2012
Seth AvettLead Vocals, Guitar, Piano, Organ
Scott AvettLead Vocals, Banjo, Guitar, Piano
Bob CrawfordBass, Vocals
Joe KwonCello
Jacob EdwardsDrums, Percussion
Lenny CastroPercussion
Benmont TenchOrgan
Chad SmithDrums
Steven NistorDrums
Ryan HewittPercussion
Charlotte WebbVocals
Hattie WebbVocals
Doug WambleSlide Guitar
Blake MillsGuitar
Dana NielsenChimes
April CapOboe
Geoff NudellClarinet
Ed RothPiano
Danny MoynahanSaw
Produziert von: Rick Rubin Länge: 46 Min 42 Sek Medium: CD
01. The Once And Future Carpenter07. Through My Prayers
02. Live And Die08. Down With The Shine
03. Winter In MY Heart09. A Father's First Spring
04. Pretty Girl From Michigan10. Geraldine
05. I Never Knew You11. Paul Newman vs. The Demons
06. February Seven12. Life

Der Vorgänger "I And Love And You" war eine kleine Sensation gewesen; so schön und harmonisch und warm im Klang hatte ein von Rick Rubin produziertes Folk-Roots-Album zuvor noch nie geklungen.

Kein Wunder, dass die beiden Avett-Brüder danach überall gefragt waren, zumal andere Bands wie MUMFORD & SONS oder auch die FLEET FOXES mit ähnlicher Überzeugungskraft das Ursprüngliche im Songwriting wieder hervorholten.

Insofern erstaunt esdoch, dass die AVETT BROTHERS das Vorgängerwerk nun als eher jugendliches Experimentierwerk bezeichnen und den Nachfolger "The Carpenter" als gereiftes Album von Erwachsenen. Zwar klingt in den Lyrics durch, wie viel die Jungs aus North Carolina inzwischen erlebt haben, inklusive des Beinahe-Tods der Tochter ihres Bassisten. Down With The Shine etwa ist eine hymnische Nummer, in der sie fast schon altersweise den ewigen Jugendwahn und das Vergehen der Zeit beschreiben.

Musikalisch machen die AVETT BROTHERS zunächst aber dort weiter, wo sie auf "I And Love and You" aufgehört haben: Feinste Melodien paaren sich mit den passenden Instrumenten zu einem eher sonnig anmutenden Gesamtkunstwerk, aus dem mehr die Westküste in Kalifornien grüßt, denn die "Cold Mountains" der Appalachen. Wieder alles wunderbar, aber erst nach der Hälfte der Stücke werden Seth und Scott Avett mutiger. Through My Prayers ist eine so einsame Ballade, dass die Tränen fast von selbst fließen (auch wenn sie ein bisschen zu sehr an Terry Jacks' Season In The Sun erinnert), und Geraldine ein so fröhlicher Rocker, dass es live so richtig Stimmung geben sollte.
Song Nummer 11 ist dann aber die eigentliche Überraschung, Paul Newman Vs. The Demons beginnt mit einem düsteren Riff und dann steigert sich die Truppe in einen furiosen "kicking-and-screaming"-Refrain hinein. Und plötzlich wird klar, an wem sich die AVETT BROTHERS dieses Mal besonders orientiert haben: Viele der Lieder auf "The Carpenter" hätten gut und gerne auch auf ein Album der DECEMBERISTS gepasst. Was in diesem Fall ein eindeutiges Gütesiegel ist.

Holger Müller, 25.11.2012

 

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