The Backstage

Isolation

( English translation by Google Translation by Google )

CD-Review

Reviewdatum: 22.11.2020
Jahr: 2020
Stil: Fusion, Jazzrock
Spiellänge: 54:57
Produzent: The Backstage

Links:

The Backstage @ facebook


Promotion: Just For Kicks


Redakteur(e):

Frank Ipach


s. weitere Künstler zum Review:

Steve Hackett

The Flower Kings

Weather Report

Al Di Meola

Simon Phillips

Robben Ford

Titel
01. Some Skunk Blues
02. Swag
03. Stones And Pebbles
04. Distancing
05. 31 Ways To Lose Your Lover
 
06. All The Things You Were
07. Can I Have Your Number
08. Isolation
09. Yuff Market
10. Covid Nights
Musiker Instrument
Jonas Reingold Basses, Guitars, Additional Keyboards
Rob Townsend Saxophones, Additional Keyboards
Craig Blundell Drums, Electronic Percussion
Guests:
James Taylor Clavinet, Moog
Krister Jonsson, Carl Orr, Roine Stolt Guitars
Andy Tillison Hammond Organ
Theo Travis Alto Flute
Marco Minnemann Drums
Pat Mastelotto Drums
Roger King Keyboards
Lelo Nika Accordion

Nun, inzwischen wird es schon zum Normalfall, dass wir vermehrt Albumveröffentlichungen begegnen, die in dieser oder jener Form wohl kaum erschienen wären, säßen wir nicht fest im Klammergriff des Covid 19 Virus. Die ellenlange Live Performance Pause veranlasste schließlich auch die formidable Backing Band des Prog-Urgesteins Steve Hackett dazu, mit "Isolation" ein treffend betiteltes Instrumentalalbum unter die Leute zu bringen. Jonas Reingold (The Flower Kings), Rob Townsend (Sax, Keys) und Drummer Craig Blundell versteigen sich allerdings nicht in lodernden Prog-Rock Fantasien, sondern frönen ihrer Leidenschaft zum Jazzrock bzw. Fusion alter Schule, während sie ihre gesammelten Ideen aus zahllosen Backstage Jam-Sessions in feste Formen gießen und uns zehn spannende Songs präsentieren, die dem Hörer mit einer gewissen Fusion-Leidenschaft unbedingt ans Herz gelegt sein sollen.

Die Musik als solche mag zwar old school daherkommen und bejubelt die anfänglichen Glanzzeiten des Genres zwischen 1976 und 1982, doch der Sound und der Mix, den Grammy Preisträger Chris Lord-Alge zu verantworten hat, klingt frisch, forsch, quirlig und keineswegs verstaubt. Hörer, die auf Weather Report, Jeff Lorber Fusion, Brecker Brothers, Simon Phillips Protocol stehen oder auch Robben Fords und Bill Evans' Zusammenarbeit zu schätzen wussten, werden an diesem ausufernden Potpourrie aus vertrackten Rhythmen und abgefahrenen Soli ihre helle Freude haben.

Dafür dass auch nicht der leiseste Verdacht von Langeweile aufkeimt, sorgen die zahlreichen Gäste an Gitarren (Roine Stolt, Krister Jonssen, Carl Orr), Keyboards (James Taylor, Andy Tillison) und Drums (Pat Mastelotto), die mit ihren spannenden Beiträgen mächtig Schwung ins Geschehen bringen und wohlige Erinnerungen und Assoziationen an vergangene Großtaten des Genre wachküssen. Zum lauschigen Ende, wenn Meister Hackett seine Saiten streichelt und sich durch ein Tal aus Fretless Bass und melancholischen Akkordeon Kaskaden schlängelt, wird es sogar ein wenig folkloristisch und erinnert mitunter an mild mediterrane Al Di Meola Intermezzi. Ein wunderbares und kurzweiliges Instrumentalalbum, das mit kreativen Momenten wahrlich nicht geizt und den Corona Wahnsinn für ein gutes Dreiviertelstündchen vergessen lässt.  

 

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